16 Tage 16 Bit: Tag 12 - Zombies Ate My Neighbors

Special Christian Dörre
16 Tage 16 Bit: Tag 12 - Zombies Ate My Neighbors
Quelle: PC Games

An Tag 12 unserer Retro-Reihe 16 Tage 16 Bit legt sich Chris in Zombies Ate My Neighbors auf dem Super Nintendo mit Untoten, Werwölfen, Vampiren, Aliens und anderen Horrorgestalten an. Der Konami-Titel ist zwar bockschwer, sorgt aber trotzdem auch heute noch für Begeisterung.

Mein Name ist Chris, ich bin Redakteur bei PC Games und ich nutze den Lockdown, um 16 Tage lang Spiele aus der 16-Bit-Ära nachzuholen oder neu zu erleben. Euch lasse ich hier an meinen Erlebnissen dabei teilhaben bei 16 Tage 16 Bit.

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Tag 12: Zombies Ate My Neighbors

Ich liebe Horrorfilme. Egal, ob sich langsam anschleichender Grusel, Teenie-Slasher, trashiger Zombie-Splatter oder die alten Monsterfilme in Schwarz-Weiß, ich schaue so ziemlich alles, was in das Horror-Genre fällt. Dementsprechend begeistert war ich natürlich, als ich vor ein paar Jahren von Zombies Ate My Neighbors hörte. Das Konami-Spiel ging damals komplett an mir vorbei, aber vielleicht war das auch besser so, denn als Knirps hätte ich die Hommage an zahlreiche Horror-Klassiker wohl auch nicht zu schätzen gewusst. Jetzt habe ich das Spiel aber endlich nachgeholt und bin gleichermaßen frustriert und begeistert.

16 Tage 16 Bit: Tag 12 - Zombies Ate My Neighbors (1) Quelle: PC Games 16 Tage 16 Bit: Tag 12 - Zombies Ate My Neighbors (1) Das 1994 für Super Nintendo und Mega Drive erschienene Action-Spiel hält sich nicht groß mit einer Story auf. Stattdessen wird man alleine oder im Koop in Gebieten abgesetzt, wo man die Nachbarn vor allerlei Monstern retten soll. Dies geschieht, indem man die Nachbarn aufspürt und dann quasi über sie läuft. Hat man die Nachbarn im Abschnitt gerettet, erscheint eine Tür, durch die man ins nächste Level gelangt.

Ganz so einfach ist es aber natürlich nicht, die Cheerleader, Lehrer, Babys oder Grillmeister der Nachbarschaft aufzuspüren, denn die Levels sind quasi wie ein Labyrinth angelegt und um manche Wege zu öffnen, muss man sich erst woanders Schlüssel besorgen. Zudem warten eben auch überall verschiedene Monster nur darauf, die Spielfigur zu verspeisen und wenn man richtig Pech hat, schnappen die Mistviecher einem die Nachbarn vor der Nase weg.

Zombies Ate My Neighbors ist gleichzeitig eine Hommage an, aber auch eine Persiflage auf bekannte Horror- und Monsterfilme verschiedener Jahrzehnte. Begegnen einem in den ersten von insgesamt 48 Levels nur die titelgebenden Zombies, kommen schon bald weitere bekannte Kreaturen hinzu. Unter anderem bekommt man es mit Killerpuppen, Werwölfen, Vampiren, Aliens oder Kettensägen schwingenden Mördern zu tun. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Glücklicherweise steht man den Monstern nicht ganz hilflos gegenüber, denn es gibt verschiedene Waffen und Items, mit denen man die Kreaturen bekämpfen oder überlisten kann. Mit einer Wasserpistole kann man beispielsweise Zombies abwehren, während ein aufblasbarer Clown die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich zieht. Manchmal findet man aber auch Tränke, die einen selbst in ein Monster verwandeln.

16 Tage 16 Bit: Tag 12 - Zombies Ate My Neighbors (3) Quelle: PC Games 16 Tage 16 Bit: Tag 12 - Zombies Ate My Neighbors (3) Als Horror- und B-Movie-Fan liebe ich die Präsentation von Zombies Ate My Neighbors. Man merkt an allen Ecken, dass die Entwickler selbst große Fans des Genres waren. Dementsprechend witzig und kreativ wurden bekannte Klischees im Spiel verarbeitet. So gut wie jedes Level bringt mich zumindest mal zum Schmunzeln. Trotzdem geht mir der Titel manchmal echt auf die Nerven, denn er ist teilweise dreckig schwer.

Ich gebe es gerne zu, die späten Levels des Spiels habe ich nur gesehen, weil ich mir die entsprechenden Passwörter herausgesucht hatte. Das Balancing von Zombies Ate My Neighbors ist manchmal ziemlich unausgegoren. Einige der letzten Level bestehe ich ohne Probleme, während ich 15 Stufen zuvor dauernd krepiere.

16 Tage 16 Bit: Tag 12 - Zombies Ate My Neighbors (4) Quelle: PC Games 16 Tage 16 Bit: Tag 12 - Zombies Ate My Neighbors (4) Manche Gegner sind einfach viel zu mächtig. Vor allem die Werwölfe gehen mir tierisch auf den Sack, weil sie zu schnell sind, um ihnen zu entkommen, sie kreuz und quer herumspringen, sie sich nur sehr kurz mit einem Clown ablenken lassen und einen teilweise in eine Ecke drängen, aus der man nicht mehr herauskommt. Doch auch die Killerpuppen sind nervige kleine Scheißer, denn sie werfen mit Beilen und stecken etliche Hits ein, bevor sie endlich mal das Zeitliche segnen.

Dennoch hatte ich viel Spaß mit Zombies Ate My Neighbors und empfehle es allen Retro-Fans mit Faible für Horror- und B-Movies. Nach der Pandemie werde ich das Spiel auf jeden Fall noch mal im Koop-Modus spielen, dann muss ich nämlich nicht schneller sein als die Werwölfe, sondern nur schneller als mein Mitspieler.

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