Second Extinction: Dino-Ballerei in der Early-Access-Vorschau

Special Stefanie Hartwich Philipp Sattler
Second Extinction: Dino-Ballerei in der Early-Access-Vorschau
Quelle: PC Games

Hach, was war die Welt doch ein schöner Ort, bevor die Dinos an die Erdoberfläche zurückgekommen sind ... Moment mal! Seit Mitte Oktober befindet sich der Online-Koop-Shooter Second Extinction im Early Access. Die Gegner in der Ballerei sind die majestätischen sowie gruseligen Urechsen, die durch den Klimawandel wieder aufgetaucht sind und nun die Erde belagern. Die Story des Shooters steht dabei eindeutig im Hintergrund und an Inhalten scheint es dem Spiel in seiner frühen Form hier und da noch zu fehlen. Aber wird das Spiel deshalb zur eintönigen Schießerei?

Was wäre, wenn die Dinosaurier doch überlebt hätten? Im Koop-First-Person-Shooter Second Extinction von Systemic Reaction, bekannt durch Generation Zero, können wir uns mit bis zu zwei weiteren Mitstreitern auf Dino-Jagd begeben. Denn die Saurier sind im Spiel nicht durch einen Meteoriteneinschlag gestorben, sondern haben sich unter der Erde versteckt und ein paar Millionen Jahre lang ein Nickerchen gehalten. Da die Menschheit es nicht geschafft hat, den Klimawandel aufzuhalten, sind die Langschläfer aufgewacht und an die Erdoberfläche zurückgekehrt. Und leider waren sie nicht so erfreut darüber, dass sie von ihrem, na ja, Schönheitsschlaf abgehalten wurden.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die Menschheit musste daher ihren Heimatplaneten aufgeben und befindet sich nun auf einer Raumstation im All. Als Teil der Emergency Response Agency (kurz: ERA) werden wir von den unendlichen Weiten des Weltalls zurück auf die Erde geschickt. In unseren Missionen sollen wir Ressourcen, Informationen und natürlich Waffen auf dem von Dinos überrannten Planeten suchen. Da die Jurassic-Park -Bewohner nicht so begeistert von der Ankunft der Menschen sind, müssen wir mit geballter Feuerkraft gegen die Dinosaurier vorgehen. Die zugrundeliegende Story bleibt jedoch im Hintergrund, vordergründig geht es nur um eins: Schießen.

Überschauliche Charakterauswahl

Im Early Access sind vier Charaktere spielbar. Hier sehen wir die standardmäßig mit Sturmgewehr und Pistole ausgestatte Ortega. Quelle: PC Games Im Early Access sind vier Charaktere spielbar. Hier sehen wir die standardmäßig mit Sturmgewehr und Pistole ausgestatte Ortega. Im Spiel können wir zwischen vier Charakteren auswählen, seit unserer Vorschau Anfang September hat sich also nichts in diesem Bereich getan. Die Teammitglieder bringen unterschiedliche Vorteile mit sich. So ist der deutsche Elitesoldat Jürgen Winter mit einem Scharfschützengewehr ausgestattet und kann Dinos aus der Ferne töten. Darüber hinaus ist er schwerer zu entdecken. Die Mechanikerin Rosy setzt lieber auf eine massive Minigun. Sie kann ihren Mitspielern einen Verteidigungsboost geben und eine elektrische Barriere aufbauen, die bei den Dinos Schaden anrichtet. Ex-Polizist Amir kann einen Scanner starten, mit dem die Gegner in näherer Umgebung kurzzeitig auf der Karte sichtbar werden. Ortega ist ebenfalls eine ehemalige Polizistin und kann Angriffen besser ausweichen als ihre Kollegen. Man merkt sofort, dass sich durch die unterschiedlichen Mitglieder verschiedene Spielstile ergeben. Außerdem hat jeder Spieler die Möglichkeit, seine Ausstattung anzupassen: Während Granaten und Gesundheit-Stims limitiert sind, können wir uns eine unbegrenzt nutzbare, wenn auch mit einer Abklingzeit versehene, Spezialfähigkeit aussuchen. Dazu gehört beispielsweise ein Luftschlag, mit dem wir die Dino-Horden auf Trab halten, oder die Möglichkeit, Munitionspacks aus dem All anzufordern.

Während wir die Fähigkeiten unserer Charaktere leider nicht aufleveln können, ist es uns aber möglich, einige Verbesserungen an unseren Waffen vorzunehmen. Dadurch können wir beispielsweise den Rückstoß verringern. Dazu benötigen wir Forschungspunkte und einige Dino-Materialien, die wir auf unseren Streifzügen auf der Erde sammeln können.

Leider fehlt im Spiel derzeit noch ein Ingame-Chat. Dafür können wir aber interessante Orte markieren. Quelle: PC Games Leider fehlt im Spiel derzeit noch ein Ingame-Chat. Dafür können wir aber interessante Orte markieren. Im Koop können die Teammitglieder mehrfach belegt werden, empfehlenswert ist das dank der unterschiedlichen Ausrüstungen und Spezialfähigkeiten jedoch nicht. Sollten wir mit fremden Spielern losziehen, können wir leider nicht per Sprach- oder Voice-Chat aushandeln, wer nun welchen Charakter und welche Spezialfähigkeiten mitnimmt. Generell ist die Kommunikation im Spiel bisher nur mit Markierungen möglich, wodurch die Mitspieler erfahren können, wo wir hinrennen wollen oder wo sich Gegner befinden.

Mit Schallgeschwindigkeit auf die Erde

Kommen wir aber zu den Missionen zurück. Derzeit bietet Second Extinction sechs Missionen an. Dazu gehört das Auf-die-Suche-Begeben nach einer verschollenen Expeditionsgruppe, das Ausbomben von unterirdischen Brutnestern und das Durchsuchen von Militärhangars: Also das, was man nach einer Dino-Invasion halt so macht. Die wiederholbaren, mehrstufigen Aufgaben erledigen wir auf einer einzigen Karte, die aber ausreichend groß ist. Nachdem wir auf der Map einen der festgelegten Exfiltrationspunkte zum Landen ausgewählt haben, werden wir aus dem Weltall auf die Erde geschossen.

Die Karte, die wir nach der Ankunft auf der Erde frei erkunden können, ist in sieben Regionen unterteilt. Jede hat einen anderen Bedrohungsgrad, der sich aber ändern kann: Regionen werden gefährlicher, wenn wir an unseren Missionen scheitern oder bestimmten Regionen einfach keine Aufmerksamkeit schenken. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Gebiete weniger bedrohlich werden, wenn wir dort Aufgaben und nebenbei noch Dinos erledigen.

Der majestätische und beängstigende Tyrannosaurus-Rex darf natürlich nicht fehlen. Quelle: PC Games Der majestätische und beängstigende Tyrannosaurus-Rex darf natürlich nicht fehlen. Weil unsere Missionen ohne Gegenwehr extrem langweilig wären, werden wir natürlich von Dinosauriern angegriffen. Neben Raptoren, elektrisch geladenen und säurespuckenden Sauriern dürfen wir uns auch über den altbekannten Tyrannosaurus Rex freuen. Dabei werden nicht alle Dinos mit ein paar Schüssen getötet: Während Raptoren noch leicht zu erledigen sind und nur in der Vielzahl gefährlich werden, ist das Besiegen von beispielsweise dem Ankylosaurier viel schwerer, da man nicht durch die Panzerung schießen kann. So müssen wir die Schwachstelle finden und mit gezielter Waffengewalt losschießen. Des Weiteren können Dinos mutieren und dadurch noch gefährlicher werden. Generell fällt auf, dass wir selten mal eine Minute zum Durchatmen kriegen, da ständig neue Dinos in unserer Nähe spawnen. Manchmal geschieht dies sehr unschön direkt vor unseren Augen.

Ein Einsatz dauert ca. 30 bis 40 Minuten, nebenbei können wir noch einige optionale Nebenmissionen erledigen, wodurch es auch deutlich länger dauern kann. Am Ende einer jeden Mission steht als Event immer die Exfiltration an. Dabei warten wir auf unseren Abtransport und müssen uns einige Zeit lang jeder Menge auftauchender Dinos erwehren. Je nachdem, wie gut wir uns bei unserer Mission angestellt haben, erhalten wir nach dem Abschluss eine Bewertung von bis zu fünf Sternen. Dazu bekommen wir Belohnungsboxen (Bronze, Silber und Gold). In der Early-Access-Version ist das Inventar allerdings noch nicht verfügbar, wodurch wir uns den Inhalt der Kisten nicht anschauen können.

Spieler gewinnen Kämpfe, Communitys Kriege

Die Exfiltration entwickelt sich schnell zum hitzigen Gefecht. Betreten alle Spieler das rettende Raumschiff, wird unser Einsatz beendet. Quelle: PC Games Die Exfiltration entwickelt sich schnell zum hitzigen Gefecht. Betreten alle Spieler das rettende Raumschiff, wird unser Einsatz beendet. Das Spiel kann zwar auch alleine gespielt werden, empfehlenswert ist dies jedoch nicht, da es dadurch nicht einfacher wird. So endet das Alleine-Spielen oftmals tödlich. Sollten wir sterben, können wir nach einer gewissen Zeit an einem der Exfiltrationspunkte respawnen. Dadurch müssen wir nach unserer Wiedergeburt meist noch eine kleine Wanderung vollziehen, um wieder dort anzukommen, wo wir gestorben sind. Als Single-Player haben wir insgesamt vier Leben zur Verfügung, im Multiplayer können wir endlos oft sterben.

Ein weiterer interessanter Ansatz ist das sogenannte "Kriegsanstrengungen"-Feature. Wie schon eben ausgeführt, besitzen die Regionen verschiedene Bedrohungsstufen. Um diese zu senken, muss die gesamte Community mehr Missionen in diesem Gebiet abschließen. Bleibt die Spielerschaft untätig und die Lage auf der Karte eskaliert, erwartet sie ein Ausbruchsevent, das besonders schwer sein soll. Während unserem Test ist dies jedoch nie eingetreten.

Eintönigkeit schon vorprogrammiert?

Wie wir schon in unserer Vorschau Anfang September angemerkt haben, könnte Second Extinction eine monotone Dino-Schießerei werden. Diese Befürchtung löst sich leider auch nicht im Early Access auf. Denn es gibt nur eine begrenzte Auswahl an Dinos, Missionen und Charakteren. Bis zum Release sollten die Entwickler noch Einiges hinzufügen, um das Spiel nicht zu einem langweiligen Shooter werden zu lassen.

Ärgerlich! Gelegentlich kommen Verbindungsfehler vor und wir finden keine Lobbys. Quelle: PC Games Ärgerlich! Gelegentlich kommen Verbindungsfehler vor und wir finden keine Lobbys. Was bleibt also festzuhalten? Obwohl Second Extinction ein Early-Access-Spiel ist, fühlt es sich erstaunlicherweise relativ fertig an. Nur an einigen Stellen müssen die Entwickler noch mal ran. So ist es zum Beispiel während unserer Shooterei gelegentlich vorgekommen, dass die Urechsen uns nicht angegriffen haben, wenn wir in ihrer Nähe waren. Auch Serverprobleme sind noch an der Tagesordnung. Hier und da gibt es noch ein paar Darstellungsfehler, die bis zur Veröffentlichung hoffentlich noch ausgebessert werden. Wer aber jetzt schon Lust darauf hat, mit weiteren Mitstreitern ein paar Dinos zu töten, kann die Early-Access-Version bei Steam herunterladen. Alle Fortschritte, die im Early Access erreicht werden, werden laut den Entwicklern ins fertige Spiel übernommen. Nähere Informationen zum Release-Termin gibt es bisher nicht. Second Extinction soll aber neben dem PC auch für die Xbox One und Xbox Series X erscheinen.

Meinung

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk