Völlig unauffällig rollt hier ein Renner auf die PS2-Piste. Könnte sein, dass er so manche namhafte Simulation in Bedrängnis bringt...
A ls wir das erste Mal den Titel "SCAR" (englisch für "Narbe") hörten, haben wir an ein Actionspiel gedacht, keinesfalls aber an eine Rennsimulation mit Wagen der italienischen Traditionsmarke Alfa Romeo. "SCAR" wird von Milestone entwickelt, einem italienischen Entwicklerteam, das sich auch für das grafisch hervorragende Xbox-Rennspiel "Racing Evoluzione" verantwortlich zeichnet.
Die Erfahrung macht's
Nicht nur mit seinem ungewöhnlichen Fuhrpark setzt sich "SCAR" ab, auch seine Rollenspielelemente unterscheiden es von anderen Rennern. So nimmt eine Energieleiste stetig ab, solange ein Verfolger hinter euch aufholt und euch bedrängt. Sinkt die Leiste auf null, wird der Stress zu groß, euer Fahrer atmet flach und seine Sicht verschlechtert sich für einige Augenblicke. Umgekehrt könnt auch ihr die Gegner einschüchtern, bis sie einen Fehler machen.
Macht ihr jedoch selbst einen Fehler, könnt ihr ihn nachträglich ausbügeln -- mithilfe des Tiger-Effekts. Auf Knopfdruck spult ihr die Zeit um einige Zehntelsekunden zurück und "verhindert" einen Unfall, der längst stattgefunden hat. Allerdings kann diese Wunderwaffe nicht unbegrenzt eingesetzt werden. Für außergewöhnliche Leistungen -- wenn ihr etwa einen Gegner überholt, eine perfekte Runde absolviert oder das Rennen gewinnt, kriegt ihr Erfahrungspunkte. Bei jedem Anstieg des Erfahrungslevels dürft ihr mit Fähigkeitspunkten eure Eigenschaften verbessern.
"Herz" steigert eure Stressresistenz, "Sicht" beeinflusst die Anzahl eurer Tiger-Effekte und "Handling" verbessert die Fahrzeugkontrolle. Klingt alles nicht sonderlich logisch -- motiviert aber trotzdem. Gleichzeitig schaltet ihr mit Erfahrungspunkten auch neue Autos und Strecken frei.
Carsten Grauel
