Knallhart getestet.
Tony Montana (alias Al Pacino) ist ein harter Hund. Das wissen wir seit 1983, als Star-Regisseur Brian de Palma die Gangsterballade "Scarface" verfilmte. Die Story: Kolumbianischer Tellerwäscher wird in Miami Drogenmillionär.
Falls ihr das gleichnamige Spiel schon von Konsole oder PC her kennt, heißt’s auf der PSP umdenken. Denn hier spielt ihr keinen "GTA"-Verschnitt, sondern ein Strategie-Game, das an einen Mix aus "Monopoly", "Mensch ärgere Dich nicht" und der C64-Legende "M.U.L.E." erinnert. Nein, das ist kein Witz!
Miami heiss
In Phase eins kauft ihr ein, um dann Drogenlabore, Schläger und Pusher in euren Sektoren zu postieren.
Ihr spielt auf einem in Sektoren unterteilten Stadtplan von Miami und zwar rundenweise. Jede Runde hat drei Phasen. Phase 1: Kaufen. Hier erwerbt ihr Lagerhäuser und Drogenlabore, die in jeder Runde je nach Labortyp Pot, Heroin oder Kokain herstellen. Ferner heuert ihr Pusher an (die verticken die Ware) sowie Schläger. Das sind quasi Soldaten, mit denen ihr eigene Sektoren verteidigt oder feindliche angreift. Außerdem stehen in dieser Phase Spezialaktionen zum Kauf, sozusagen Ereigniskarten, die später beim Kämpfen oder Drogenhandel Vorteile bringen. Dazu gleich mehr. Das Fiese an den Karten: Je mehr von einer Sorte ihr kauft, desto teurer wird der Einzelpreis. Wer also mal eben zehn Schläger oder Pusher rekrutieren will, muss richtig kräftig blechen.
Phase 2: Verkaufen. Jetzt vertickt ihr euren Stoff. Pro Sektor und Warentyp gelten unterschiedliche Preise, die sich in jeder Runde ändern. Ihr müsst nicht alles verkaufen, sondern könnt auch pokern und Stoff in den Lagerhäusern bunkern. Damit geht ihr aber auch das Risiko ein, dass sich einer eurer drei Gegner den Sektor samt Inhalt schnappt. Oder die Cops eine Razzia durchführen.
Peng. Tot.
Jetzt geht’s um die Sektor-Wurst: Unsere grünen Schläger kämpfen gegen die rote Konkurrenz.
Phase 3: Kämpfen. Wenn ihr euch einen fremden Sektor unter den Nagel reißen wollt, müsst ihr Schläger hinschicken. Am besten mehr, als der Feind hat. Maximal zehn Schläger einer Fraktion dürfen in einem Sektor stehen. Sobald der Kampf beginnt, schaltet das Spiel auf einen Gefechtsbildschirm um. Hier ballern eure Schergen automatisch auf die gegnerischen, bis eine Seite keine Leute mehr hat. Klingt öde - ist es auch. Lediglich die erwähnten Ereigniskarten bringen etwas Taktik ins Getümmel. Mit ihnen drückt ihr beispielsweise einem Schläger einen Raketenwerfer in die Hand.
In der Kampagne werden euch nacheinander immer neue Aufgaben gestellt. Beispielsweise sollt ihr von jedem Labortyp drei Stück bauen oder eine bestimmte Menge Geld zusammendealen.
