Sonic Frontiers auf der Gamescom gespielt: Kommt dieser Igel zu früh?

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Sonic Frontiers auf der Gamescom gespielt: Kommt dieser Igel zu früh?
Quelle: SEGA

Mit Sonic Frontiers will Sega sein blaues Maskottchen im November in eine waschechte Open World verfrachten und der seit Jahren strauchelnden Serie wieder ein hochwertiges, großes Spiel hinzufügen. Bei Fans erzeugte Frontiers mit seinen ersten Gameplay-Präsentationen gemischte Gefühle. Auf der Gamescom hatten wir nun die Gelegenheit, selbst zu spielen - und der durchwachsene Eindruck ist geblieben.

Die Geschichte von Segas Makottchen Sonic ist von Höhen und Tiefen geprägt wie kaum eine andere in der Gaming-Welt. Einerseits Spiele wie Sonic Colors, Sonic Mania und der überraschend erfolgreiche Sonic-Film, andererseits Sonic Boom, Sonic 2006 und die zum Meme gewordene erste Version des Sonic-Films. Auch das nächste, große Spiel mit dem Igel, Sonic Frontiers, ist nicht unbedingt unter den besten Vorzeichen gestartet. Die ersten Gameplay-Videos kamen bei der Fanbase eher schlecht an. Die Spielwelt wirkte zu unpassend und austauschbar, das Gameplay und die Animationen zu hakelig, die Technik zu unfertig. Das Entwicklerteam versicherte aber selbstbewusst, das Spiel befinde sich auf einem guten Kurs, und biete eine völlig neue Gameplay-Erfahrung, die man nicht mit anderen Titeln vergleichen solle.

Auf der Gamescom konnten wir über eine neue Insel namens Ares flitzen, Open-World-Aktivitäten ansehen und uns einen aktuellen Eindruck von der Technik des Spiels machen. Und auch, wenn wir durchaus unseren Spaß dabei hatten, Bosse zu plätten, Collectibles einzusammeln und Mini-Platformer-Passagen abzuschließen, kommen wir vom Gedanken nicht los, dass dieses Spiel vermutlich nicht schon im November erscheinen sollte.

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Trockenes Klima, trockene Inszenierung

Sonic Frontiers auf der Gamescom angespielt: Kommt dieser Igel zu früh? (1) Quelle: SEGA Sonic Frontiers auf der Gamescom angespielt: Kommt dieser Igel zu früh? (1) Die Wüsteninsel Ares soll die zweite große Zone werden, die wir nach der bereits gezeigten, grünen Insel erkunden dürfen. Die Mission hier: Unseren Kumpel Knuckles befreien, der im Cyberspace festsitzt, und einen der Chaos Emeralds zurückerobern. Dabei stellen sich uns nicht nur jede Menge kleinere Roboter, sondern auch größere Maschinenwesen namens Wächter in den Weg, die durch die offene Welt patrouillieren und Schlüsselitems bereithalten, wenn wir sie im Kampf besiegen.

Mit diesen Items, die wir nicht nur von Gegnern, sondern auch am Ende unzähliger Plattformkurse erbeuten, die in der offenen Welt verstreut sind, werden die Cyber-Space-Zonen freigeschaltet. Dort erwarten uns klassische, lineare und schnelle Sonic-Levels. Den Großteil der Zeit sind wir aber auf den offenen Starfall-Inseln unterwegs.

Wie beim bisher vorgestellten Gameplay fiel auch in der Anspiel-Session auf, dass die Welt reichlich karg, leblos und seltsam unnatürlich daherkommt. Statt poppiger (Sonic) Colors gibt's auf der Wüsteninsel eher die 50 Shades of Brown und viele der kurzen Plattform-Kurse, mit ihren Gleisen zum Grinden und Bumpern zum Draufspringen, schweben in der Luft, als wären sie von den Leveldesignern dort vergessen worden. Wir können uns die meiste Zeit aber so schnell durch die Welt bewegen, dass dieses Manko irgendwann nicht mehr allzu sehr ins Auge sticht.

Wüstenflitzer

Sonic Frontiers auf der Gamescom angespielt: Kommt dieser Igel zu früh?(2) Quelle: SEGA Sonic Frontiers auf der Gamescom angespielt: Kommt dieser Igel zu früh?(2) Immerhin spielen wir hier immer noch Sonic "Gotta go fast" the Hedgehog! Der Igel kann sich wie gehabt per Homing-Attack schnell zu Bumpern und Ballons bewegen, auf Geländern grinden und mit Geschwindigkeits-Boostern an Wänden entlanglaufen. Durch Gedrückthalten des Sprung-Buttons in der Luft fallen wir schnell auf den Boden, wo wir dann mit erhöhter Geschwindigkeit weiterrollen. Am Boden bewegen wir uns mit einem Boost vorwärts, solang die Ausdauerleiste hält.

Die Manöver fühlen sich prinzipiell gut an, allerdings wirken viele von Sonics Animationen noch etwas unsauber und die Steuerung teils übersensibel, vor allem bei Richtungseingaben. Wenn die Plattform-Abschnitte mal sitzen, erzeugen sie aber ein ordentliches Geschwindigkeitsgefühl. Die Bewegung über die weiten Flächen der Spielwelt ist dagegen ziemlich unspektakulär.

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