Verbesserte Fahrphysik und haufenweise Spielmodi. Wird das Rennspiel mit dem stylishen Namenskürzel die neue Motorrad-Referenz?
SBK X: Freude am Fallen
SBK X bietet sowohl einen Simulations- als auch einen Arcade-Modus. Letztgenannter ist mit der eingeblendeten Ideallinie und der direkteren Steuerung die optimale Wahl für Einsteiger. Hier habt ihr die Möglichkeit zu driften, außerdem dürft ihr einen Boost zünden. Leider ist dieser fürs Überholen völlig nutzlos, da die Gegner meist im selben Moment den Turboknopf drücken. Neben Standard-Spielvarianten wie Zeitrennen und Kurzmeisterschaft könnt ihr im Arcade-Modus auch Herausforderungen spielen. So müsst ihr zum Beispiel in kurzer Zeit eine bestimmte Anzahl von Gegnern überholen. Diese Rennen sind durch kleine Story-Einschübe verbunden. Leider fällt die Präsentation von dieser ziemlich dröge aus. In den Menüs bekommt ihr seelenlose Figuren vorgesetzt, eine Sprachausgabe ist nicht vorhanden.
Der Simulations-Modus erweitert das Arcade-Angebot um Meisterschaften und komplette Rennwochenenden inklusive Freier Trainings. Ihr könnt sogar eine Karriere starten und euren Ruf durch gelungene Fahrmanöver verbessern. Doch Achtung: Hieran sollten sich nur fortgeschrittene Fahrer versuchen. Ungeübte Spieler enden schnell als Bruchpiloten. In den Rennen wirken sich Wetter und Reifenabrieb empfindlich auf das Fahrverhalten der Maschine aus.
Während die Entwickler sich beim Sound und Design der Superbikes Mühe gegeben haben, kann man dies vom Rest des Rennspiels leider nicht behaupten. Fast jede der 14 Originalstrecken wirkt trist und öde. Auch die Kollisionsabfrage ist ziemlich schlampig programmiert. Selbst im Simulations-Modus prallt man vom Gegner ab wie in Sega Rally. Zudem bremsen lange Ladepausen das Spielgeschehen aus. Ein Tiefpunkt ist zuletzt die magere Musikauswahl, die mit ständigen Wiederholungen nervt - besser ausschalten!