Steve Martin verdreht nach seiner eigenen Buchvorlage als reicher Traumprinz der mittellosen Claire Danes den Kopf
Eigentlich kam Mirabelle Buttersfield (Claire Danes) von Vermont nach Los Angeles, um ihr Leben zu genießen. Doch der Traum vom Glück hat sich noch nicht erfüllt. Die junge Frau verkauft in einem Nobelkaufhaus Damenhandschuhe, hat kaum Freunde und verbringt die meiste Zeit deprimiert in ihrer kleinen Wohnung. Die Affäre mit dem planlosen, verlotterten Jeremy (Jason Schwartzman) ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, spendet aber immerhin etwas Trost.
Mirabelles Mauerblümchen-Leben ändert sich schlagartig, als der charmante, ältere Ray Porter (Steve Martin) in ihr Leben tritt. Er ist reich, attraktiv und überhäuft sie mit teuren Geschenken. Ist er der Traummann, auf den Mirabelle immer gewartet hat? Während sie ihr Glück kaum fassen kann, bemüht sich Jeremy um bessere Manieren und bildet sich mit diversen Beziehungsratgebern weiter.
Multifunktionell
Cineasten ist der inzwischen sechzigjährige Steve Martin hinlänglich als Schauspieler ("Im Dutzend billiger", "Vater der Braut") sowie als Produzent ("L.A. Story") bekannt. Obendrein hat sich der Texaner in Hollywood einen Namen als Autor gemacht. So basiert "Shopgirl" nicht nur auf dem von ihm verfassten gleichnamigen Roman, Martin schrieb außerdem das Skript und übernahm die Rolle des Ray Porter. Lediglich die Regiearbeit überließ er Anand Tucker ("Hilary and Jackie", 1998).
Im Bonusmaterial der DVD kommt der in Thailand geborene Filmemacher Anand Tucker leider nicht zu Wort. Die kurzen Interviews mit Steve Martin (2:23), Claire Danes (2:59) und Jason Schwartzman (1:46) bieten eher karge Hintergrundinformationen. Ein etwa 15-minütiges Making of zeigt die Schauspieler am Set und die Crew hinter der Kamera -- allerdings bleiben die Aufnahmen ohne Kommentar.SN ?
