Slither: Sie sind in uns

Test Simone Neus

Die mit Filmzitaten gespickte Horror-Komödie von James Gunn lässt liebestrunkene Zombies auf die Menschheit los

Starla (Elizabeth Banks) nimmt Bürgermeister Jack MacReady (Gregg Henry) die Verantwortung ab Starla (Elizabeth Banks) nimmt Bürgermeister Jack MacReady (Gregg Henry) die Verantwortung ab Grant Grant (Michael Rooker, "The 6th Day") ist ein unbescholtener Bürger des verschlafenen Städtchens Wheelsy. Bis ihm das Schicksal übel mitspielt. Erst verwehrt ihm seine geliebte Gattin Starla (Elizabeth Banks, "Seabiscuit") den Beischlaf und dann fällt ihn im Wald auch noch ein widerlicher Wurm an. Der schleimige Parasit dringt in seinen Körper ein und verursacht unschöne Veränderungen. Grants plötzlicher Heißhunger auf rohes Fleisch, das Verschwinden sämtlicher Haustiere in der Umgebung und die üblen Geschwüre in seinem Gesicht verheißen nichts Gutes.

Bald kommt ans Licht, dass ein außerirdisches Wesen Grant als Wirt benutzt, um die Erdbevölkerung durch das Verteilen unzähliger Maden in Zombies zu verwandeln. Doch die Alien-Kreatur unterschätzt nicht nur Grants Zuneigung zu seiner Frau, sondern auch Sheriff Bill Pardy (Nathan Fillion, "Firefly"). Dieser setzt alles daran, die Invasion der Aliens aufzuhalten ...

Mahlzeit

Für die Zugaben der DVD ließ sich der 1970 in Saint Louis geborene Drehbuchautor und Regisseur James Gunn Amüsantes einfallen. In "Schleimspur am Set" hetzt sich Hauptdarsteller Nathan Fillion mit einer Digicam bewaffnet ab, um auf chaotische Art und Weise Cast & Crew-Mitglieder vorzustellen.

Slither: Sie sind in uns Das "Video-Tagebuch" steuerte Gunns Mentor Lloyd Kaufman bei, Mitbegründer der populären Trashfilm-Schmiede Troma. Neben Making ofs wie "Slither: Kranke Köpfe & Schleimige Zeiten" und "Würmer, Zombies, Mutationen: Die Slither-Monstermacher" lohnt auch "Man nehme…: Die Blutkocher vom Gorehound Grill". Darin erklärt der für die Spezialeffekte verantwortliche Kurt Jackson in TV-Koch-Manier, wie man aus heißem Wasser, Schokoladensirup und roter Lebensmittelfarbe genießbares Filmblut zaubert.

Fazit

Film-Check: James Gunn lieferte mit seinem Spielfilmdebüt eine sinnfreie, schwarzhumorige und alles andere als blutarme Zombie-Komödie ab, die allerdings erst nach etwa einer halben Stunde Fahrt aufnimmt. Dass Gunn dabei ungeniert von Genre-Vorbildern aus den achtziger Jahren abgekupfert hat, nimmt man dem Autoren von "Dawn of the Dead" oder "Scooby Doo" nicht weiter übel.Die Low-Budget-Hommage unterhält mit passend platzierten Schockmomenten, gelungenen CGI-Effekten und einem ordentlichen Splatter- und Ekelfaktor. B-Movie-Freunde liegen mit diesem zwar nicht übermäßig originellen, aber dennoch irrwitzigen Streifen richtig.
DVD-Fazit: Sowohl audiovisuell als auch in punkto Ausstattung hinterlässt die Single-Disc einen positiven Eindruck. Für knapp fünf Euro mehr können sich alle Trashfilm-Fans eine Limited Edition als Rucksack mit T-Shirt zulegen.

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