Resident Evil 8 Village im Test: Eher Call of Resi statt Survival-Horror

Test Christian Dörre
Resident Evil 8 Village im Test: Eher Call of Resi statt Survival-Horror
Quelle: PC Games

Am 7. Mai erscheint mit Resident Evil: Village der achte Teil von Capcoms renommierter Survival-Horror-Reihe und versetzt euch diesmal als Ethan Winters in ein europäisches Dorf, in dem Werwölfe, Vampire und andere finstere Kreaturen ihr Unwesen treiben. Wir haben uns durch das Spiel gegruselt und verraten im Test, warum Village zwar Spaß macht, Fans der klassischen Teile jedoch enttäuschen dürfte.

Seit über 20 Jahren gruseln wir uns mittlerweile durch Capcoms Resident-Evil-Reihe und ihre zahlreichen mal mehr, mal weniger gelungenen Spin-offs. Nun will uns der achte Teil der Hauptreihe das Fürchten lehren und schickt uns dafür in ein europäisches Dorf irgendwo im Hinterland. Das wäre in der echten Welt schon gruselig, schließlich sind Menschen mit seltsamem Dialekt, die ein Faible für Traktoren, traditionelle Sauffeste und die eigene Cousine haben, eh schon unheimlich.

In Resi 8 hingegen warten im titelgebenden Village Werwölfe, Vampire und andere Monster, die einen zum Fressen gerne haben. Die ungewöhnlichen Antagonisten klingen erstmal nicht so sehr nach Resident Evil und auch sonst entpuppt sich Part 8 der Reihe als ein Flickenteppich, mit dem man es allen recht machen will, der aber vor allem Fans der alten Survival-Horror-Teile mit eher gemischten Gefühlen zurücklassen dürfte.

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Was zur Hölle geht hier vor?

Village setzt ziemlich genau drei Jahre nach den Geschehnissen aus Resi 7 ein. Protagonist Ethan Winters ist mit seiner Frau Mia in ein hübsches Haus in Europa gezogen, wo sie ihre gemeinsame Tochter Rose aufziehen möchten. In den ersten Spielminuten erlebt man also trautes Familienglück. Mia liest dem Baby eine Geschichte vor, bevor man es ins Bettchen bringt und sich anschließend zum Abendessen an den Tisch setzt.

Was erlaube Chris?! Die bekannte Serienfigur schießt auf Mia, ergreift Rose und entführt Ethan. Was da wohl hintersteckt? Quelle: PC Games Was erlaube Chris?! Die bekannte Serienfigur schießt auf Mia, ergreift Rose und entführt Ethan. Was da wohl hintersteckt? Plötzlich gehen jedoch die Lichter aus, Schüsse treffen Mia, und Chris Redfield - eigentlich ein Freund der Familie Winters - taucht mit einem Sondereinsatzkommando auf. Chris nimmt Rose an sich und Ethan wird von einem der Soldaten bewusstlos geschlagen und in einen Wagen geladen. Als unser Protagonist wieder aufwacht, befindet er sich inmitten von toten Soldaten und gecrashten Fahrzeugen. Jedoch keine Spur von Rose oder Chris Redfield.

Ethan schleppt sich in ein Dorf, wo er allerdings auch keine richtigen Antworten erhält. Die Menschen dort scheinen entweder verrückt oder komplett verängstigt und reden wirres Zeug von einer Mutter Miranda, die angeblich über das Dorf gewacht hat. Nun tummeln sich jedoch Wolfsmenschen dort, die Jagd auf die Einwohner machen. Auf der Suche nach seiner Tochter und Antworten auf die Frage, was zur Hölle hier eigentlich los ist, trifft Ethan jedoch auf noch auf weit schlimmere Kreaturen als die Wölfe. Unter anderem verschlägt es ihn in das Schloss der Vampir-Lady Dimitrescu oder eine geheimnisvolle Fabrik.

Das Dorf-Setting mitsamt klassischer Monster wie eben der Werwölfe und Vampire funktioniert zu Anfang außerordentlich gut, gerade, weil es nicht so recht zur Resident-Evil-Reihe passt. Man ist auf dem gleichen Wissensstand wie Protagonist Ethan Winters und versucht, sich irgendwie zusammenzureimen, wie alles zusammenhängt. Wie sind wir hier hingekommen? Warum existieren diese Kreaturen? Was hat Chris Redfield damit zu tun? Auf der Suche nach Antworten saugt man die tolle Atmosphäre des Spiels auf, die durch eine wunderbar unheimlich gestaltete Spielwelt, aber vor allem durch eine herausragende Soundkulisse generiert wird.

Zu Beginn des Spiels ist Village wunderbar atmosphärisch und gruselig. Das nimmt im Spielverlauf jedoch stark ab. Quelle: PC Games Zu Beginn des Spiels ist Village wunderbar atmosphärisch und gruselig. Das nimmt im Spielverlauf jedoch stark ab. Schleichen wir langsam durch ein hochgewachsenes Feld und sehen, wie sich vor uns das Gras bewegt, oder hören einen markerschütternden Schrei der Vampir-Lady, während wir uns durch ihr Schloss rätseln, dann zucken wir zusammen und es kommt wohlige Spannung auf. Dies gilt jedoch nur für etwa das erste Drittel des Abenteuers, denn je mehr sich die Story vor einem aufdröselt, desto mehr fragt man sich, welches Kleinkind die Geschichte (vermutlich mit Wachsmalstiften) niedergeschrieben hat. Village stolpert von Logikloch zu Logikloch und endet mit einer finalen Erklärung, die uns lauthals zum Lachen brachte. Klar, die Storys der Reihe waren schon immer ein bisschen trashig, teilweise auch ziemlich Banane, aber die Geschichte von Resident Evil: Village (jetzt kaufen ) ist selbst für Resi-Verhältnisse unfassbar dumm und unfreiwillig komisch.

Zwischen Horror und Schießbude

Village zitiert oft die eigene Serien-Historie. Lady Dimitrescu ist quasi ein Vampir Mr. X. Quelle: PC Games Village zitiert oft die eigene Serien-Historie. Lady Dimitrescu ist quasi ein Vampir Mr. X. Resident Evil 8 bemüht sich stets um Abwechslung und wildert dafür sowohl bei Mainstream-Horror-Filmen als auch in der eigenen Serien-Historie. So wird man im ersten Drittel des Spiels beispielsweise mit einer Terror-Passage konfrontiert, die an Resident Evil 4 erinnert, während das Schloss von Lady Dimitrescu teilweise Resi-2-Vibes versprüht, wenn wir Statuenrätsel lösen oder uns die riesige Vampirfrau ganz im Stile eines Mr. X durch die Gänge verfolgt.

Darauf folgt dann ein Abschnitt, der sich quasi voll auf Grusel-Atmosphäre spezialisiert, spielerisch dem direkten Vorgänger nahekommt und klar an ein bekanntes Film-Franchise angelehnt ist. Hier wollen wir aber nicht zu viel verraten, denn man sollte die mal mehr, mal weniger gelungenen Überraschungen, die das Spiel bietet, natürlich am besten selbst erleben. Wenn man dem Spiel Böses will, könnte man sagen, dass Village eine Art Best-of von Resi- und Mainstream-Horror-Elementen ist.

Wenn nicht gerade ein Kopf platzt, ist das Treffer-Feedback nicht sonderlich gut. Manchmal zucken die Gegner nicht mal, wenn man sie trifft. Quelle: PC Games Wenn nicht gerade ein Kopf platzt, ist das Treffer-Feedback nicht sonderlich gut. Manchmal zucken die Gegner nicht mal, wenn man sie trifft. Allerdings sind die verschiedenen Abschnitte zunächst gut umgesetzt, machen Laune und wecken gleichzeitig eine Erwartungshaltung für das, was noch kommen wird. Genau wie bei der Story, gelingt es Resident Evil: Village jedoch nicht, diese Qualität aufrecht zu erhalten. Schon anfangs gibt es recht viel Action, doch nach einer Weile wird der Titel fast schon zur Schießbude. An manchen Stellen wirkt das Spiel eher wie ein Call of Duty mit Monstern und weniger wie ein Teil der renommierten Survival-Horror-Reihe.

Natürlich macht es Spaß, einer ganzen Horde fieser Werwölfe der Reihe nach die Köpfe mit der Flinte wegzupusten, aber so richtig Resident Evil ist das eben nicht. Zudem könnte man von einem Spiel, wo Schießereien so im Fokus stehen, doch besseres Gunplay erwarten. Dies war bereits im Vorgänger ein Kritikpunkt, der im actionreicheren Village aber nun noch auffälliger ist. Wenn nicht gerade ein Kopf zerplatzt, ist das Treffer-Feedback teilweise recht wankelmütig. Mal werden Gegner durch einen Treffer ein wenig zurückgeschleudert, oftmals erkennt man aber nur an herumspritzendem Blut, dass die Kugel offenbar ihr Ziel gefunden hat. Auch die Waffen wirken nicht sonderlich wuchtig. (Gerade mit dem Dualsense-Controller der PS5 wäre hier deutlich mehr drin gewesen.)

Die meisten Gegner sind ziemlich langsam und lassen sich somit leicht abknallen. Quelle: PC Games Die meisten Gegner sind ziemlich langsam und lassen sich somit leicht abknallen. Resi-Profis raten wir zudem, direkt auf dem höchsten der drei Standard-Schwierigkeitsgrade loszulegen, um wenigstens ein bisschen der traditionellen Survival-Horror-Atmosphäre zu bekommen, denn selbst auf "Normal" erhält man stets so viel Medizin, Munition und Geld, dass man eigentlich nie in die Hektik und Panik eines wahren Kampfes ums Überleben kommt. Die meisten Gegner sind noch nicht mal sonderlich schnell. Klar, sie stürmen ab und an auf einen zu, lassen sich aber leicht abwehren, indem man die Hände hochreißt.

Ansonsten tänzeln die Fieslinge gerne vor einem rum, bevor sie angreifen. Das lässt einem trotz ihrer ruckartigen Bewegungen, die einem das Zielen erschweren sollen, immer genug Zeit, sie unter Beschuss zu nehmen. Man kann zwar sehr oft weiterhin weglaufen, aber warum sollte man das tun, wenn man genügend Kugeln hat, um die Gegner einfach direkt zu erledigen?

Lediglich bei den hervorragend inszenierten Bossgegnern verballert man viel Munition. Allerdings kann man diese danach zügig wieder auffüllen. Und auch, wenn die herrlich ekligen Bosse einige Kugeln schlucken, bevor sie endlich das Zeitliche segnen, sind diese Kämpfe zwar spektakulär, aber ziemlich einfach, denn die Schwachpunkte der Biester sind offensichtlich. Wer seine Waffen regelmäßig aufrüstet, wird mit keinem Gegner Probleme haben.
Die Bossgegner werden super in Szene gesetzt, sonderlich fordernd sind die Kämpfe gegen sie aber nicht. Quelle: PC Games Die Bossgegner werden super in Szene gesetzt, sonderlich fordernd sind die Kämpfe gegen sie aber nicht.

Ein Klopskerl auf Reisen

Ab und an findet man auch in den Abschnitten versteckte Aufrüstungsteile für die Waffen, die man dann im Inventar ausrüsten darf. Doch wer wirklich dafür sorgen will, dass seine Schießeisen genug Durchschlagskraft haben, geht zum Duke und gibt Kohle aus. Der Duke ist ein ziemliches Schwergewicht - um es mal nett auszudrücken - und taucht mit seinem Wagen seltsamerweise immer an den Orten auf, wo Ethan Winters gerade nach Töchterchen Rose sucht. Im Angebot des Dukes befinden sich Munition, Heilgegenstände, Aufrüstungsteile und auch neue Inventarplätze, denn Resi-typisch ist das Inventar beschränkt.

Bei Händler Duke kann man unter anderem seine Waffen aufrüsten oder Items für Geld verkaufen. Quelle: PC Games Bei Händler Duke kann man unter anderem seine Waffen aufrüsten oder Items für Geld verkaufen. Allerdings braucht man die Plätze nicht unbedingt, denn im Gegensatz zu klassischen Serienteilen ist das Inventar gesplittet. Der Platz für Waffen, Heilgegenstände und Munition ist begrenzt, andere Items wie Schlüssel, Ringe, Steinplatten oder sonstige Dinge, die man irgendwo einsetzen soll, damit sich der Weg öffnet, sind in einem eigenen, unbegrenzten Inventar untergebracht. Auch hier macht es Village einem also bedeutend leichter.

Man sollte sein Geld also wirklich lieber in die Waffen investieren, denn je nach Spielfortschritt darf man die Wummen vom Duke in mehreren Punkten verbessern lassen. So machen sie beispielsweise mehr Schaden, lassen sich schneller nachladen oder es passen mehr Patronen ins Magazin. Kohle erhält man übrigens von besiegten Gegnern. Entweder lassen sie direkt ein Säckchen mit der Währung Lei fallen oder man sammelt nach deren Ableben ihre kristallisierten Skelette auf, die man dem Duke verkaufen kann.

Der freundliche Fleischberg nimmt aber auch spezielle Gegenstände von Bossgegnern oder ganz besondere Kristalle, die man in Schatzkisten findet oder die man erhält, indem man eine Metallkugel durch ein Labyrinth bugsiert. Allgemein gilt: Wer die Augen offenhält, wird ständig belohnt. Egal, ob nun mit Munition oder Zeug, dass einem beim Duke Geld einbringt. So ist man stetig motiviert, die hübsche und toll gestaltete Spielwelt zu erforschen. Wobei man auch hier wieder sagen muss, dass man sich das Spiel dadurch noch leichter macht.

Das Gegnerdesign ist super gelungen. Bis zum Ende des Spiels begegnen einem immer neue Kreaturen. Quelle: PC Games Das Gegnerdesign ist super gelungen. Bis zum Ende des Spiels begegnen einem immer neue Kreaturen. Später darf man sich vom Duke sogar noch bekochen lassen. Verschiedene Gerichte stehen zur Auswahl, die einem unterschiedliche Boni bringen. So steigert ein Gericht beispielsweise die maximale Gesundheit, während ein anderes den erlittenen Schaden beim Blocken reduziert. Um diese Gerichte verputzen zu können, muss man dem Duke allerdings die benötigten Zutaten bringen und dafür auf die Jagd gehen. Nun, Jagd bedeutet hier einfach, dass man in hüfthohes Wasser spaziert und Fische einfängt oder die zurückgelassenen und verschreckten Hühner und Schweine der geflüchteten Dorfbewohner abknallt.

Da man die Boni jedoch nicht unbedingt benötigt, kann man sich dieses überflüssige Spielelement auch schenken, das offenbar zur Spielzeitstreckung dient. Selbst wenn man auf die "Jagd" geht, schafft man es, Village im ersten Durchgang in unter zehn Stunden durchzuspielen. In weiteren Durchgängen ist man natürlich noch viel schneller.

Rätsel für Anfänger

Village ist in vielen Aspekten kein klassisches Resident Evil, ein Statuen-Verschiebe-Rätsel darf trotzdem nicht fehlen. Quelle: PC Games Village ist in vielen Aspekten kein klassisches Resident Evil, ein Statuen-Verschiebe-Rätsel darf trotzdem nicht fehlen. Ist man mal nicht mit Ballern, Aufrüsten und einigen wenigen Flucht-Passagen beschäftigt, steht man meist vor einem der häufigen Rätsel. Diese erinnern zumeist an die älteren Teile der Reihe. Sprich: Man sucht passende Schlüssel, setzt gefundene Steintafeln ein, verschiebt Statuen, drückt Schalter oder hantiert mit verschiedenen Items. So öffnen sich immer neue Wege und man erkundet nach und nach den jeweiigen Spielabschnitt. Dieses klassische Resi-Feeling macht sich vor allem in Lady Dimitrescus Schloss und einer weiteren kurzen Passage breit, danach jedoch nicht mehr, denn dafür sind die Gebiete zu klein und oftmals auch zu linear.

Zudem muss man auch bei den Rätseln wieder den zu niedrig angesetzten Schwierigkeitsgrad erwähnen. Resident Evil stand nie für extrem harte Kopfnüsse, aber die Knobeleien in Village dürften selbst für Leute, die als Kleinkind oft fallengelassen wurden, keine Hürde darstellen. Lobend muss man allerdings erwähnen, dass Village eine tolle Spielführung in den offeneren Bereichen der Welt hat. Es gibt einem gerade anfangs gerne mal das Gefühl, verloren durch die Gegend zu stolpern, stupst einen dabei aber immer gut auf den richtigen Weg.

Söldner-Action

Im Mercenaries-Modus verkettet man Kills zu Kombos und versucht, innerhalb eines Zeitlimits so viele Punkte wie möglich abzusahnen. Quelle: PC Games Im Mercenaries-Modus verkettet man Kills zu Kombos und versucht, innerhalb eines Zeitlimits so viele Punkte wie möglich abzusahnen. Wer Resident Evil 8 schließlich durchgespielt und immer noch nicht genug Action hat, darf sich auf den sogenannten Mercenaries-Modus freuen, der sich unter den Bonusinhalten freischalten lässt. Die Söldner-Hatz ist nach etlichen Jahren endlich wieder dabei und lässt einen gegen Gegnerwellen antreten. Vor jeder Spielrunde gibt man beim Duke Geld für Waffen, Munition und Items aus und startet dann ins Gefecht. Ein Timer tickt erbarmungslos runter, denn innerhalb eines Zeitlimits muss man zumindest eine gewisse Anzahl Monster töten, um den Bereich abzuschließen.

Kills lassen sich zu Kombos verbinden, die natürlich mehr Punkte bringen. Zudem kann man gelbe Kugeln für mehr Zeit zerstören und blaue Kugeln gewähren Boni wie verstärkte Nahkampfattacken oder mehr Widerstandsfähigkeit. Der Modus ist ziemlich kurzweilig und je mehr man spielt, desto mehr taktische Möglichkeiten eröffnen sich einem. Mercenaries ist also ein echt toller Bonus, gerade, da der eigentlich zu Village dazu gehörende Multiplayer-Modus Resident Evil Re:Verse noch bis zum Sommer auf sich warten lässt.

Ein zweischneidiges Schwert

Die Schwachpunkte der Bosse und Mini-Bosse sind immer sehr offensichtlich. Verraten werden wir sie hier trotzdem nicht. Quelle: PC Games Die Schwachpunkte der Bosse und Mini-Bosse sind immer sehr offensichtlich. Verraten werden wir sie hier trotzdem nicht. In unserem Test haben wir bislang viel Kritik an Resident Evil 8 geäußert, doch ist Village ein schlechtes Spiel? Ein ganz klares Nein! Der Titel hat seine genannten Probleme und dürfte gerade Veteranen der Reihe mit einigen Elementen und Entscheidungen vor den Kopf stoßen, obwohl man sich in manchen Abschnitten auch um sie bemüht. Da liegt auch der größte Fehler des neuen Resi: Es will es allen recht machen. Und das ist natürlich ein hoffnungsloses Unterfangen. Teilweise wirkt der Titel, als ob vier verschiedene Teams einzelne Abschnitte entwickelten, die dann zusammengeworfen wurden.

Allerdings ist Village auch super inszeniert, glänzt mit einem interessanten Setting und vor allem sehr gutem Pacing. So doof die Auflösung der Story auch ist und trotz der bis dahin auch schon offensichtlichen Kritikpunkte, Village macht bis zum Finale Spaß und überrascht auch immer wieder mit Abwechslungsreichtum. Wer ein klassisches Resi oder ein reines Horrorspiel erwartet, wird wohl nicht ganz glücklich. Wer Lust auf einen toll in Szene gesetzten Shooter mit Resi-/Horror-Elementen hat, wird aber gut unterhalten. Gerade auch, da sich der Titel technisch keine Blöße gibt. Bis auf ein paar in der Luft stehende Gegenstände im Mercenaries-Modus fielen uns während des Tests keine Bugs auf.

Man sieht Village zwar an, dass es ein Cross-Gen-Titel ist, doch die Charaktermodelle sind wunderbar detailliert und das Spiel glänzt mit allerhand stimmungsvollen und schönen Lichteffekten. Zudem läuft der Titel auf allen Plattformen jederzeit flüssig, selbst auf PS4 und Xbox One. Es sei jedoch gesagt, dass der Lüfter bei der PS4 ganz schön aufdreht. Die Menüsteuerung ist auf dem PC ein wenig nervig, aber dafür teilt man mit der Maus natürlich noch sicherer Kopfschüsse aus. Zudem kann man hier auch immer nahtlos zwischen Gamepad und Maus/Tastatur wechseln.

Meinung

Bildergalerie

Wertung zu Resident Evil 8 Village (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Resident Evil 8 Village (PS5)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Resident Evil 8 Village (XSX)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Resident Evil 8 Village (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Resident Evil 8 Village (XBO)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Top inszeniertHervorragende SoundkulisseTolle LichtstimmungCooles SettingGute deutsche VertonungTeilweise super atmosphärischOptisch abwechslungsreiche GebieteTeils herrlich fieses Gegnerdesign
Selbst auf normalem Schwierigkeitsgrad recht einfachNur selten gruseligAufgesetztes und unnötiges JagenZu viele Schießbuden-AbschnitteMittelmäßiges GunplayUnfassbar dämliche Story voller Logiklöcher

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