Sekiro: Shadows Die Twice: From Softwares neues Meisterwerk im Test - Seite 2

Test Katharina Pache
Sekiro: Shadows Die Twice: From Softwares neues Meisterwerk im Test - Seite 2
Quelle: PC Games

Wenig Schlaf, viele Tode und helle Begeisterung: Sekiro ist ein fabelhaftes Action-Adventure. In unserem Test liefern wir alle wichtigen Infos zum neuen Action-Adventure der Macher von Dark Souls. Und damit ihr euch nicht die Überraschung verderbt, versuchen wir auf Spoiler so gut es geht zu verzichten. Update: jetzt mit Wertung!

Sekiro-Test: Wie funktioniert die Wiederauferstehung?

Stichwort Tod: In Sekiro müsst ihr nicht mehr zum Ort eures Verderbens zurückkehren, um eure verlorene Erfahrung aufzuklauben. Euer Geld und die noch nicht zum Skill-Punkt verwandelte XP werden nach dem virtuellen Ableben halbiert. Es besteht eine gewisse Chance, dass die Götter euch vor dem Verlust bewahren, aber darauf solltet ihr nicht vertrauen. Zumal: Je öfter ihr sterbt und euch wiederbelebt, desto geringer die Chance auf göttliche Hilfe. Aber auch diese Mechanik lässt sich mit den passenden Items wieder auf den Werkszustand zurücksetzen. Insgesamt fühlt Durch Sekiros Moveset stehen euch einige Stealth-Optionen offen, wie hier etwa das An-die-Wand-Drücken. Quelle: PC Games Manchmal ist es besser, sich zu verstecken anstatt in die Offensive zu gehen. sich das System etwas fairer und moderner an - die Corpse-Run-Mechanik hat man inzwischen ja in zig Spielen gesehen, und vor allem bei Bossen ohnehin oft nicht genutzt!

Mit der Zeit erhaltet ihr zusätzliche, optionale Wiederbelebungen. Aktiviert ihr diese Kraft, steht ihr wieder an Ort und Stelle auf und könnt weiterkämpfen - ebenfalls eine sinnvolle Neuerung, denn so könnt ihr Fehler besser ausbügeln. Hat euch ein Boss unglücklich erwischt, ihr besitzt noch ein paar Tränke und seht die Chance, siegreich aus dem Duell hervorzugehen? Belebt euch wieder! Manchmal ist es hingegen sinnvoller, den Versuch Versuch sein zu lassen und neu zu starten. An dieser Stelle wäre es schön, wenn die Ladezeiten kürzer wären, schließlich möchte man nach dem Scheitern sofort den nächsten Angriff wagen. Zwar sind die Loading-Sequenzen kürzer als noch in Bloodborne (vor dem Patch), aber es fällt dennoch schwer, nach einem hektischen Kampf die nötige Geduld aufzubringen.

Sekiro-Test: Wie bewegt sich Sekiro fort und wie ist die KI?

From Software ist bekannt für gelungenes Level-Design. In Sekiro kommt nun der Faktor Vertikalität hinzu, durch den Greifhaken (und auch auf Knopfdruck!) springt ihr in der Gegend herum. Das eröffnet nicht nur stylische Fortbewegung, sondern auch ein flotteres Spielgefühl. Die Mobilität von Sekiro ist euch auch beim Stealth-System von Nutzen. Erledigt Gegner von oben, während ihr euch an einer Kante festhaltet, drückt euch an Wände, versteckt euch in hohem Gras und greift euch Feinde mit dem Hakenseil an der Armprothese.

Die KI ist, wie in der Vorschau angemerkt, weit weg von der Genre-Referenz, aber die Feinde reagieren meist angemessen auf euer Tun. Zwar stören herumliegende Leichen nicht den Seelenfrieden der verbliebenen Gegner, aber sobald sie euch sehen oder hören, geben sie Alarm: Hunde bellen, Wächter schlagen ihren Gong, Fackelträger signalisieren ihren Kumpanen euren Standort. Die Abwechslung zwischen den eher dummen Fußvolk-Feinden und den aufmerksamen Bossen und Zwischenbossen sorgt für einen schönen Rhythmus und auch nach Stunden fühlt es sich noch gut an, unachtsame Feinde mit einem Backstab den Garaus zu machen. Die Vielfalt der Widersacher ist groß, auf riesige Monster trifft man in Sekiro aber seltener als in den Vorgängerwerken des Studios. Auch das ist erfrischend und hebt Sekiro von seinen Geschwistern ab. Und keine Sorge - trotzdem begegnet ihr in Sekiro Bossen, die ihr so schnell nicht vergessen werdet. Allerdings werden einige der Bosse wiederverwertet, und manche Areale besucht ihr (wenn auch mit ein paar Änderungen) mehrmals.

Sekiro-Test: Was ist mit der Spielwelt?

Sekiro ist ein großes Spiel, und es ist überraschend offen. Euch stehen fast von Anfang an jede Menge Wege zur Verfügung, aufmerksame Spieler entdecken überall spannende Geheimnisse und Areale. Manchmal sorgt das aber auch dafür, dass man nicht so recht weiß, wo es weitergeht. Wir irrten ein paar Stunden herum, bis wir an einer gewissen Stelle wussten, was wir tun sollen. Gerade durch die Stealth-Komponente ist man nicht Rückzug ist nicht verpönt, flüchtet nach oben und sammelt eure Kräfte, wenn ihr in Gefahr geratet. Quelle: PC Games Dank des Greifhakens könnt ihr euch brenzligen Situationen rasch entziehen. gezwungen, alle Bosse auf dem Weg zu erledigen, manche Arenen könnt man sogar wieder verlassen, wenn man sich der Herausforderung nicht gewachsen fühlt! Durch die vielen unterschiedlichen Wege erhöht sich aber der Wiederspielwert, außerdem trefft ihr wieder diverse Entscheidungen und kümmert euch im Nebenquests mit variablem Ausgang. Die Schauplätze von Sekiro sind unglaublich stimmungsvoll. Japanische Geistergeschichten-Dörfer, stolze Festungen, malerische Schreine, zerklüftete Gebirge, verfallene Buddha-Statuen, ein heiliger Tempelkomplex im Herbstwald - jedes Areal versprüht Atmosphäre, untermalt von passender Musikbegleitung. Nicht die ganze, aber die meiste Zeit ertönt ein Soundtrack, anders als noch in Bloodborne.

Und die Technik?

Sekiro ist ein tolles Spiel, das jedoch ein wenig von der Technik eingeschränkt wird. Die Kamera etwa verträgt sich vor allem in engen Räumen und Ecken nicht mit dem Anvisier-System, was durchaus zum Bildschirmtod führen kann. Sehr ärgerlich! Auf der normalen PS4 kommt es gelegentlich zu merkbaren Rucklern, und die bereits erwähnten Ladezeiten könnten kürzer sein. Das sind wahrscheinlich Probleme, die auf dem PC weniger stark oder gar nicht zu Tage treten. Tun die kleinen Technik-Makel dem Großen Ganzen merklich Abbruch? Zum Glück nicht. Abstürze oder schlimme Bugs sind uns bislang nicht begegnet.

Sekiro ist ein wilder Ritt durch das Japan der Sengoku-Ära, mit Schauplätzen und Gegnern, die im Gedächtnis bleiben und einem Kampfsystem, das sich rasant anfühlt, aber nicht zum wilden Button-Mashing verkommt. Wer die Werke von From Software mag, der sollte, nein, der muss Sekiro ebenfalls spielen. Das Studio beweist, dass es zurecht hoch in der Gunst der Spielergemeinde steht. Deshalb wiederholen wir es an dieser Stelle einfach ein weiteres Mal: Gratulation an From Software!

Sekiro-Test: Fazit und Wertung

Meinung

Wertung zu Sekiro: Shadows Die Twice (PS4)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Sehr offenes Level-Design ...Nervenaufreibendes, spaßiges KampfsystemEinzigartige AtmosphäreViele GegnerartenEinige herausragende BosseGuter Spielfluss und RhythmusFabelhaft gestaltete SpielweltBedachtes Vorgehen wird belohntFlotte FortbewegungsmechanikViele Sekundärwaffen mit massiv unterschiedlichen Kombo-MöglichkeitenFür Story-Liebhaber wird mehr geboten als in Bloodborne und Co.Optionale Areale, Quests und Entscheidungen erhöhen WiederspielwertSinnvolle WiederbelebungsmechanikFordernder SchwierigkeitsgradKleine Komfort-Verbesserungen: Schnellreise von Anfang an, alle Gegner werden mit einem Knopfdruck gelootetMehrere Enden
... weshalb man sich aber leicht verlaufen kannKamera und enge Räume = ProblemeSchriftzeichen-Einblendungen überdecken manchmal AnimationenRuckler, läuft nicht immer flüssigLadezeiten könnten kürzer seinEinige Gegner sind recht dummKein MehrspielermodusEin paar Bosse und Areale werden recycletNichts für Spieler, die schnell frustriert werden
Fazit

Sie haben es wieder getan: Sekiro ist ein weiteres Action-Adventure-Highlight aus dem Hause From Software!

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