Teil 1 der Horrorfilmparodie-Reihe war ein Hit. Obgleich die Vorbilder "Scream" und "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" im Prinzip schon Genre-Parodien waren, funktionierte die Veralberung.
Der Nachschlag folgte kurze Zeit später, mehr als doppelt so teuer, weniger als halb so erfolgreich. Für "Scary Movie 3" gaben die Wayans-Brüder die Regie an Komödien-Altmeister David Zucker ab, der das Grundrezept, Blockbuster zu persiflieren, mit schrägen Kulthits wie "Top Secret" und "Die nackte Kanone" in den 80ern mitbegründete.
Diesmal werden "The Ring" und "Signs" aufs Korn genommen. Reporterin Cindy (Anna Fries) geht einem mysteriösen Video nach, das jeden, der es sich ansieht, nach sieben Tagen tötet. Währenddessen staunt Farmer Tom (Charlie Sheen) über obskure Kornkreise in seinen Maisfeldern. In Gastrollen sind Queen Latifah als Orakel à la "Matrix", Leslie Nielsen als US-Präsident sowie Pamela Anderson und Jenny McCarthy als prall-dummes Blondinen-Duo zu sehen.
Bei den Boni empfehlen sich der Zucker-typisch alberne Audiokommentar und die deleted Scenes inklusive alternativem Ende. Warum das tricktechnisch gelungene "Hulk vs. Aliens"-Finale letztlich geschnitten wurde, ist etwas unverständlich.SG
