"Das Zeitalter der Spielmechaniken ist vorbei" - sagt Shadow of the Colossus-Schöpfer
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Fumito Ueda, der Schöpfer von Shadow of the Colossus und ICO, ist der Ansicht, dass das Zeitalter der Spielmechaniken vorbei ist. Heute ginge es eher darum, bestehende Mechaniken zu verfeinern und zu verbessern.
Obwohl es sie schon wieder seit fast 70 Jahren gibt, sind die Videospiele noch immer ein vergleichsweise junges Medium. Dennoch hat sich in der Zeit natürlich viel getan und verändert. Das gilt sowohl für die technische Seite, die immer realistischere und größere Spielwelten ermöglicht, als auch für die Gameplay-Komponente und das Storytelling.
Fumito Ueda, der Schöpfer von Titel wie ICO oder Shadow of the Colussus, hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, weil er geäußert hat, dass seiner Meinung nach "die Ära der Spielmechaniken" vorbei sei. Studios ginge es heutzutage nicht mehr darum, neue Möglichkeiten auszutesten und neue Mechaniken zu erfinden, sondern vor allem darum, bestehende Mechaniken zu verbessern. Das sei aber nicht nur etwas Schlechtes.
Gibt es keine neuen Spielmechaniken mehr?
Ueda war kürzlich Teil eines Interviews von DenfaminicoGamer, bei dem auch der Katamari-Schöpfer Keita Takahashi zugegegen war. Takahashi und Ueda sind privat sei langem gute Freunde. Eigentlich ging es in dem Interview vor allem um Takahashis neuestes Spiel "to a T", das im Mai 2025 erschienen ist.
Takahashi erinnert sich dabei, dass er Ueda nicht ganz erklären konnte, was sein Spiel eigentlich sei, was diesem aber gut gefallen habe. Ueda selbst ist sich nicht ganz sicher, warum er das so empfand, allerdings ist er grundsätzlich neuen Ideen sehr zugetan. Er äußert dann seine Vermutung, dass die Ära der Spielmechaniken schlicht vorüber sei. Takahashi wendet ein, dass Ueda das schon seit dem Release von Journey behauptet.
Die beiden Entwickler-Legenden führen aus, dass es früher vor allem darum ging, neue Dinge auszuprobieren. Gerade beim Sprung von 2D auf 3D entstanden viele einzigartige Spiele wie etwa die Katamari-Serie, die ein gänzlich neues Spielgefühl vermittelten. Heutzutage ginge es eher darum, auf bestehenden Mechaniken aufzubauen.
Ueda stellt aber klar, dass er das nicht zwingend als etwas Negatives ansieht. Es sei gut und wichtig, bestehende Mechaniken zu verfeinern und viele Spieler seien schon mit ihnen vertraut.
Einerseits ist die Kritik, dass viele Spiele sehr gleichförmig oder von Haus aus Sequels sind, nicht unbedingt neu. Andererseits wird etwa im VR-Markt noch immer viel herumexperimentiert und auch Spiele wie Death Stranding oder Donkey Kong Bananza bieten Erfahrungen, die es in dieser Form vorher kaum gab. Die einzelnen Teile sind dabei zwar nicht zwingend komplett neu, die Zusammensetzung allerdings schon.
Quelle: DenfaminicoGamer via VideoGamer
