14. Dezember 1941: Eine Woche ist es nun her, dass die Japaner Pearl Harbor bombardiert haben. Zeit für einen Gegenschlag...
Von hand: Torpedo- und Zielkurs manuell zu kalkulieren erfordert trotz des Torpedorechners viel Zeit und Geschick.
Der Vorgänger "Silent Hunter 3" war optisch eine Wucht, schwächelte aber bei der Kampagne gewaltig. Die Missionsfolge plätscherte buchstäblich vor sich hin. Außerdem hätten wir uns die U-Boot-Simulation vor zwei Jahren etwas einsteigerfreundlicher gewünscht. Potenzial für Verbesserungen war also vorhanden.
Und Ubisoft hat sich unsere Kritik zu Herzen genommen. Die Kampagne ist dank regelmäßiger Funksprüche und Filmsequenzen nicht nur deutlich atmosphärischer, sondern mit diversen Sonderaufträgen auch abwechslungsreicher. Mal sollen wir geheime Fotos schießen, mal einen Agenten absetzen, mal Wache schieben. In erster Linie steht in unserem Auftragsbuch aber auch diesmal "Zerstören Sie feindliche Schiffe". Und das gelingt mal leichter, mal schwerer -- abhängig von der gewählten Realismusstufe. Experten (und nur die!) zielen manuell, alle anderen freuen sich über die Automatikfunktion, die schnelle Treffer ermöglicht. Ein richtiges Tutorial gibt es aber leider immer noch nicht.
Seitenwechsel
Von vorne: Das schon beim Vorgänger gute Schadensmodell wurde weiter verfeinert. (PC)
Kommandierten wir bei "Silent Hunter 3" noch U-Boote der Deutschen, so befinden wir uns zu Beginn der neuen Kampagne an Bord der USS Polack. Es ist der 14. Dezember 1941, gerade mal eine Woche ist seit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor vergangen. Die Besatzung sinnt auf Rache, doch bis wir die japanische Küste erreichen, dauert es lange. Sehr lange. Selbst bei maximaler Zeitbeschleunigung ca. 25 Minuten.
In der Praxis werden wir aber des Öfteren auf feindliche Schiffe stoßen, die wir mal mit Torpedos, mal mit dem Deckgeschütz ins Visier nehmen. Letzteres gestaltet sich wegen der heftigeren Wellenphysik nun schwerer als noch im Vorgänger.
Auf Grund der neuen Automatikfunktion müssen wir uns nun weniger intensiv mit der Mannschaftsaufstellung befassen. Matrosen werden meist optimal eingeteilt und in die Kajüten geschickt, wenn sie mal müde sind.
Leider ist "Silent Hunter 4" nicht frei von Bugs. So werden Torpedos gelegentlich nicht automatisch nachgeladen. Diesen Fehler kennen wir schon aus dem Vorgänger, wo er später mit einem Patch behoben wurde. Wieso das Problem nun wieder auftritt, ist uns ein Rätsel. Außerdem blieb unser Schiff beim Test mehrmals einfach stehen.
