Nackte Weiber ziehen bedürftigen Kunden die Kohle aus der Tasche -- und machen uns reich.
Nanu, was sucht sie denn? Unserer Angestellten können wir bei der Arbeit zuschauen.
Wenn’s nach Rotlicht Tycoon 2-Entwickler Zone 2 Games ginge, bräuchte man für ein gut laufendes Bordell nur Frauen mit dicken, knetbaren Brüsten und »besonderen« Fähigkeiten. Französisch zum Beispiel. Womit nicht die Sprache gemeint ist. Wir, als Spieler vor dem Rechner, vergeuden allerdings unsere wertvolle Zeit mit Warten. Denn haben wir das Freudenhaus eingerichtet und die flotten Dinger bestellt, läuft das Spiel eine gute Weile ohne unser Zutun -- ist also perfekt geeignet, um nebenbei den Müll zu sortieren, rauszubringen und die Tonnen auszuspülen.
Scharfe Pferdchen
Außer dem Bauen von Räumen ist nicht viel zu tun -- wir steuern kaum etwas. Langweilig!
Das Einrichten des Bordells kostet uns etwa fünf Minuten: Wir bauen Zimmer, Bar und Porno-Videokabine, fertig. Die Suche nach notwendigem Personal wie Bodyguard, Putzfrau, Barkeeper und Tänzerin, das Kaufen von Hygieneartikeln und Getränken schlägt ebenfalls mit fünf Minuten zu Buche. Und ist keineswegs herausfordernd: Ein paar Klicks im Steuerungsmenü reichen da. Das Menü beherbergt auch die Bewerbungen der Freudenmädchen, bei denen nur wichtig ist, wie gut sie in den verschiedenen Bett-Disziplinen sind; Kamasutra ist ebenso wichtig wie die Missionarsstellung. Keine der Frauen ist in allen Bereichen begabt, deswegen sollten wir immer einen guten Mix im Haus haben. Die Weiber erledigen den Rest: anbaggern, abkassieren und abschleppen.
Stielaugen
In der Eskort-Kamera-Ansicht dürfen wir klobige Polygon-Hintern begaffen.
Während wir auf den Bildschirm starren und nichts anders tun, als die unaussagekräftigen Statistiken zu studieren, gibt’s nur zwei Möglichkeiten, um uns Kurzweil zu verschaffen. Die sind allerdings eher unfreiwillig komisch denn erotisch: Zum einen können wir mit der Eskort-Kamera die Rückenansicht der Polygon-Prostituierten bestaunen -- und die sehen in der Nahansicht echt nicht hübsch aus. Zweitens erlaubt uns die Schlüssellochkamera einen Blick unter die Bettdecke. Doch da geht’s nicht heiß her, weil die Protagonisten in den Filmchen so pixelig sind, dass man nichts erkennt. Da fragt man sich, woher der extreme Hardwarehunger des Programms kommt. Mal davon abgesehen gibt’s auch erhebliche Speicherbugs: Nach dem Neuladen verschwanden zum Beispiel alle Bedienstete.
