Ring 2

Test Marc Kirzeder

Bei der Fortsetzung des Horror-Hits besetzte der Japaner Hideo Nakata ("Ringu") selbst den Regiestuhl

Vorfälle am Set

Im Bonusmaterial ist der lohnenswerte Kurzfilm "Ringe" enthalten, der die unmittelbare Vorgeschichte von "Ring 2" erzählt und sich damit vor allem denjenigen empfiehlt, die den Vorgänger nicht gesehen haben. Schließlich konzentriert sich Nakata bei der Fortsetzung ganz auf die Figur Samara, anstatt noch einmal zu erklären, was es mit dem ominösen Video auf sich hat. Ergänzend dazu wird in "Imagination im Brenn-punkt" der japanische Kassenschlager "Ringu" kurz analysiert.

"Ring 2" lebt wie sein Vorgänger vor allem von der unheimlichen Atmosphäre, wenn die groteske Kreatur zu sehen ist. Wie man einen unheimlichen Filmgeist erschafft, erklärt der zweiminütige Beitrag "Samara -- Der besondere Look".

Kein Horrorfilm ohne mysteriöse Vorfälle am Set. Das nährt den Mythos und sorgt für werbewirksame Schlagzeilen in der Presse. "Es spukt bei ,The Ring 2'" ist ein solcher Bericht: Er behauptet, dass die Büros vor Drehbeginn mit Wasser überschwemmt wurden.

Die Kostümdesignerin Jeannine Bourdaghs wartet ebenfalls mit einer schönen Gruselgeschichte auf: Beinahe hätte sie einen heftigen Zusammenstoß mit einem ausgewachsenen Rehbock gehabt -- das Rotwild spielt in "Ring 2" eine "Nebenrolle". Darüber hinaus gibt es das "HBO First Look: The Making of ,Ring 2'" und diverse unveröffentlichte und alternative Szenen zu sehen.

Fazit

Film-Check: Während der Beginn von "Ring 2" noch im Stil des Vorgängers mit Schockeffekten für reichlich Gänsehaut sorgt, flacht das Sequel zum Ende hin leider ab. Immer wieder fragt man sich, warum die Charaktere derart unglaubwürdig handeln. Die Fortsetzung hat zwar auch spannende und gruselige Momente zu bieten, kommt aber nicht an "Ring" heran.
DVD-Fazit: Der Sequel-Fluch hat auch "Ring 2" erwischt. Obwohl der japanische Horrormeister Hideo Nakata selbst Regie führte, lässt die Fortsetzung die Originalität seines Vorgängerstreifens vermissen. Die technische Seite der DVD ist in Ordnung, wenn auch ohne jegliche Highlights. Unter den Special Features ist vor allem der Kurzfilm sehenswert.

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