Sifu in der Vorschau: Prügelspaß bis ins hohe Alter - im wahrsten Sinne des Wortes

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Sifu in der Vorschau: Prügelspaß bis ins hohe Alter - im wahrsten Sinne des Wortes
Quelle: Sloclap

Nach dem recht erfolgreichen Online-Kampfspiel Absolver möchte das französische Entwicklerstudio Sloclap nun mit dem Beat 'em up Sifu den nächsten Coup landen. Wir konnten bereits eine Demo des Martial-Arts-Inspirierten Action-Adventures testen und verraten euch in unserer Vorschau plus Video unsere Eindrücke.

Nachdem 2021 ein eher unterdurchschnittliches Gaming-Jahr war, erwartet uns 2022 eine riesige Palette an Blockbuster-Titeln und Indie-Spielen. Sifu ist eines davon und obwohl es ursprünglich für 2021 angekündigt wurde, kam Mitte des Jahres die Verschiebung auf den 8. Februar 2022.

Das Entwicklerstudio will seiner bisherigen Linie treu bleiben und mit dem in China angesiedelten Kampfspiel für viel Action und Prügeleien auf dem PC und konsolenexklusiv auf der Playstation 4 und 5 sorgen. Die ersten Eindrücke der Demo sind dabei sehr vielversprechend. Wir sagen euch, ob das Combat-System mehr hergibt als nur simples Draufhauen.

Der Protagonist in Sifu (jetzt kaufen 29,40 € / 9,49 € ) hat es alles andere als leicht. Seine Familie wurde ermordet und er muss sich alleine zahlreichen Feinden stellen, um die Mörder zu finden und Rache nehmen zu können. Dabei helfen ihm die Lehren seines Vaters, der ein beeindruckender Kung-Fu-Meister war und ihn, seit er klein war, ausgebildet hatte. Vom Kampf mit bloßen Händen über Stäbe und Messer: Die Fähigkeiten sind sehr umfangreich.

1. Meistere die Lehren des Kung-Fu

Das Wuguan ist Dojo und Wohnort des Protagonisten. Quelle: PC Games Das Wuguan ist Dojo und Wohnort des Protagonisten. In dem Level, das in der Demo verfügbar ist, begeben wir uns in einem zwielichtigen Nachtclub auf die Suche nach Sean, einem ehemaligen Trainingspartner. Hier müssen wir uns durch allerlei kriminelles Gesindel kämpfen und Informationen beschaffen, die uns bei der Suche helfen. Dabei wartet auch der ein oder andere knifflige Gegner auf uns, bis wir schließlich an der Tür ankommen, die zu den drei Prüfungen der Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Ausdauer führt.

Die wenigsten Personen, die wir auf dem Weg dorthin treffen, sind uns freundlich gesinnt, weswegen unsere Kampffähigkeiten durchweg auf die Probe gestellt werden. Doch es gibt auch eher harmlose Charaktere, die uns im Austausch dafür, dass wir sie verschonen, nützliche Infos liefern.

2. Easy to learn, hard to master

Man bekommt es oft mit einer Vielzahl von Feinden zu tun. Quelle: PC Games Man bekommt es oft mit einer Vielzahl von Feinden zu tun. Das Kampfsystem ist auf den ersten Blick übersichtlich. Es gibt leichte und schwere Angriffe, eine Handvoll Kombomöglichkeiten für die Offensive und eine Block- und eine Ausweichtaste für die Defensive. Das bloße Drücken der Knöpfe macht einen aber noch längst nicht zum Kung-Fu-Meister.

Richtig getimtes Blocken bringt, wie in vielen Fighting-Games üblich, die Möglichkeit, einen direkten Gegenangriff zu starten. Die Wirksamkeit der verschiedenen Angriffe ist abhängig von der Umgebung des Kampffeldes. So können wir beispielweise Gegner gegen eine Wand schubsen oder ein Geländer hinunterwerfen, um uns ihrer zu entledigen. Mit bestimmten Komboangriffen bringen wir sie zu Fall und kontern Schläge durch geschicktes Ausweichen.

Wenn man die Angreifer lange genug bearbeitet, bricht ihre Deckung und man hat die Möglichkeit, einen Finisher-Move auszuführen, der etwas Gesundheit regeneriert. Je mehr Feinde man ausschaltet, umso mehr wächst außerdem die Fokusleiste unseres Charakters. Ist sie voll, kann man starke Fokus-Angriffe ausführen, die einiges an Schaden verursachen.

Allerdings müssen wir uns beim Kämpfen nicht nur auf unsere Fäuste und Handkanten verlassen. Hier und da liegen auch mal ein Baseballschläger oder andere Waffen herum, die uns im Kampf große Vorteile bringen. Dabei kann man auch durchaus kreativ sein, denn selbst Flaschen und Möbelstücke können helfen, Angreifer schneller auszuschalten. Jede Waffe hält aber nur vorübergehend und geht nach zu viel Einsatz kaputt.

3. Was uns umbringt, macht uns nur stärker

Mithilfe dieses Amuletts bedeutet jeder Tod nur mehr Stärke. Quelle: PC Games Mithilfe dieses Amuletts bedeutet jeder Tod nur mehr Stärke. Gerade am Anfang, wo wir uns erst einmal in die Steuerung reinfinden mussten, sind wir in der Demo ziemlich häufig gestorben. Das ist in Sifu aber alles andere als negativ, nein, es ist sogar zu einem gewissen Grad notwendig. Denn nach jedem Tod altern wir mithilfe eines Amuletts an unserem Gürtel um eine gewisse Anzahl Jahre, je nachdem, wie groß der momentane Death-Counter ist. Je älter, desto stärker wird unser Charakter, allerdings auf Kosten der Gesundheitsleiste.

Das System dahinter soll die Entwicklung vom unerfahrenen Schüler zum allwissenden Meister versinnbildlichen, der mit jedem Jahr mehr an Kraft und Erfahrung dazugewinnt. Außerdem kann man bei jedem Tod auf den Fähigkeitenbaum zugreifen und neue, stärkere Techniken und Kombos freischalten.

Nichtsdestotrotz sollte man es mit dem Sterben nicht übertreiben, denn wenn man zu alt wird, heißt es: Game Over. Man startet dann wieder im Dojo, in dem unser Charakter lebt, und muss den Level von vorne beginne. Das sorgt für ein gewisses Rogue-lite-Feeling, da man sich mit jedem Durchlauf verbessert und neue Kampfstrategien herausfindet. Es ist ohnehin ratsam, Level öfter zu spielen, da man mit der Zeit Dinge freischaltet, die in vorherigen Abschnitten neue Secrets offenbaren und einen bis dahin verschlossene Türen öffnen lassen.

Zumindest dann, wenn das Spiel dabei nicht crasht. Denn nun kommen wir zu dem, woran bis zu Release wirklich noch gearbeitet werden sollte.

4. Schönes Setting, aber teils schlechte Technik

Auf der Reise erwarten einen starke Gegner. Hier heißt es ohne ausreichend Übung auch mal schnell Endstation Quelle: PC Games Auf der Reise erwarten einen starke Gegner. Hier heißt es ohne ausreichend Übung auch mal schnell Endstation An der Grafik gibt es in Sifu kaum etwas zu bemängeln. Der Artstyle wirkt realistisch und dabei trotzdem künstlerisch, auch, wenn manchmal die Gesichter der Charaktere nicht überzeugen. Was viel mehr auffällt, ist die schwankende Performance. Beim Spielen auf unserem potenten Gaming-PC gab es teilweise starke Framedrops und Lags, die oft nicht mal durch zu viel Traffic auf dem Bildschirm ausgelöst wurden, sondern einfach willkürlich auftraten.

Genauso willkürlich wie die Crashes. Fünf von ihnen gab es in knapp fünf Stunden Spielzeit. Mal mitten im Kampf, mal beim Durchschreiten einer Tür und mal einfach beim Erkunden eines Raumes. Das ist wirklich nervig, da man dadurch jedes Mal das Spiel neustarten muss. Der Fortschritt des Raumes, in dem man gerade ist, bleibt zwar zum Glück gespeichert, aber das rechtfertigt die Abstürze natürlich nicht.

Auch beim Sound gibt es derzeit noch Probleme. Zwar verfügt das Spiel über Sprachausgabe, die Dialoge sind aber oftmals nicht optimal abgemischt. Die Lautstärke ändert sich, je nachdem, in welche Richtung man die Kamera dreht, und die vertonten Zeilen unseres Protagonisten sind so leise, dass man sie kaum versteht.

Darüber hinaus sind uns hier und da noch einige kleinere Fehler aufgefallen, zum Beispiel, dass Gegner manchmal eine Tür nicht passieren konnten oder nicht mehr angriffen, oder dass Charaktere plötzlich verschwanden und an anderer Stelle wieder auftauchten. Das ist natürlich nicht wirklich schwerwiegend, aber trotzdem unnötig und ausbesserbar.

Nachdem wir alles Sehenswerte in der Demo erlebt haben, blicken wir aber trotzdem größtenteils positiv dem Release entgegen. Sloclap bleibt in seiner Komfortzone der Kampfspiele und liefert ein spaßiges und innovatives Martial-Arts-Abenteuer, das uns ständig motiviert hat, neue Techniken und Fähigkeiten zu erlernen und zu meistern.

Wenn es die Entwickler bis zum 08. Februar schaffen, die technischen Mängel der Demo im fertigen Spiel zu beheben und die Animationen und Sprachausgaben zu perfektionieren, könnte Sifu auf jeden Fall eines der Highlights im kommenden Gaming-Jahr werden und Action-Fans einige Stunden Spaß bringen.

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