Shin Megami Tensei 3 Nocturne HD Remaster: wir haben die ersten Stunden des JRPG gespielt

Special Yannik Cunha Katharina Pache
Shin Megami Tensei 3 Nocturne HD Remaster: wir haben die ersten Stunden des JRPG gespielt
Quelle: Atlus

Persona-Fans, aufgepasst: Mit Shin Megami Tensei 3 Nocturne HD Remaster kommt die Schwesterserie der beliebten JRPG-Reihe auf PS4, Steam und Switch. Wir haben den Anfang des Remaster gespielt und verraten, was euch in diesem Rollenspiel erwartet.

Mit Shin Megami Tensei 3 Nocturne HD Remaster bringt Publisher und Entwickler Atlus einen JRPG-Klassiker von der Playstation 2 auf die aktuellen Heimkonsolen und den PC. Wie in Persona 5, das übrigens im gleichen Universum spielt, finden wir uns in Tokio wieder. Jedoch wird schnell klar, dass sich hier in naher Zukunft einiges ändern wird, denn das Spiel läutet unkonventionell schon gleich zu Beginn das Ende der Welt ein. Wie sich unser Held im neuen Tokio schlägt und ob das Remaster von SMT 3 heutigen Standards gerecht wird, erfahrt ihr in unserer Preview!

Der Anfang vom Ende

Kommen wir also zurück zum Weltuntergang: Eigentlich wollten wir nur unsere Lehrerin Frau Takao im Krankenhaus besuchen, schnell bekommen wir aber Wind von einem Gerücht, das besagt, Dämonen seien bei einem Protest gesichtet worden und hätten Menschen getötet. Doch nicht nur dieser Umstand sorgt für Beunruhigung, denn das besagte Krankenhaus, in das wir uns begeben, scheint bis auf unsere Mitschülerin Chiaki Tachibana komplett menschenleer zu sein.

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Trotzdem wagen wir die Wanderung durch die monotonen, verlassenen Korridore des Krankenhauses, um besagte Lehrerin zu finden. Wir, das ist der Hauptcharakter des Spiels, ein junger Mann, dessen Namen wir bestimmen, dessen Aussehen jedoch nicht.

Schon in der ersten, ominösen halbe Stunde verdichten sich die Hinweise, dass in der Spielwelt etwas Schlimmes vor sich geht. Quelle: Atlus Schon in der ersten, ominösen halbe Stunde verdichten sich die Hinweise, dass in der Spielwelt etwas Schlimmes vor sich geht. Letztendlich finden wir die nette Dame, nur um zu erfahren, dass sie nun die "Empfängnis" einleiten wird. Eine Cutscene und viele Fragezeichen später finden wir uns in einem völlig zerstörten Tokio wieder. Obendrein werden wir von einem Kind und einer Frau in einen Dämonen verwandelt, damit wir in dieser neuen, postapokalyptischen Welt überleben können. Zwar ähneln einige der Schauplätze ihrem Zustand von vor der Katastrophe, das meiste Drumherum gleicht allerdings eher einer Ruine als einer Stadt. Ganz alleine sind wir trotzdem nicht, denn wir können mit Geistern kommunizieren! Manchmal geben uns die toten Seelen sowie freundliche Dämonen interessante Einblicke in die Welt oder bescheren uns Items, andere Male lesen wir witzige Dialoge, aber manchmal werden wir aus den Dialogen der Geister auch einfach nicht schlau. Rasch fällt ein Relikt aus alten Spieletagen auf: Um die Räume zu betreten, müssen wir stets kurz einen Ladebildschirm abwarten.

Kurz gesagt: Persona

Falls wir uns entscheiden, den angekündigten Maniax-DLC zu kaufen, treffen wir auf Dante aus Devil May Cry 2! Allerdings ist der Zusatzinhalt bislang nur für die japanische Fassung des Remaster bestätigt. Quelle: Atlus Falls wir uns entscheiden, den angekündigten Maniax-DLC zu kaufen, treffen wir auf Dante aus Devil May Cry 2! Allerdings ist der Zusatzinhalt bislang nur für die japanische Fassung des Remaster bestätigt. Die Kämpfe in Shin Megami Tensei hingegen spielen sich fast identisch ab wie in Persona 5, nämlich rundenbasiert. Auch hier gibt es die Mechanik, dass wir einen weiteren Zug spendiert bekommen, wenn wir die Schwäche des Gegners ausnutzen. Dies wird, wie anscheinend vieles, kaum vom Spiel erklärt - aber jetzt wisst ihr ja Bescheid. Das besondere Merkmal des Universums, des Spiels und des Kampfsystems sind jedoch die Dämonen. Diese können wir während einer Auseinandersetzung anheuern, indem wir einfach mit ihnen reden. Die einen wollen Geld, die anderen Items und manche möchten nur, dass man ihnen eine sympathische Antwort gibt.

Einmal angeheuert, stehen sie uns mit voller Kraft zur Seite. Sie unterstützen nicht nur unseren Protagonisten, sie sind zudem fester Bestandteil unseres Teams. Da wir, Genre-untypisch, keine festen Mitglieder an unserer Seite haben, wird uns viel Spielraum bei der Gestaltung des Teams geboten. Wir basteln die Truppe aus den Dämonen zusammen, mit der wir so gut wie möglich gegen jegliche Art von Gegner gewappnet sind. Doch nicht genug der Dämonen: Wir können unsere dunklen Begleiter sogar fusionieren, um aus ihnen neue Kreaturen zu erschaffen. Dies sorgt für immense Motivation: Wir versuchen natürlich, alle Gegner zu fangen, um durch deren Kombination potenziell noch stärkere Partner zu erhalten.

Wie zuvor erwähnt sind wir außerdem selbst ein Dämon. Zwar können wir selbst nicht mit anderen Monstern fusionieren, stattdessen aber eine dunkle Kraft namens Magatama absorbieren. Sie verleiht uns verschiedene Boni auf Attribute wie Stärke, Vitalität oder Glück. Wir müssen also gut überlegen, welche Position unser Held im Kampf bekleiden soll und demzufolge unsere Kraft wählen. Doch hier hören die Anpassungsmöglichkeiten nicht auf, denn bei jedem Aufleveln haben wir die Möglichkeit, einen Skill-Punkt selbst zu verteilen. Bevor wir also in ein Attribut investieren, müssen wir abwägen, wie wir uns, den einzigen festen Bestandteil der Gruppe spezialisieren wollen.

Für wen ist das Remaster?

Zwar können wir viele Dämonen für uns gewinnen, andere haben jedoch so gar keinen Bock auf uns! Quelle: Atlus Zwar können wir viele Dämonen für uns gewinnen, andere haben jedoch so gar keinen Bock auf uns! Shin Megami Tensei 3 Nocturne HD Remaster (jetzt kaufen 24,99 € ) verspricht in den ersten drei Stunden eine interessante Story rund ums Ende und den Neuanfang der Welt. Was wir bereits jetzt mit Sicherheit sagen können, ist, dass das Sammeln und Kombinieren der "Feinde" großen Spaß und ein Gefühl von Befriedigung beschert, und zwar immer dann, wenn wir ein starkes neues Teammitglied für uns gewinnen. Ebenfalls verleihen die Extrarunden, die wir im Kampf mit etwas Planung absahnen, den Auseinandersetzungen eine zwar innerhalb der Serie bekannte, aber immer willkommene taktische Tiefe. Zudem sollte man nicht aus den Augen (oder eher Ohren) verlieren, dass die Serie jedes Mal mit einem fetzigen Soundtrack um die Ecke kommt, der sich sofort ins Trommelfell brennt, so auch bei diesem Teil.

Auf der anderen Seite merkt man dem Titel sein Alter auch im Remaster an. Die Texturen wurden überarbeitet, dennoch sehen die Umgebung zumindest im Anfangsbereich recht eintönig aus. Dazu werden Kämpfe nur durch Zufallsbegegnungen initiiert, bei den meisten modernen japanischen Rollenspielen sind Feinde heutzutage zu sehen und wir können uns aussuchen, ob wir sie angreifen oder nicht. Auch die Animationen sind dem ersten Anschein nach sehr simpel gehalten. Kurz gesagt: Es handelt sich eben um ein Remaster, nicht um ein Remake.

Fans von Persona und JRPG-Liebhaber, die Shin Megami Tensei 3 auf der Playstation 2 nie gespielt haben, sollten sich den 25. Mai 2021 im Kalender markieren, denn dann beginnt auf Nintendo Switch, PS4 und dem PC die Apokalypse in der Remaster-Fassung. Ein Budget-Titel ist die überarbeitete Version des Rollenspiels allerdings nicht, knapp 50 Euro schlägt die normale, knapp 70 Euro die Deluxe Edition auf Konsole zu Buche. Ebenfalls in absehbarer Zeit dürft ihr auch auf die Fortsetzung Shin Megami Tensei 5 freuen.

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