Sam Serious Stone bleibt sich treu: kein Realismus, kein Anspruch, kein Tiefgang -- dafür aber Action, Action und noch mehr Action!
Während sich die meisten Entwickler darum bemühen, ihre Ego-Shooter-Projekte mit packender Story, kinoreifer Atmosphäre und realistischer Physik zu bestücken, setzt Croteam auf die Genre-Essenz: Hirnlose, dafür aber zahlreiche Gegner auf der einen Seite -- der Spieler mit dicken Wummen auf der anderen. Das hat sich auch in der Fortsetzung des 2001er-Hits "Serious Sam" nicht geändert.
STORY: Wie schon beim Vorgängerspiel ist die Geschichte nur ein Vorwand für brachiale Action. Um den schurkischen Mental in die Knie zu zwingen, muss Sam die fünf Bruchstücke eines mächtigen Medaillons sammeln. Diese liegen natürlich auf verschiedenen Welten verteilt.
SPIEL: Der Ablauf ist ebenso einfach wie eingängig. Sie grasen jedes Areal auf den fünf völlig verschiedenen Planeten ab und schlagen jeden Feind-Widerstand nieder. Zur Beseitigung des Gegner-Problems stehen Ihnen zu Beginn noch relativ harmlose Ballermänner zur Verfügung. Schon nach kurzer Zeit aber erweitert sich Ihr Arsenal um mächtigere Wummen -- z.B. kommen Gatling-Gun und Raketenwerfer hinzu. Ausgefallene Waffen, wie von Papageien getragene Suchbomben, verbessern Ihre Lage zusätzlich.
Munition, Medipacks und Panzerung finden Sie in den Levels verstreut. Die Gegner -- darunter mit Raketenwerfern bestückte Saurier, explosive Clowns auf Einrädern und Zombie-Kampfsportler -- werfen sich Ihnen ohne merkliche Intelligenz selbstmörderisch entgegen. Die finalen Bosse eines Planeten verlangen dem Spieler jedoch ein wenig mehr taktisches Geschick ab. Erst wenn Sie bei diesen Ungetümen die Schwachstellen gefunden haben, können Sie sie direkt angreifen.
Wie schon der Vorgänger, so bietet auch "Serious Sam II" dicken Mehrspieler-Spaß. Im Koop-Modus können Sie sich mit Freunden nach Herzenslust austoben. Während die PC-Fassung einen 16-Spieler-Modus offeriert, können auf der Xbox nur vier Spieler gemeinsam agieren.
FAZIT: "Serious Sam II" bietet schnelle, unkomplizierte Action ohne jegliches Drumherum. Mehr Gegner werden sich Ihnen in keinem anderen Ego-Shooter wie blöd vor die Mündung Ihrer Waffen werfen. Dazu sind die fünf gigantischen Welten mit satter Weitsicht und grundverschiedenem Design durchaus schön anzuschauen. Auf Dauer ist die sinnfreie Endlos-Ballerei aber doch etwas ermüdend. Zum Glück gibt's einen Mehrspieler-Modus, der längerfristig motiviert.
