Song of the Deep Test: In tiefblauen Welten

Test Markus Thalhammer
Aufdringliches Getier: 
Auf ihrem großen Abenteuer muss Merryn sich allerlei garstiger Meeresbewohner erwehren, darunter die hier abgebildeten Quallen, Anglerfische und Ammoniten. (PC)
Quelle: Games Aktuell

In dem liebevollen Metroidvania Song of the Deep verschlägt es ein kleines Mädchen auf große Abenteuerreise in die Weiten der See.

Die junge Merryn lebt mit ihrem Vater an der Küste. Eines Tages kehrt dieser nicht vom Fischen zurück. Als Merryn ihn in einem Traum als Gefangenen am Grund des Meeres sieht, baut sie kurzerhand ein kleines U-Boot und macht sich auf in die marinen Weiten.

Der Ozean, unendliche Tiefen

Im Hörbuch-Stil erzählt eine Frauenstimme die emotionale Geschichte über das laufende Spiel und in den Zwischensequenzen, die als Durchblättern eines handgezeichneten Bilderbuchs inszeniert sind. Untermalt wird das Ganze von einem herrlich melancholischen Soundtrack. Die Grafik ist gut, aber nicht weltbewegend - das liebevolle und detailreiche Design hingegen ist große Klasse.

Die dunklen Abgründe: 
In den düsteren Arealen der Tiefe ist Vorsicht geboten, denn Scheinwerfer ziehen schnell unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich. (PC) Quelle: Games Aktuell Die dunklen Abgründe: In den düsteren Arealen der Tiefe ist Vorsicht geboten, denn Scheinwerfer ziehen schnell unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich. (PC) In klassischem 2D-Metroidvania-Stil steuern wir das U-Boot durch eine weitläufige und verwinkelte Unterwasser-Welt. Dort finden wir allerlei Upgrades für unser Vehikel, die der Erschließung neuer Areale oder dem Kampf dienen. Dazu zählen unter anderem Greifhaken, Torpedos, Scheinwerfer, Düsenantrieb und eine Atemmaske für kurze Außeneinsätze. Außerdem lassen sich wertvolle Schätze bergen, die wir bei einem großen Einsiedlerkrebs gegen Verbesserungen für ebendiese Upgrades eintauschen können.

Kämpfe sind wenig abwechslungsreich und Bosse etwas rar gesät - dafür machen das Erkunden und die Rätsel umso mehr Spaß: Die erlernten Spielmechaniken an den richtigen Stellen einzusetzen bringt zahlreiche Aha-Momente mit sich.

Gut: Zwischen den drei Schwierigkeitsgraden kann man jederzeit wechseln. Ein Wermutstropfen stellt die Framerate dar, die gelegentlich merklich abfällt, vor allem an Speicherpunkten. Und die Steuerung ist eindeutig auf Controller ausgelegt - die Kontrolle per Maus und Tastatur erfordert leider einiges an Eingewöhnungszeit.

Entwickler: Insomniac Games | Hersteller: Gametrust Games | Sprache: Englisch (deutsche Texte) | Altersfreigabe: Ab 6

Wertung zu Song of the Deep (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Spaßiges Gameplay in schönem LeveldesignViele Upgrades und BoniAtmosphärischer Stil und SoundtrackEmotionale Geschichte
Steuerung per Maus und Tastatur gewöhnungsbedürftigVereinzelte Framerate-EinbrücheKämpfe bieten wenig Abwechslung
Fazit

Kein perfektes, aber ein liebevolles Metroidvania, das emotional wie spielerisch unterhaltsame Stunden beschert.

Meinung

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