Reine Scharfschützen-Shooter kann man bisher an einer Hand abzählen. Sniper: Ghost Warrior nimmt sich dieser Marktlücke an.
Quelle: City Interactive
Sniper: Ghost Warrior erinnert uns in den ersten Spielminuten stark an Crysis. Das Dschungel-Setting und das rundum überzeugende Grafikgerüst können durchaus mit dem inzwischen fast drei Jahre alten Shooter mithalten. Die Chrome-Engine 4 zaubert ein traumhaftes Tropen-Panorama auf den Bildschirm, das wenig Wünsche offen lässt. Die zwei großen Unterschiede zu Crysis: Die Scharfschützen-Thematik und der deutlich geringere Spielspaß.
Als Ein-Mann-Spezialkommando schleicht ihr heimlich durch das Urwald-Buschwerk und schaltet Feinde unbemerkt per Zielfernrohr aus. In diesen Momenten kann Sniper: Ghost Warrior wirklich fesseln. Unsichtbare Wände, unschlüssiges Missionsdesign und die verstaubte Story vermiesen uns das Stealth-Vergnügen aber schnell wieder. Auch die hin und wieder eingestreuten Action-Einlagen sorgen zwar kurzzeitig für Abwechslung, sind aber oft viel zu schwer und wiederholen sich rasch. Das Scharfschützenkonzept geht leider zu selten auf.
