Silent Hunter 3

Test

Mit einem extremen Maß an Realismus und einer vielfältigen Mann-schaftsverwaltung weckt Ubisoft den U-Boot-Kommandanten in Ihnen.

W er vor 24 Jahren Jürgen Prochnow als U-Boot-Kapitän erlebt hat und sich noch heute gerne erinnert, darf mit "Silent Hunter 3" selbst abtauchen -- realistisch wie nie zuvor.

STORY: Bevor Sie 1939 Ihre Karriere als Kapitän eines deutschen Typ-II-U-Bootes beginnen, lernen Sie in fünf Prüfungen Tiefenruder, Sonar und Seerohr kennen. Die Kampagne wirkt uninspiriert, immer wieder schickt man Sie in ein bestimmtes Meeres-Planquadrat, wo Sie bei Patrouilleaufträgen Seemeilen fressen. Spannender sind zehn Einzelmissionen, in denen Sie beispielsweise das beschädigte Schlachtschiff Bismarck vor dem Todesstoß bewahren -- aufregend!

SPIEL: 100 Prozent Realismus -- wer auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad in See sticht, sollte die Gene von mindestens drei U-Boot-Leutnants in sich tragen. Spaßspieler aktivieren Hilfen, etwa die unbegrenzte Batterieladung oder die automatische Schiffserkennung, die lästiges Blättern im Erkennungshandbuch erspart.

Oft schippern Sie lange herum, bis Sie ein lukratives Ziel für Ihre Torpedos entdeckt haben. Immerhin können Sie die Zeit bis zum Faktor 1024 beschleunigen. Haben sie endlich ein Handelsschiff ausgemacht, wird dieses oft eskortiert. Also müssen Sie zunächst die Lage der feindlichen Zerstörer sondieren und vor dem Torpedoabschuss schon den Fluchtweg ausbaldowern. Am actionreichsten wird "Silent Hunter 3", wenn Sie mit der Bordkanone direkt attackieren oder sich mit dem Flak gegen Luftangriffe wehren.

Sie sind im Boot nicht alleine. Offiziere nehmen Kommandos entgegen, Matrosen zielen und feuern in Ihrem Auftrag. Da Sie Ihre Mannschaft stets in die nächste Mission übernehmen und müde Krieger sogar zum Schlafen schicken müssen, bauen Sie nach und nach eine Beziehung zu Ihren Kameraden auf. Es zahlt sich aus, ein Auge auf das Wohl der Männer zu haben, denn erfahrenere Torpedoschützen treffen besser als Frischlinge von der Akademie.

Atmosphärisch ist "Silent Hunter 3" kaum zu toppen. Wenn im Surround-Sound die Bootwände knarzen, das Sonar pingt und Ihr Offizier seine Statusberichte flüstert, kommt perfekte "Das Boot"-Stimmung auf.

FAZIT: Wechselbad der Gefühle -- langwierige Fahrten stehen hier neben superspannenden und sehr gut inszenierten Kampfeinsätzen. Zwar kann man Hilfen zuschalten und den Realismusgrad mindern, trotzdem sollten sich nur Spieler mit einem Faible für Detailarbeit unter Wasser begeben!SZ

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