Zum Sparpreis Terroristen jagen, da könnte selbst George W. Bush nicht widerstehen.
Swat 4 ist ein klassischer Taktik-Shooter im Stil von Rainbow Six. Sie stürmen zusammen mit vier Kameraden in 14 Missionen Discotheken, Banken oder Tankstellen und machen in erster Linie Geiselnehmer dingfest. Hin und wieder dürfen Sie auch Bomben entschärfen oder einen Massenmörder festnehmen.
Ausufernde Planung im Voraus ist im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen nicht notwendig -- nachdem Sie sich anhand von Grundrissen mit dem Einsatzort vertraut gemacht und Ihr Team mit Waffen ausgerüstet haben, kann es losgehen. Dafür müssen Sie sich während des Einsatzes umso mehr konzentrieren, denn hier haben Sie die volle Kontrolle. Anders als beispielsweise in The Regiment (Test in dieser Ausgabe) agiert Ihr Team nicht auf eigene Faust -- alles hört auf Ihr Kommando.
Ein einsteigerfreundliches Befehlssystem macht Ihnen das Kommandieren so leicht wie möglich. Ein Klick auf die rechte Maustaste öffnet ein Menü, das immer nur die gerade sinnvollen Aktionen anzeigt, und über das Sie mit dem Mausrad die gewünschte Order auswählen. Klicken Sie beispielsweise auf eine Tür, haben Sie die Wahl, einen Ihrer Kameraden den Dietrich zücken zu lassen, oder Sie können dem Team befehlen, das Hindernis aufzusprengen. Lugen Sie aber immer mit der Minikamera unter der Tür hindurch -- da die Gegner bei jedem Neustart einer Mission zufällig platziert werden, sind Sie nur so gegen Überraschungen gefeit.
Rotlicht, Blaulicht, Standgericht
Obwohl jeder Einsatz für sich alleine steht, ist eine der größten Stärken von Swat 4 die Atmosphäre. Alle Einsatzorte sind sehr stimmig in Szene gesetzt, vom sterilen Großraumbüro bis zur versifften Bude eines Massenmörders, die an den Film Sieben erinnert.
Wenn Sie Taktik-Shooter mögen und Swat 4 verpasst haben, sollten Sie zugreifen. Vor allem, da das Addon The Stetchkov Syndicate (Test in dieser Ausgabe) den Taktik-Spaß mit sieben Missionen und einer Storyline erweitert.
David Bergmann
