Serious Sam 4: Planet Bad Ass in der E3-Vorschau - Wunderbar trashiges Oldschool-Geballer

Special Christian Dörre
Serious Sam 4: Planet Bad Ass in der E3-Vorschau - Wunderbar trashiges Oldschool-Geballer (5)
Quelle: Croteam

Im Rahmen der E3 2018 in Los Angeles wurde uns auch der neueste Teil der Kult-Reihe Serious Sam präsentiert. Dabei zeigte man uns nicht nur, dass Planet Bad Ass das Flair der Serie super einfängt, sondern auch, dass einige neue Facetten ihren Weg ins Spiel gefunden haben und man nun gegen zehntausende Gegner gleichzeitig antreten darf.

Sich so glattgeleckte Triple-A-Blockbuster-Shooter wie Call of Duty 180 oder Battlefield 94 anschauen kann ja jeder. Wir hingegen besuchten auch Devolver Digital und stiegen dort mit einem uns bis dahin unbekannten Kroaten in einen dunklen Wohnwagen, um uns das Macho-Monster-Gemetzel Serious Sam 4 (jetzt kaufen 38,99 € ): Planet Bad Ass vorspielen zu lassen. Bereits nach ein paar Minuten hätten wir liebend gerne selbst zu Maus und Tastatur gegriffen, doch der Titel befindet sich leider noch im Pre-Alpha-Stadium, sodass die Entwickler vom Croteam noch niemand anderem ihr schießwütiges Baby anvertrauen. Dennoch kommen wir als Freunde der spaßigen Hirn-aus-Feuer-frei-Reihe nicht aus dem Grinsen heraus. Mehr Bad Ass geht einfach nicht!

Splatter, Radau und viel Freiraum

Die Entwickler zeigen uns einen der etwas offeneren Level in Frankreich. Sam ist auf der Suche nach seinem französischen Kontaktmann, findet aber nur eine zerfetze Leiche, an der sich gerade ein glubschäugiges Monster labt. Statt sofort das Feuer zu eröffnen, hält Sam das Alien jedoch erstmal für seinen Kontaktmann und plaudert drauflos. Hach, was haben wir diesen herrlich blöden Macho doch vermisst! Sam wird auch schließlich klar, dass ein Franzose doch zumindest ein bisschen menschlicher aussieht und lässt das Monster mit ein paar Schüssen aus seiner Schrotflinte zerplatzen. Danach schnappt sich Sam das Motorrad des angekauten Kontaktmanns, lehnt die Flinte über den Lenker wie Arnie in Terminator 2 und ballert auf vereinzelte Aliens am Wegesrand, während er die französische Landstraße entlangbrettert und herrlich überzogener 70er-Rock aus den Lautsprechern dröhnt.

Serious Sam 4: Planet Bad Ass in der E3-Vorschau - Wunderbar trashiges Oldschool-Geballer (2) Quelle: Croteam Serious Sam 4: Planet Bad Ass in der E3-Vorschau - Wunderbar trashiges Oldschool-Geballer (2) So unfassbar cool der Spielstart auch ist, grafisch ist Serious Sam 4 eher altbacken. Fans der alten Teile wird das weniger stören, da Planet Bad Ass den typischen Sam-Look gut einfängt, aber die verwöhnten Millennials werden wohl so nicht zur Serie finden und sich stattdessen eher im Kommentarbereich einer bekannten Video-Plattform über "Bambus-Grafik!!!11" aufregen. Aber wen interessiert schon, was Eugen-Jonathan und Felix-Theodor so denken? Hauptsache die Action fetzt. Während der PR- und Marketing-Manager von Croteam Daniel Lucic auf dem Weg zu einer Kathedrale ist, wo sich Überlebende verschanzt haben, erzählt er uns, dass man schon vor The Talos Principle mit der Arbeit an Serious Sam 4 begonnen habe. The Talos Principle sei sogar aus einem Rätsel entsprungen, dass eigentlich für den vierten Teil der Action-Reihe vorgesehen war. "Im Endeffekt war das Rätsel jedoch zu komplex für Sam, wir hatten aber so viel Spaß daran, dass wir uns erstmal dazu entschieden weitere Rätsel zu basteln. Daraus wurde dann The Talos Principle.

Serious Sam 4: Planet Bad Ass in der E3-Vorschau - Wunderbar trashiges Oldschool-Geballer (3) Quelle: Croteam Serious Sam 4: Planet Bad Ass in der E3-Vorschau - Wunderbar trashiges Oldschool-Geballer (3) Von Rätseln sind wir hier jedoch weit entfernt. An der Kathedrale angekommen, lässt sich Sam ein Scharfschützengewehr von den Überlebenden zuwerfen und löscht damit eine ganze Horde Alien-Abschaum aus. Wenn die Rockmusik aufhört, wissen wir, dass auch keine Gegner mehr nachrücken. Nun will uns Daniel Lucic aber zeigen, warum sie überhaupt so weitläufige Gebiete zum freien Erkunden in Serious Sam 4 gepackt haben. Man wolle so viele Gegner wie niemals zuvor in der Reihe gleichzeitig auf dem Bildschirm haben. Er schwingt sich auf einen Mähdrescher und fährt über Felder und jede Menge Monster, die natürlich zerhäckselt werden. Die Szene ist so plump und so doof, aber auch so verdammt cool. Während wir uns an dem Gesplatter erfreuen, erzählt uns Daniel Lucic, dass Schlachten mit Zehntausenden bis Hunderttausend Aliens möglich seien. Wir wollen das schon als PR-Geschwätz abtun, doch plötzlich sehen wir, wie sich der Horizont verdunkelt. Die kompletten vor uns liegenden Felder füllen sich mit Aliens. Leider endet hier auch die Gameplay-Demo. Dabei hätten wir doch zu gern gesehen, wie Sam es mit einer ganzen Armee aufnimmt.

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