Soloalbum

Test

Träge Komödie nach dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Benjamin Stuckrad-Barre

Soloalbum Wenn ein 23-Jähriger einen Roman über seine Generation schreibt und geschickt bissige Bemerkungen zur Popkultur einarbeitet, kann er mit Erfolg rechnen. Benjamin von Stuckrad-Barre, 1975 geboren und eine Zeitlang als Texter für die Harald-Schmidt-Show tätig, landete mit seinem Erstlingsroman "Soloalbum" einen Bestseller.

Der Produzent Christoph Müller las das Buch und sicherte sich sogleich die Rechte. Fünf Jahre später erschien das Projekt "Soloalbum" im Kino. Aus der ironischen Betrachtung der Popkultur wurde eine schnulzige Liebes-Komödie, die sich stets hart an der Grenze zum Klamauk bewegt. Und manchmal darüber hinaus schießt.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Ben (Matthias Schweighöfer), ein aufstrebender Musikredakteur in Berlin, enttäuscht seine Freundin Katharina (MTV-Sternchen Nora Tschirner) einmal zu oft. Sie straft ihn mit einer letzten SMS ab, in der sie mit ihm Schluss macht.

Logisch: Erst jetzt bemerkt Ben, wie sehr ihm "K" fehlt. Ben ergeht sich in blindem Aktionismus, um seine große Liebe wieder zurück zu gewinnen. Als unfreiwillige Hilfen stehen ihm seine Freunde Alf (Oliver K. Wnuk) und Christian (Christian Näthe) zur Seite.

Die DVD kommt mit zwei Audiokommentaren. Durch den ersten albert sich Produzent Christoph Müller gemeinsam mit dem Regisseur Gregor Schnitzler ("Was tun, wenn´s brennt?"). Ganz nebenbei verraten die beiden auch einige Informationen zur Produktion. Den zweiten Kommentar sprechen die beiden jungen Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer und Nora Tschirner.

Weiterhin finden sich als Special Features Textbiografien mit Fakten über Besetzung und Stab, kurze Interviews, in denen sich die Darsteller über ihre Rollen und den Film "Soloalbum" äußern, lustige Castingszenen, eine Hinter-den-Kulissen-Featurette, Outtakes, ein Musikvideo des Titelsongs von Sportfreunde Stiller, Produktionsnotizen und Programmtipps.

Abschließend kommentiert Benjamin von Stuckrad-Barre einige Szenen aus dem Film und garniert sie mit Anekdoten aus seinem Leben und Buch.MS

Fazit

Film-Check: Benjamin von Stuckrad-Barres typischer Witz und Biss gehen Gregor Schnitzlers Film völlig ab. Die Kino-Adaption des Erfolgsbuches ist nicht mehr als eine romantische Komödie geworden, die über weite Strecken vor sich hin plätschert und nur wenige nennenswerte Lacher bietet. Die Popkultur dient hier in erster Linie als Ambiente, in dem sich die Figuren bewegen.
DVD-Fazit: An die Buchvorlage, in der der Protagonist sein Umfeld so gemein wie treffend kommentierte und damit den Zeitgeist traf, kommt der Film nicht heran. Vielmehr fügt sich der Streifen in den Reigen jener Liebeskomödien ein, die mit ihrem typischen Humor die deutsche Filmszene beherrschen. Bild und Ton der DVD liegen im Mittelmaß, die Extras stellen zufrieden.

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