Sniper Elite 5 in der Vorschau: Wie viel Hirn darf's denn diesmal sein?
Special
Bereits am 26. Mai 2022 soll Sniper Elite 5 auf den Markt kommen. Wir haben den blutigen Third-Person-Shooter von Entwicklerstudio Rebellion zwei Stunden gespielt und verraten euch, was sich seit dem Vorgänger getan hat.
Der Sommer steht vor der Tür und somit auch die Saure-Gurken-Zeit. Schon ab April halten sich die Releases in Grenzen und sobald die Temperaturen steigen, verringert sich die Zeitspanne, die man vor Rechner oder Konsole verbringt. Ganz ohne Videospiele funktioniert es aber dann doch nicht: Mit Sniper Elite 5 soll am 26. Mai die Shooter-Reihe aus dem Hause Rebellion fortgesetzt werden.
Nach Nordafrika und Italien geht es für unseren bekannten Scharfschützen Karl Fairburne im neuen Teil nach Frankreich. Zeitlich spielt der Titel im Jahr 1944 rund um den D-Day. Anders als in den meisten Shootern, die während des Zweiten Weltkriegs stattfinden, nehmen wir aber nicht an der Landung der Alliierten in der Normandie oder anderen berühmten Schlachten teil, sondern infiltrieren die Residenzen und Verstecke hochrangiger Nazi-Offiziere an der französischen Nordküste. Wir haben uns den Third-Person-Shooter knapp einen Monat vor Release einmal näher angesehen und verraten euch, wie sich der Titel im Vergleich zum Vorgänger und anderen Spielen des Genres schlägt.
In diesem Artikel
Im Westen nichts wirklich Neues
Quelle: Rebellion
Karl Fairburne is back: Der Scharfschütze treibt nach Nordafrika und Italien nun in Frankreich sein Unwesen.
In unserer zweistündigen Session, die über ein Streaming-Programm ablief, hatten wir die Gelegenheit, die zweite Mission der Kampagne mehrmals durchzuspielen. In dem relativ weitläufigen Abschnitt tummelten sich etliche deutsche Soldaten, die wir ganz nach Vorliebe entweder umgehen, bewusstlos schlagen oder ausschalten.
Unser Ziel in dem Kapitel ist es, geheime Nazi-Akten zur Operation Kraken im Zimmer des Antagonisten Möller aufzuspüren. In diesen Dokumenten stecken Informationen zum Plan der Deutschen, die Vereinigten Staaten anzugreifen. Nebenher spüren wir Geheimnisse auf und erledigen Nebenaufträge.
Innovativ klingt die ganze Geschichte nicht gerade. Noch ist aber etwas Zeit bis zum Release und vielleicht haben die Entwickler die spannenden Story-Abschnitte noch nicht preisgegeben. Das jedenfalls hoffen wir, schließlich geht die Reihe bewusst einen anderen Weg als die restlichen Weltkriegs-Shooter.
Voll in die Nüsse
Quelle: Rebellion
Das gibt Kopfschmerzen: Bei tödlichen Treffern wechselt die Kameraperspektive serientypisch wieder in eine Art Röntgensicht.
Sniper Elite ist für eine Sache besonders bekannt: die detaillierten Killcams, wenn wir unseren Gegnern tödliche Treffer zufügen. Sobald das Projektil den Körper erreicht, wechselt die Kamera in eine Art Röntgenansicht und zeigt, wie die Kugel Lunge, Herz, Gehirn oder auch mal die männlichen Geschlechtsteile durchbohrt.
Ob diese Gewaltdarstellung in einem eh schon brutalen Weltkriegs-Szenario sein muss, lassen wir mal außen vor. Schließlich bleibt es den Spielerinnen und Spielern selbst überlassen, wie sehr sie sich daran ergötzen, einem NPC die Weichteile wegzuschießen.
Es stellt sich jedoch die Frage: Würde sich das Gameplay auch ohne dieses Feature von anderen Shootern abheben oder im Vergleich eher in der Versenkung verschwinden? Vermutlich ist Letzteres der Fall. Die Missionen an sich ähneln vom Aufbau her der grandiosen Stealth-Reihe Hitman.
Alles eine Sache der Planung
Quelle: Rebellion
Viele Anpassungsmöglichkeiten: Nicht nur unterschiedliche Visiere können auf unsere Scharfschützengewehre, sondern auch verschiedene Griffe, Magazine und andere Aufsätze.
Die Parallelen beginnen schon vor unseren ersten Schritten. Zunächst stellen wir Ausrüstung für das Level zusammen, wählen Startort und Schwierigkeitsgrad. Die Auswahl an Anpassungsmöglichkeiten ist gewaltig, doch wir müssen uns die Aufsätze für Knarren zunächst freispielen. Das funktioniert durch das Abschließen von Missionen oder das Aufspüren von Werkbänken in den Locations.
Außerdem lassen sich vor dem Start bereits verdiente Skill-Punkte einstellen. Die sind in drei Kategorien aufgeteilt: Kampf, Ausrüstung und Körper. So können wir beispielsweise ein Medkit verwenden, sobald wir niedergeschossen wurden oder Munition von fallengelassenen Waffen sammeln. Auch während der Mission können wir unseren Charakter verbessern und erspielte Punkte verteilen.
Der Ablauf gestaltet sich ebenfalls ähnlich wie in der Hitman-Reihe. Die Kampagnenabschnitte spielen auf weitläufigen Arealen und locken mit etlichen denkbaren Herangehensweisen. In unserem Anspiel-Event hatten wir beispielsweise die Möglichkeit, einen von drei Wegen auszuwählen, um Möllers Château näherzukommen. Die drei verschiedenen Außenposten waren allesamt von deutschen Soldaten bewacht, doch manche Gegenden ließen sich wesentlich leichter durchschleichen als andere.
Eine gute Planung ist also auch im fünften Teil der Reihe von Nöten, denn die feindlichen Wachen schlagen rasch Alarm, sobald sie verdächtige Geräusche oder Vorkommnisse wahrnehmen.
Auf leisen Sohlen oder mit Krawall
Nicht nur die Planung liegt in unserer Hand, auch das Vorgehen. Ob wir einen Gegner nach dem anderen mit unserem Scharfschützengewehr ausschalten oder mit einer Maschinenpistole in Rambo-Manier durch die Räume springen, bleibt uns überlassen.
Natürlich können wir auch lautlos vorgehen und uns an sämtlichen Wachen vorbeischleichen. Oder wir wählen eine Mischung aus beiden Varianten und knocken die Soldaten mit einem beherzten Angriff aus dem Hinterhalt aus. Wie schon in den Vorgängern bietet das Spiel etliche Möglichkeiten, um ans Ziel zu gelangen.
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