Helden, Mädchen und Raketen -- das Art-Déco-Abenteuer entführt Sci-Fi-Fans in eine Welt aus dem Computer
Vom Kurz- zum Spielfilm
Film-Freaks sollten im Bonusmaterial unbedingt einen Blick auf "Der Original 6-Minuten-Kurzfilm" werfen. Der Clip zeigt den Anfang von "Sky Captain and the World of Tomorrow" wie ihn der Autor und Regisseur Kerry Conran selbst in Heimarbeit produzierte. Dazu modellierte er eigenhändig zahlreiche Kulissen und Fahrzeuge an seinem Apple Mac II und fügte später reale Bluescreen-Aufnahmen von Laienschauspielern ein, die er in seinem Arbeitszimmer filmte.
Das Ergebnis ist mehr als beeindruckend und weicht im Ablauf nur marginal von der später mit einem ungleich höheren Rechenaufwand,produzierten Szene im Kinofilm ab. Keine einzige Einstellung gelangte ohne aufwändige Nachbearbeitung in den fertigen Streifen. So wurden z.B. für die "Rolle" des Dr. Totenkopfs Aufnahmen von Hollywood-Legende Laurence Olivier (1907-1989) digitalisiert und in den Film kopiert.
Wie es zu dem stromlinienförmigen Art-Déco-Look kam, erklärt Kerry Conran ausführlich in "Die Grafik von World of Tomorrow". Sowohl die Designer als auch die Computergrafiker haben sich von bedeutenden Visionären der 30er-Jahre inspirieren lassen. Dabei widmeten sie sich vor allem den Kohlezeichnungen des Architekten und Grafikers Hugh Ferris sowie Entwürfen der beiden Industrie-Designer Bel Geddes und Raymond Loewy. Daraus wurde schließlich der typische Look der 30er- und 40er-Jahre entwickelt, der sich in der Architektur von "Sky Captain and the World of Tomorrow" so gelungen wiederspiegelt.
