Nicht nur Smartphones, auch Produktionsanlagen von Samsung leiden offenbar unter fehlerhaften Akkus. Denn durch eben solche Akkus ist in einer zu Samsung gehörenden Fabrik ein Feuer ausgebrochen. Samsung war ja schon zuvor wegen in Brand geratenen Galaxy Note 7-Smartphones in die Schlagzeilen geraten.
Kurz nach dem Release der Samsung-Smartphones der 7er-Generation geriet der südkoreanische Konzern in große Probleme. Denn das größte Modell, das Galaxy Note 7, geriet bei einigen Kunden in Brand. Zwar waren Berichte, die sogar von Explosionen sprachen, weit übertrieben - aber es war auf Grund der Häufung der Fälle klar, dass es offenbar ein systematisches Problem beim teuren Edel-Smartphone beziehungsweise Phablet gab. Neben der Rückrufaktion sowie dem Verkaufsstopp ist natürlich der Imageschaden enorm hoch. Inzwischen ist die Ursache klar: die Akkus wurden fehlerhaft produziert.
Quelle: Samsung
Wegen des Akkus leider nicht cool genug: Samsung Galaxy Note 7
Nun waren offenbar ausgerechnet fehlerhafte Akkus verantwortlich für einen Brand in einer chinesichen Fabrik von Samsung, beziehungsweise genauer gesagt: in einer Fabrik des Tochterunternehmens Samsung SDI, welches auch Akkus herstellt. Betroffen war laut der Nachrichtenagentur Reuters eine Fabrik im chinesischen Tianjin, die als wichtigste Produktionsstätte für Smartphoneakkus gilt. Die Hafenstadt Tianjin mit knapp vier Millionen Einwohnern im Kernstadtgebiet liegt etwa 130 Kilometer südöstlich von Peking. Der Brand brach nicht in der Produktion aus, sondern in einem Bereich, in dem Abfälle gelagert werden. In diesen Abfällen befanden sich auch aussortierte Akkus, die offenbar der Auslöser für den Brand waren. Über 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, glücklicherweise gab es keine Verletzten, und auch die eigentliche Produktion soll laut einem Sprecher von Samsung SDI nicht nennenswert gestört worden sein.
