Silent Hill: The Short Message - Eine andere Art von Horror und kein "echtes" Silent Hill

Special Michael Grünwald
Nahaufnahme von Anitas Gesicht
Quelle: Konami

Per Shadowdrop erschien Silent Hill The Short Message im Anschluss an Sonys State of Play. Wir haben den Mix aus der Demo P.T. und Life is Strange gespielt.

Verfolgungsjagd durchs Dunkel

Größtenteils ist es unsere Aufgabe, bestimmte Dinge zu suchen und uns einen Weg durch die düsteren Gänge des Gebäudes zu bahnen. Wir können weder sprinten noch klettern und auch mit den meisten Objekten können wir nicht interagieren. Die Antworten, die wir auf unserem Mobiltelefon verschicken, sind alle vorgegeben. Lediglich Türen lassen sich öffnen.

Wenn wir so durch die finsteren Abschnitte schlendern, erinnert The Short Message in seiner Art und Weise tatsächlich an die mittlerweile nicht mehr spielbare P.T.-Demo - allerdings mit mehr Story und dafür deutlich weniger Horror.

Doch es gibt sie auch, die actiongeladenen, gruseligen Abschnitte. An manchen Stellen der Geschichte erscheint ein weiblich anmutendes Wesen, das uns so lange verfolgt, bis wir es in hellere Bereiche schaffen.

Ein düsterer Gang, an dessen Ende eine Kreatur steht Quelle: Konami Unsere Spielfigur sprintet in diesen Sequenzen automatisch, wir müssen der riesigen Erscheinung ausweichen und in diesen Stresssituationen den richtigen Weg finden. Der Wechsel des Gameplays in diesen Momenten tut dem Spiel gut und bringt ein wenig Abwechslung in den ansonsten recht unspektakulären Titel. Das klingt zwar nach Kritik, soll aber keine sein, schließlich liegt das Hauptaugenmerk auf der dichten Atmosphäre.

Wenig Grusel

Ein bisschen mehr Horror hätte The Short Message aber durchaus vertragen. Die gruselige Grundstimmung und die actionreichen Abschnitte sorgen zwar zwischendurch immer wieder für einen etwas erhöhten Puls, doch so richtig gefürchtet haben wir uns über die komplette Spieldauer hinweg nicht.

Blick in ein verwüstetes Zimmer des Gebäudekomplexes Quelle: Konami/PC Games Selbst die Verfolgungssequenzen nutzen sich sehr schnell ab, da die Kreatur keine wirkliche Gefahr darstellt. Hat sie uns doch mal erwischt, spult die Zeit zurück und wir dürfen kurz zuvor wieder einsteigen.

Im letzten Kapitel nutzt sich das Gameplay nicht nur ab, sondern nervt an einem Abschnitt sogar ziemlich stark. In einem Wirrwarr an Räumen sollen wir fünf Fotos finden, um eine versperrte Tür aufzubekommen. Wir erhalten jedoch keine Anhaltspunkte, wo wir suchen sollen und stoßen nur mit Glück auf die Bilder. Uns auf den Fersen ist dabei die ganze Zeit die besagte Kreatur. Was uns Schauder über den Rücken jagen sollte, frustriert ab einem gewissen Zeitpunkt viel mehr. Zumindest ein paar Hinweise zu den versteckten Fotos hätten wir in diesem Gebiet gerne erhalten.

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