Riders Republic: Rasant, spaßig, wahnsinnig - unsere Eindrücke aus der Beta
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Etwa zwei Monate vor dem Release von Riders Republic fand in den vergangenen Tagen eine Closed-Beta statt. Auch wir nahmen daran teil, spielten den Open-World-Trendsport-Titel viele Stunden und die Entwickler von Ubisoft Annecy gewährten uns noch weitere Einblicke ins Spiel. In unserer Vorschau sagen wir euch, warum wir dem Release des Spiels jetzt entgegenfiebern.
Nach ein paar Verschiebungen soll Riders Republic am 28. Oktober für PC, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series erscheinen. Dafür, dass der Releasetermin diesmal eingehalten wird, spricht auch, dass in den letzten Tagen eine Closed Beta zu Ubisofts Open-World-Multiplayer-Trendsport-Spektakel stattfand. Selbstverständlich nahmen auch wir daran teil und machten unter anderem mit Fahrrädern, Snowboards und Raketen-Wingsuits verschiedene US-Nationalparks unsicher. Doch nicht nur das: Ubisoft ließ uns auch an speziellen Events teilnehmen, brachte uns verschiedene Features des Titels näher und verriet uns Hintergrundinfos zur Spielwelt.
Riders Republic in der Vorschau
Mehr Natur = mehr Spaß
Im Quasi-Vorgänger Steep brachte uns das Entwickler-Team von Ubisoft Annecy auf verschiedene verschneite Berge und ließ uns dort mit Gleitschirm und Wingsuit, vor allem aber auf Skiern und Snowboard Spaß haben. Das Fundament von Steep bestand aus einer offenen Welt, die man frei erkunden konnte, stylishen Tricks mit den unterschiedlichen Sportgeräten und natürlich der Multiplayer-Komponente. Die Welt war voll mit anderen Spielern, mit denen man sich in verschiedenen Disziplinen messen konnte. Auch Riders Republic baut wieder auf dieses Fundament, doch diesmal soll alles noch stylisher, noch größer, noch besser und vor allem noch abwechslungsreicher werden. Nach einigen Stunden in der Beta können wir dann auch sagen, dass dieses Vorhaben wohl gelingen wird.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic: Rasant, spaßig, wahnsinnig - unsere Eindrücke aus der Open-Beta (9)
Diesmal beschränkt man sich nämlich nicht nur auf Schneegebiete, es geht auch in blühende Wälder und sonnige Canyons. Die Spielwelt von Riders Republic (jetzt kaufen / 35,99 € ) besteht aus insgesamt sieben Regionen, die fließend ineinander übergehen. Die sind aber nicht einfach Hirngespinste der Entwickler, sondern Teile echter US-Nationalparks. Unter anderem geht es nach Yosemite, Zion oder Bryce Canyon und auch der Mammoth Mountain ist dabei. Die Welt ist wirklich gigantisch und bereits nach kurzer Zeit im Spiel ist die Karte vollgepflastert mit verschiedenen Events und Wettbewerben, an denen man teilnehmen darf.
Es steht einem dabei frei, ob man per Schnellreise hin und herspringt oder den ganzen Weg zum Ziel selbst zurücklegt. Egal, ob zu Fuß, per Gleitschirm, Wingsuit, auf Skiern, Snowboard, dem Fahrrad oder einem Schnemobil. Da es auch abseits der Missionsmarker Geheimnisse und bekannte Sehenswürdigkeiten zu entdecken gibt, lohnt es sich durchaus, nicht immer nur per Schnellreise über die Map zu hopsen. Obwohl das zugegeben ziemlich verlockend ist, denn die Ladezeiten sind dabei angenehm kurz.
Wer die Augen offenhält, entdeckt jedoch ständig Areale, wo man Stunden verbringen kann. Die Entwickler zeigten uns als Beispiel ein Gebiet am Mammoth Mountain, das sich in sieben Spuren aufteilt. In jeder Spur gibt es ganz eigene Möglichkeiten für Tricks, die man bei einmaligem Fahren gar nicht nutzen kann. Ubisoft Annecy hat sich also wirklich Gedanken gemacht, die bekannten Nationalparks so ins Spiel einzubauen, dass sie sich für wilde Trickfahrten eignen und genügend Abwechslung bieten.
Grafisch ist Riders Republic allerdings auch auf dem PC und den neuen Konsolen nicht gerade eine Offenbarung. Man merkt schon sehr, dass der Titel noch auf die Anvil Engine von Steep setzt. Die Spielwelt ist zwar äußerst stimmungsvoll, aber die Charaktermodelle sind recht altbacken und man erkennt auch immer wieder mal matschige Texturen. Während unserer Zeit in der Beta kam es auf der PS5 auch teilweise zu Tearing. Aber hier wollen wir auch nicht zu streng sein, denn schließlich ist das Spiel ja noch nicht fertig.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic: Rasant, spaßig, wahnsinnig - unsere Eindrücke aus der Open-Beta (8)
Lieber Rad dran als Rad ab
Riders Republic bemüht sich sehr um spielerische Abwechslung. Es gibt jetzt mehr verfügbare Sportarten als noch in Steep, die zudem immer wieder mit allerlei kreativen oder herrlich bescheuerten Einfällen aufgepeppt werden. Snowboard und Skier sind ebenso noch an Bord wie der Gleitschirm und der Wingsuit. Bei letztgenannten Sportgeräten gibt es jedoch weitere Varianten. Vom Gleitschirm gibt es noch eine Motorschirm-Variante. Damit ist man also nicht auf den Wind angewiesen und kann wirklich frei über die Spielwelt fliegen.
Vom Wingsuit gibt es hingegen noch die Raketen-Variante. Wie der Rocketeer aus dem gleichnamigen Disney-Klassiker zischt man durch die Lüfte. Die Steuerung ist dabei glücklicherweise sehr genau. Auch Anfänger können sofort abheben, Spaß haben und den Geschwindigkeitsrausch am Himmel genießen.
Die größte Neuerung ist aber natürlich, dass man sich nun auch aufs Fahrrad schwingen und Rennen bestreiten darf. Zur Auswahl stehen hier Downhill-Rennen, bei denen es über Stock und Stein geht, und auch Rennwettbewerbe auf Asphalt. Dementsprechend darf man immer zwischen Mountain Bikes und Rennrädern wählen. Mit R2 tritt man schneller in die Pedale und per L1 darf man auch einen Sprint starten. Allerdings leert sich die Sprint-Leiste relativ schnell und wird zügiger wieder aufgeladen, wenn man nicht ständig in die Pedale tritt. Man muss also gut abwägen, wann man lossprintet und wann man einfach mal rollen lässt.
Die Steuerung der Bikes geht gut von der Hand. Schon nach ein paar Minuten driftet man gekonnt um enge Kurven und weicht Hindernissen aus. Besonders rasant sind die Rennen natürlich, wenn man die Ego-Ansicht auswählt. Je nach Strecke wird hier richtig Adrenalin freigesetzt. Schade ist allerdings, dass die Kamera zurück in die Third-Person-Perspektive geht, wenn man einen Trick ausführt. Wahrscheinlich wären die Flips und Saltos sonst aber auch für empfindliche Mägen ein bisschen zu viel.
So viel Spaß uns die Raserei auf den Bikes aber auch machte, bei der Kollisionsabfrage nach Sprüngen müssen die Entwickler noch weiter arbeiten. Sowohl bei uns als auch bei Mitspielern kam es immer wieder vor, dass man sich voll auf die Fresse legte, obwohl das Fahrrad zur Landung richtig ausgerichtet war. Wenn man mehrmals hintereinander auf die Schnauze fällt und nicht weiß, woran es liegt, kann einem das schon auf die Motivation schlagen.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic: Rasant, spaßig, wahnsinnig - unsere Eindrücke aus der Open-Beta (4)
Ohnehin sollte Ubisoft Annecy bei den Stürzen noch ein wenig Feinschliff walten lassen, denn es ist ziemlich nervig sich wieder aufzurappeln. Drückt man schnell hintereinander auf die Kreis-Taste steht die Spielfigur wieder auf und schwingt sich aufs Bike oder anderes Sportgerät. Das dauert mitunter jedoch viel zu lang. Einige Wettbewerbe kann man nach nur einem Sturz nicht mehr gewinnen, wenn die Kontrahenten sich nicht auch noch langlegen.
Das gilt auch für das Rückspul-Feature. Statt aufzustehen und an der Stelle des Sturzes weiterzumachen, darf man auch per R1 zurückspulen. Allerdings darf man nicht selbst genau den Zeitpunkt auswählen, an dem man wieder einsetzt und das Spiel geht absolut wahllos vor. Mal springt es automatisch mehrere Sekunden zurück, mal muss man gefühlt zehnmal auf die Taste hämmern, um sich überhaupt ein paar Zentimeter vom Ort des Unfalls zu entfernen. Das ist richtig nervig und sollte dringend noch gefixt werden.
Varianz durch Blödsinn
Der grundsätzliche Aufbau der Wettbewerbe ist dem von Steep sehr ähnlich. Es ist festgelegt, welches Sportgerät verwendet wird und man bestreitet Checkpoint-Rennen oder Trick-Wettbewerbe. Bei manchen Events wird allerdings auch automatisch zwischen Sportarten gewechselt. Das macht richtig Laune. Doch auch mit einigen eher abgefahrenen Einfällen wird für Abwechslung gesorgt.
Riders Republic nimmt sich selbst nicht allzu ernst und glänzt zwischendurch auch immer wieder mit ein paar gelungenen Witzen.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic: Rasant, spaßig, wahnsinnig - unsere Eindrücke aus der Open-Beta (3)
Dementsprechend sind auch einige Missionen etwas abgefahrener. So fegt man beispielsweise auf einem Raketen-Fahrrad durch Canyons oder man soll Pizzen ausliefern oder man schlüpft in ein Panda-Kostüm, setzt sich auf den Sattel eines Eiswagens und liefert sich mit anderen Möchtegern-Bären ein Rennen. Das ist alles so doof, dass es Spaß macht und damit eine gelungene Auflockerung, schließlich sind die normalen Wettbewerbe teilweise ganz schön knifflig.
Passend zu den doch eher bekloppten Events, darf man auch seinen Rider gestalten. Klar, man darf natürlich auch einen Charakter in ganz normaler Sportkleidung durch die Spielwelt lenken, aber auch ausgefallene Kreationen sind möglich, denn allerhand abgefahrene Outfits lassen sich mit In-Game-Währung kaufen. Wir entschieden uns beispielsweise für ein schickes Piratenkostüm. Einer unserer Mitspieler hingegen war als Drache unterwegs.
Nie alleine, aber trotzdem solo
Genau wie in Steep ist man nicht alleine in der Spielwelt unterwegs. Überall sieht man andere Spieler, wie sie durchs Unterholz rasen, Gletscher erklimmen oder in einer Gruppe Wettbewerbe angehen. Dennoch kann man auch alleine bei Riders Republic Spaß haben. Der Titel nimmt einen als Einzelspieler ein bisschen mehr an die Hand, als es noch Steep getan hatte.
So gibt es fünf Karrierepfade, die man begehen kann. Diese sind natürlich auf eine bestimmte Sportart ausgelegt. In der Beta durften wir ein wenig von der Bike- sowie der Snow-Trick-Karriere spielen und auch zumindest mal in den Wingsuit-Bereich hereinschnuppern. Diesmal gibt es Figuren, welche die rudimentäre Handlung der Story weitererzählen. So treffen wir beispielsweise auf Brett Nale, der früher mal ein begabter Extremsportler war, nun aber Burger brät und uns als Mentor beisteht.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic: Rasant, spaßig, wahnsinnig - unsere Eindrücke aus der Open-Beta (5)
Die Figuren im Spiel sind allesamt ziemlich aufgedreht und überzeichnet, aber bislang fanden wir sie ganz unterhaltsam. Die Dialoge versprühten ein wenig den Charme von Tony Hawk's Underground 2. Die älteren Trendsport-Fans werden sich erinnern.
Jedenfalls können diese Karrieren, die die verschiedenen Events und Aufgaben zusammenhalten, sowohl solo als auch im Multiplayer gespielt werden. Vor jeder Herausforderung darf man wählen, ob man alleine oder im PvP antreten möchte. Entscheidet man sich für den Solo-Modus tritt man je nach Wettbewerbsart gegen die Geister anderer Spieler an. Wer also keine Lust auf Mitspieler hat, aber ebenfalls die Nationalparks unsicher machen möchte, ohne zu vereinsamen, wird mit Riders Republic also glücklich.
Herzstück Multiplayer
Das Hauptaugenmerk liegt aber natürlich auf dem Multiplayer-Part. In der Beta waren wir deshalb auch die meiste Zeit in einer Party mit bis zu fünf Mitspielern unterwegs. Wir erkundeten gemeinsam die Spielwelt, absolvierten Herausforderungen und traten in verschiedenen Mehrspieler-Modi gegeneinander an.
Das Zusammenspiel ist dabei super komfortabel. Jederzeit kann man sich zu einzelnen Team-Mitgliedern warpen. Startet ein Gruppenmitglied eine PvP-Mission, nehmen die anderen automatisch daran teil, egal, wo sie vorher waren. Eine Gruppe wird aber auch nicht gesprengt, wenn man sich mal aufteilt und Solo-Herausforderungen spielt.
Die automatische Teilnahme ist vor allem Gold wert, wenn man im Rider's Ridge an bestimmten Multiplayer-Modi teilnehmen will. In dieser Art Hauptquartier sind nämlich die Sammelplätze für die Trick-Akademie, das Free for All, die Trick-Battles und die sogenannten Mass Races, Rennen, an denen auf PC und den neuen Konsolen bis zu 64 Spieler gleichzeitig teilnehmen. Die Teilnahme an den nicht ständig stattfindenden Mass Races sind heißbegehrt, sodass die ganze Gruppe davon profitiert, wenn ein Mitglied rechtzeitig die Teilnahme bestätigt. Trick-Battle hingegen ist ein Team-Wettbewerb und die Mitglieder einer gruppe werden automatisch der gleichen Mannschaft zugelotst.
Die Trick-Battles erinnern stark an den Modus Graffiti aus der Tony-Hawk-Reihe. Führt man Tricks an Rails, Rampen oder Schanzen aus, werden die Objekte je nach team-Zugehörigkeit in Rot oder Blau gefärbt. Führt jemand aus der gegnerischen Truppe einen besseren Trick an dem Objekt aus, wechselt es die Farbe und geht in deren Besitz über. Das Team, das nach Ablauf des Zeitlimits die meisten Objekte eingefärbt hat, gewinnt. Der Spielmodus mag nicht neu sein, macht aber immer noch Laune.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic: Rasant, spaßig, wahnsinnig - unsere Eindrücke aus der Open-Beta (7)
Die Highlights unseres Ausflugs in die Beta von Riders Republic waren aber tatsächlich die Mass Races. Diese finden in drei Etappen statt und während einer Etappe werden teilweise mehrmals die Sportarten gewechselt. Nahtlos geht es von Bikes zu Skiern, wieder zurück und abschließend zum Raketen-Wingsuit. Man sollte also sämtliche Gerätschaften gut beherrschen, wenn man eine Chance bei den Rennen haben möchte.
Ohnehin muss man erstmal damit klarkommen, dass so viele Leute gleichzeitig wetteifern. Teilweise sieht man kaum die Strecke vor lauter Mitspieler und da diese auch noch schubsen, rammen und drängeln, ist es teilweise gar nicht so einfach, durch die Checkpoints zu kommen. Die Mass Races sind wild und komplett chaotisch, machen aber gerade deshalb auch einen Heidenspaß.
Ob Riders Republic ein Hit wird, können wir jetzt noch nicht sagen. Allgemein wirkt der Titel aber um einiges runder, durchdachter und abwechslungsreicher als Steep. Schlussendlich wird es jedoch auf die Langzeitmotivation ankommen. Auch wenn wir noch nicht so weit spielen konnten, sind wir bei diesem Punkt aber optimistisch.
Quelle: Ubisoft
Riders Republic: Rasant, spaßig, wahnsinnig - unsere Eindrücke aus der Open-Beta (6)
Schon in der Beta wurde man quasi die ganze Zeit belohnt. Für jede bestandene Herausforderung gibt es Sterne, die neue Events freischalten. Zudem hat jede Sportart eine eigene XP-Leiste- Steigt man im Level auf, erhält man bessere Bikes, Snowboards und Co.. Ubisoft zeigte uns einen kleinen Ausblick auf höhere, in der Beta noch nicht erreichbare Stufen und es sah ganz danach aus, als warteten auch nach vielen, vielen Spielstunden noch Belohnungen und Content auf die Spieler.
Wir sind jedenfalls nach unserem Ausflug in die Beta guter Dinge für Riders Republic. Sollte Ubisoft Annecy bis zum Release die wenigen erwähnten Mängel beseitigen, erwartet uns am 28. Oktober ein tolles Trendsport-Spektakel.
