Returnal: In der Zeitschleife gegen die Alienbrut - Vorschau
Special 53,99 €
Manche Tage sind echt schlimm. Etwa, wenn man auf einem Planeten strandet, gegen fiese Alien-Monster kämpft und dabei noch in einer Zeitschleife gefangen ist - wie etwa in Returnal. In unserer Vorschau erklären wir euch, was euch in dem Exklusivtitel für die PS5 erwartet.
Housemarque - dieser Name stand im Verlauf der letzten 10, 15 Jahre vor allem für überdurchschnittliche Arcade-Kost. Ganz gleich, ob nun die beiden richtig tollen Top-Down-Shooter Dead Nation und Alienation, das Voxelspektakel Resogun, das ordentliche Matterfall oder natürlich die wunderbare Super-Stardust-Reihe: Die Finnen lieferten in der Vergangenheit ein gutes bis sehr gutes Indie-Spiel nach dem anderen ab. Doch wie die Entwickler vor einiger Zeit selbst in einem Blog-Post schrieben, haben all diese Spiele auch ein Problem: Sie bringen kein Geld.
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Plakativ mit "Arcade is dead" überschrieben, legte CEO Ilari Kuittinen dar, dass Housemarques Spiele - am Beispiel des 2017er Nex Machina - zwar mit guten Wertungen überhäuft würden, sich kommerziell aber kaum noch lohnen würden. Daher schwenke man nun um - auf Triple-A-Produktionen und Mehrspieler-Titel.
Ergebnis des letzteren Vorhabens ist das momentan pausierte Stormdivers. Interessanter ist jedoch Returnal (jetzt kaufen 51,54 € / 53,99 € ), das bislang ambitionierteste Projekt der Helsinkier, für das die Mitarbeiterzahl von rund 20 mittlerweile auf 80 angewachsen ist. Doch worum geht es dabei überhaupt?
Und täglich grüßt das Alien
Quelle: Sony/Housemarque
Ein Pilz, bitte: Während des Spiels soll Selene auch von Horrorvisionen heimgesucht werden. Ob dieses überwucherte Skelett dazugehört, wissen wir aber nicht.
Grob ausgedrückt handelt es sich bei Returnal um einen Third-Person-Shooter mit Rogue-like- und Horror-Elementen. Wir schlüpfen in die Rolle der Astronautin Selene, die auf einem fremden, feindseligen Alien-Planeten namens Atropos notlandet. Als wäre das nicht schlimm genug, ist die Gute zusätzlich auch noch in einer Zeitschleife gefangen - Star Trek lässt grüßen. Während Selene also die außerirdische Welt erforscht und sich gegen die hiesige Flora und Fauna beweist, wird sie bei jedem tödlichen Misserfolg zurückkatapultiert zu den Sekunden vor ihrem Crash.
Hier kommen dann die erwähnten Rogue-like-Elemente ins Spiel. Naturgemäß ist bei einem so unfreiwilligen Zeitsprung kaum Zeit, noch groß Gepäck aufzugeben. Ergo ist (fast) alles verloren, was ihr bei eurem vorherigen Besuch aufgeklaubt habt. Eine Ausnahme dabei ist das mysteriöse Alien-Artefakt Cthonos, das nicht nur euren Fortschritt bei euren Ausflügen festhält, sondern euch für jeden Durchgang mit einem zufälligen Gegenstand ausstattet.
Lauffeuer
Quelle: Sony/Housemarque
Antropos ist kein allzu freundlicher Ort, lädt aber zum Erkunden ein. Dies hier scheinen etwa Überreste einer alten Zivilisation zu sein.
Ansonsten sammelt ihr genretypisch alles auf eurer Reise bei jedem "Run" neu ein. Das Wichtigste dabei: natürlich die Waffen. Hier wird unterschieden zwischen der Technologie, die Selene bereits an Bord ihres Schiffes hatte, und solcher, die sie auf Atropos findet bzw. zusammenbastelt. Ob wir uns aus den Standard-Waffen anfangs eine aussuchen dürfen oder zugelost bekommen, ist noch etwas unklar, auf jeden Fall gilt: Selene kann immer nur eine einzige Waffe mit sich führen. Diese lässt sich jedoch durch zahllose Upgrades anpassen und verfügt zudem über einen zufällig zugewiesenen zweiten Feuermodus. Dann verschießt eure Shotgun etwa Explosiv-Geschosse oder hinterlässt Säurepfützen, verteilt Elektroschocks oder spawnt fiese Tentakel. Insgesamt soll es zehn Basiswaffen, mehr als 90 Waffen-Upgrades (in je drei Stufen) und zehn Feuermodi geben - die Auswahl ist also durchaus ordentlich. Hinzu kommen noch weitere Ausrüstungsgegenstände, darunter Offensiv-Items wie etwa Smartbomben, defensive "Consumables", die ihr bei der Nutzung verbraucht, oder Artefakte, die Selene neue Fähigkeiten verleihen.
Es gibt zudem noch eine weitere Gegenstandskategorie namens Parasiten, die euch neben starken Vorteilen auch Nachteile bieten - beispielsweise erhöht ein Parasit eure Gesundheitsgeneration, Feinde hinterlassen dafür aber Säurepfützen. Zudem könnt ihr bei eurer Alien-Exploration noch weitere negative Effekte ansammeln, wenn ihr etwa mit Fallen bespickte Truhen öffnet.
Ausweichfrage
Bei den Kämpfen selbst kann Housemarque dann seine Arcade-Herkunft aber nicht mehr verleugnen. Zwar sieht das bisherige Gameplay-Material äußerst schick aus, und auch die Third-Person-Perspektive ist für die Finnen absolut untypisch, aber einige Bewegungen verraten dann doch die eher arcadige Basis. So bewegt sich Selene nicht unbedingt realistisch, was durch die kurze Dash-Möglichkeit noch einmal unterstrichen wird. Und bei den Gegnern fühlten wir uns mitunter an die Bullet-Hell-Eskapaden früherer Housemarque-Spiele erinnert - nur dass ihr den zig Kugeln in ihren geometrischen Flugbahnen eben nicht in Form eines pixeligen Raumschiffs ausweicht, sondern eben als Spielfigur in der Verfolgeransicht. Wie sich das letztendlich steuern lässt und ob die großen Ambitionen des finnischen Entwicklers fruchten, das lässt sich erst sagen, wenn Returnal mach einer Verschiebung anstatt am 19. März am 30. April erscheint. Wir sind gespannt.
