Review: Sam & Max Episode 6

Test Susanne Braun

Die ultimative Superwaffe ist weder Tränengaspistole noch Computer-Virus, sondern Hase Max höchstpersönlich!

In einer Art Spielshow muss Sam Hugh Bliss garen -- um ihn zu besiegen. Max ist in einem Kristall gefangen und kann nur zynische Kommentare beisteuern. In einer Art Spielshow muss Sam Hugh Bliss garen -- um ihn zu besiegen. Max ist in einem Kristall gefangen und kann nur zynische Kommentare beisteuern. Wenn uns bereits ein riesiges Präsidentenmonument über den Weg lief, wir Raketen auf den Kreml abschießen konnten und die aberwitzigsten Superwaffen im Supermarkt nebenan gekauft haben -- was bleibt denn da noch übrig, um das Finale der aktuellen Sam & Max-Staffel mit einem echten Höhepunkt abzuschließen? Klar, dass es nur noch ein wirkliches Highlight gibt: eine Reise zum Mond!

In Sam & Max: Bright Side of the Moon jagen wir endlich den Drahtzieher hinter all den Hypnoseanfällen der vergangenen fünf Folgen. Denn hinter all den Gehirnwäscheanschlägen stecken keineswegs nur Brady Culture, der Hypnoseteddy, die Spielzeugmafia, die Regierung der Vereinigten Staaten oder durchgeknallte Rechenmaschinen. Nein, Schuld hat eine Existenz, die so vielfältig ist, dass Sam und Max echte Probleme haben, sie auszuschalten. Nämlich der freundliche Außerirdische Hugh Bliss, der die komplette Welt hypnotisieren will, um so der Menschheit all ihre positive Energie abzusaugen.

Familientreffen

Max ist die universelle Kraft, die alles vernichten kann. Deswegen hat Hugh in auseinander genommen, und ihm Hand, Magen und Stummelschwanz geklaut. Max ist die universelle Kraft, die alles vernichten kann. Deswegen hat Hugh in auseinander genommen, und ihm Hand, Magen und Stummelschwanz geklaut. Schon seit dem Ende der Folge Reality 2.0 rätselt Sam, was es wohl mit dem Pseudonym Roy G. Biv auf sich hat -- das ist nämlich der Name, den ihm das Internet noch geflüstert hat, bevor es sich vollständig verabschiedete. Nun machen er und Max sich auf den Weg zum Mond; denn Hugh Bliss hat sein Domizil auf dem Erdtrabanten errichtet -- und dort schon einige bekannte Glückseeligkeiten um sich versammelt.

Während sich Sybil, die amtierende Königin von Kanada, und Bosco, verkleidet als seine Mutter, wieder auf der Erde tummeln, ist Ted E. Bear von der Spielzeugmafia als Führer im Bliss’schen Souvenirshop angestellt. Geheimagent Superball bewacht den Eingang zu Bliss’ Bude. Und da drinnen geht’s hoch her: Die Computer von COPS sind hier, ebenso der Hahn Pennyworth aus der Fernsehserie Midtown Cowboys. Und siehe da, selbst Abe Lincolns Kopf hat’s auf den Mond verschlagen. Klar, bevor wir zu Hugh in sein allerheiligstes Gemach vordringen dürfen, müssen wir erstmal unsere kleinen grauen Zellen anstrengen, um Rätsel zu lösen. Aber versprochen: nur ein bisschen.

Langfinger

Um an einen Talisman zu kommen, der Leute dazu bringt, sich einige Dinge noch mal durch den Kopf gehen zu lassen, müssen wir für Abe ein heißes Date mit Sybil klar machen. Um an einen Talisman zu kommen, der Leute dazu bringt, sich einige Dinge noch mal durch den Kopf gehen zu lassen, müssen wir für Abe ein heißes Date mit Sybil klar machen. Hugh Bliss versteckt sich hinter einer Tür aus Blei. Um an ihn ranzukommen, brauchen wir magische Talismane. Einen davon gibt’s im Souvenirladen, gleich neben der Schautafel, auf der Hugh Bliss’ Welteroberungspläne erklärt werden. Während Max sich noch darüber ärgert, dass die Detektive hier die ganze Zeit hätten nachlesen können, was Sache ist, schicken wir Sam per Point-&-Click-Steuerung vor -- und lassen den Talisman unauffällig in der Hosentasche verschwinden.

Der Mondführer ist aber nichts ganz so blöd, wie er aussieht und durchsucht Sam, bevor er den Laden verlässt. Klar, dass er dabei den entwendeten Talisman findet -- und ihn wieder an seinen Ausstellungsort zurück bringt. Ein anderer Plan muss her. Also geben wir Max den Talisman, der ihn prompt verschluckt. Na super, wie sollen wir denn da wieder herankommen? Doch das ist uns erstmal egal, denn wir schmuggeln den magischen Gegenstand erfolgreich aus dem Laden.

Kochstunde

Zum krönenden Abschluss gibt’s Umarmungen und einen Boxhandschuh für Raufbold Max. Zum krönenden Abschluss gibt’s Umarmungen und einen Boxhandschuh für Raufbold Max. In Hugh Bliss heiligen Räumen angekommen, wartet der Außerirdische bereits auf uns -- und outet sich als eine Ansammlung fieser Bakterien, die man nicht mal eben schnell erschießen, zersägen oder ertränken kann. Da braucht’s schon eine schlagkräftigere Waffe, nämlich unseren Hoppelhasen Max. Zu dumm nur, dass der von Bliss auseinander genommen wird -- und so seinen Sinn für wesentliche Sachen wie Gewalt verliert. Das bedeutet, dass wir das Karnickel erstmal wieder mühsam zusammenpuzzeln müssen.

Nach gut drei Stunden ist auch das Staffelfinale vorbei -- belohnt werden wir zumindest mit einem putzigen Abspann, in dem Max so gut wie jedem Charakter aus den sechs Folgen mit seinem Boxhandschuh die Nase plättet. Und danach bleibt nur noch die Hoffnung, dass die nächste Sam & Max-Staffel etwas herausfordernder wird.

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