Resident Evil 8 Village in der Vorschau: Unser Fazit nach einer Stunde Gameplay!

Special Carlo Siebenhüner
Resident Evil 8 Village in der Vorschau: Unser Fazit nach einer Stunde Gameplay!
Quelle: Capcom

Capcom lässt tief blicken! Kurz vor Release von Resident Evil Village gewährt der Publisher Einblicke in den neuesten Teil seiner Horrorreihe. Wir konnten uns vor Release eine Stunde Gameplay ansehen und können euch endlich Details zum Horrorschocker verraten.

Resident-Evil-Fans sind leidgeprüft. Nicht nur die Spiele allein strapazieren das Nervenkostüm, sondern auch Capcoms Informationspolitik. Seit Resident Evil Village vor fast einem Jahr angekündigt wurde, streut der Publisher immer nur kleine Infos. Hier mal ein paar Minuten Gameplay, dann wieder ein Trailer, der die Fans mit Cliffhangern in den Wahnsinn treiben. Selbst die erste Demo vermittelte nur bedingt einen Ausblick auf das fertige Spiel und ist auch noch auf die wenigen Spieler limitiert, die bereits eine Playstation 5 ergattern konnten. Nicht mal einen Monat vor Release wird es also höchste Eisenbahn für einen detaillierten Blick in Capcoms neue Ausgabe seiner Horrorschocker-Serie.

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Endlich Charakterstärke

Im Zuge einer circa einstündigen Demo zeigte uns Capcom einen großen Teil des Anfangs von Resident Evil. Dabei konnten wir einen detaillierten Blick auf Kampfsystem, Spielwelt und Gameplay werfen und so auch die Stimmung und die Ausrichtung erkennen, die Capcom am 07. Mai 2021 mit Resident Evil Village (jetzt kaufen ) erreichen will.

Unsere Demo schmeißt uns unkommentiert nach einem Unfall irgendwo ins Nirgendwo von Osteuropa. Aus den Trailern wissen wir, dass wir wieder Ethan Winters spielen - Protagonist aus Resident Evil 7 -, der sich mit seiner Frau Mia eine Familie mit Kind aufgebaut hat. Eines Nachts wird die Familienidylle schwer getroffen. Frau ausgeschaltet, Baby weg und alles hängt mit dem bekannten Serienhelden Chris Redfield zusammen. (Wir hatten die Cliffhanger bereits erwähnt, oder?) Ethan macht sich also auf den Weg seine Tochter zu finden.

In Resident Evil Village trefft ihr auch immer mal auf normale Dorfbewohner, die euch erst als Außenseiter, aber später auch als Rettung ansehen.  Quelle: Capcom In Resident Evil Village trefft ihr auch immer mal auf normale Dorfbewohner, die euch erst als Außenseiter, aber später auch als Rettung ansehen.  Dabei waren einige Fans gar nicht so glücklich darüber, dass der Protagonist von Teil 7 übernommen wird, war Ethan als Charakter doch ziemlich blass im Vorgänger. Diese Rufe scheint Capcom aber erhört und an Ethan gearbeitet zu haben. In unserer Demo vermittelt er um einiges mehr Profil. So quasselt er gern mal mit sich selbst, um seinen Gemütszustand zu vermitteln. Aber auch die Spielwelt kennt den Namen Ethan Winters. In Village treffen wir vor allem anfangs immer wieder auf mehr oder weniger normale Leute, mit denen Ethan interagiert und die als kleine Questgeber interagieren. Dadurch erfährt man, dass Ethan als der "Außenseiter" bekannt ist, der dem Dorf zu Hilfe eilt. Macht ihr beispielsweise Bekanntschaft mit dem moppeligen Händler "The Duke", hat der sich schon gefragt, wann ihr wohl bei ihm aufschlagt.

Aber auch die Gegner lernen schnell euren Namen. Allen voran die Prozession unter Mother Miranda. Die gilt eigentlich unter den Dorfbewohnern als Schutzheilige, hat aber anscheinend jetzt andere Dinge vor und schart eine Entourage des Bösen um sich. Den hammerschwingenden Werwolf Heisenberg und die Riesenlady Dimitrescu kennt man bereits. In unserer Preview konnten wir aber neben Mother Miranda noch zwei weitere Mitglieder des Zirkels ausmachen, mit denen euch das Spiel im späteren Verlauf vermutlich ebenfalls konfrontieren wird. Dabei sieht es so aus, dass jeder Oberbösewicht einen Teil der Spielwelt kontrolliert. Während Heisenberg und seine Werwölfe das Dorf unsicher machen, sind Lady Dimtrescu und ihre Töchter im Schloss unterwegs. Ob es noch mehr Spielgebiete gibt, können wir aktuell noch nicht sagen, aber auch in Resident Evil 7 wurde man im späteren Verlauf mit unvorhergesehenen Spielgebieten überrascht.
Die Entourage des Bösen unter Mother Miranda. Lady Dimitrescu und Heisenberg kannte man bereits. Neu mit dabei sind die lebendige Gruselpuppe hinten links und der buckelige Mutant hinten rechts.  Quelle: Capcom Die Entourage des Bösen unter Mother Miranda. Lady Dimitrescu und Heisenberg kannte man bereits. Neu mit dabei sind die lebendige Gruselpuppe hinten links und der buckelige Mutant hinten rechts. 

Eine bunte Horrortüte

Manchmal hetzt euch das Spiel eine ganze Menge Gegner auf den Hals. Dann hilft meist auch beherztes Wegrennen.  Quelle: Capcom Manchmal hetzt euch das Spiel eine ganze Menge Gegner auf den Hals. Dann hilft meist auch beherztes Wegrennen.  Die Spielabschnitte unterscheiden sich dabei merkbar voneinander. Wenn ihr zu Beginn des Spiels im Dorf ankommt, seid ihr voll im Survival-Modus. Ethan kommt bloß mit seinen Flusen in der Hosentasche an und ihr müsst euch so gut es geht ausrüsten. Dabei rücken euch immer wieder die werwolfähnlichen Monster auf die Pelle, die sogar eine eigene Gegner-KI mitbringen. Die haarigen Unholde jagen im Rudel und positionieren sich gern mal um einen rum auf Hausdächern oder im Gebüsch und lauern. Bricht der Angriff dann einmal los, wird der Kampf in Resident Evil Village auch mal hektisch. Ist man den Vorgänger gewohnt, kommen hier nämlich vergleichsweise viele Gegner auf einmal und der Action-Part überwiegt.

Die Rätsel dürfen in Resident Evil nicht fehlen: Hier muss eine Kugel in ein Loch bugsiert werden, damit eine Truhe aufgeht.  Quelle: Capcom Die Rätsel dürfen in Resident Evil nicht fehlen: Hier muss eine Kugel in ein Loch bugsiert werden, damit eine Truhe aufgeht.  Den Gegensatz dazu bildet in unserer Demo das Schloss. Dort nehmen das Tempo und die Hektik der Angriffe deutlich ab und ihr tretet meistens in direkte Konfrontationen mit einer der Vampirladys. Hier versprüht Resident Evil Village wieder die Verfolgungsangst des Vorgängers. Das Schloss ist schön verschachtelt und hinter jeder Ecke könnte wieder eine der reizenden Damen mit ihren blutigen Sicheln lauern. Außerdem dreht das Spiel im Schloss die Menge an typischen Rätseln hoch, die man aus Resident Evil kennt. Ein Beispiel: An einer Stelle sehen wir vier Statuen ohne Gesicht und eine Tür dahinter. Wir müssen also durchs Schloss stromern, die Gesichter aufspüren und sie dann richtig anordnen, damit die Tür aufgeht. Dabei werden wir immer von den Vampirladys in bester Mister-X-Manier verfolgt.

Man merkt, dass Capcom um wesentlich mehr Abwechslung bemüht ist und so Action- und Horrorfans zusammenbringen will. Ob das klappt, muss sich zeigen, da dieses Spieldesign zwar die Abwechslung erhöht, aber auch langweilen oder sogar frustig werden kann. Wenn beispielsweise Freunde des dezenten Horrors in zu lange Action-Abschnitte geschmissen werden, ist das auf Dauer sehr nervig.

Schaurig-schöne Technik

Auf technischer Ebene scheint Resident Evil Village auf solider Basis zu stehen. Die RE-Engine ist mittlerweile sehr gut eingespielt und überzeugt mit ihren technischen Spielereien. Gerade im Schloss sind die Innenräume detailliert eingerichtet, die Architektur verschnörkelt und mittels Raytracing auf den neuen Konsolen reflektieren Oberflächen realistisch und werfen stimmungsvolle Schatten. Wenn uns dann noch eine der Vampirladys direkt ins Gesicht lacht, würde man sich die VR-Version direkt dazu wünschen. Im Gegensatz zu Resident Evil 7 ist diesmal aber keine VR-Version geplant - zumindest vorläufig nicht. Manche Szenen wirken nämlich sehr, als wären sie für Virtual Reality designt.
Die Technik von Resident Evil Village überzeugt mit fast schon verschwenderisch vielen Details. Auf PC und den neuen Konsolen liefert das Spiel sogar Raytracing-Beleuchtungseffekte.  Quelle: Capcom Die Technik von Resident Evil Village überzeugt mit fast schon verschwenderisch vielen Details. Auf PC und den neuen Konsolen liefert das Spiel sogar Raytracing-Beleuchtungseffekte.  Auch bei Waffenhandling und Interface geht man bekannte Wege. Die Schießeisen klingen gut, könnten unserer Meinung aber etwas mehr Bums vertragen. Das kann sich aber im Laufe des Spiels ändern, denn beim Händler könnt ihr eure Waffen noch verstärken - dafür hat uns die Gameplaydemo aber nicht genug Einblick verschafft.

Das neue Crafting-Menü zeigt euch übersichtlich eure Materialien und lässt euch bequem Gegenstände herstellen.  Quelle: Capcom Das neue Crafting-Menü zeigt euch übersichtlich eure Materialien und lässt euch bequem Gegenstände herstellen.  Lauft ihr durch die Spielwelt, trefft ihr wieder auf die typischen gelben Markierungen, die euch signalisieren, dass ihr hier irgendwas machen könnt. Eine gelbe Kiste kann man kaputthauen, einen gelb markierten Schrank schiebt ihr vor die Tür, um anstürmende Gegner abzuhalten. Das Inventar ist wieder klassisch begrenzt, hat aber ein neues Crafting-Menü. Im Gegensatz zum Vorgänger schraubt ihr Munition und Medifläschchen nicht mehr unübersichtlich im Inventar zusammen, sondern seht im neuen Reiter alle Materialien auf einen Blick und könnt schnell craften. Apropos craften: Das wurde noch erweitert. Ihr könnt jetzt sogar Tiere jagen gehen und aus dem Fleisch Gerichte kochen. Die geben euch dann zeitweise verschiedene Buffs. Es lohnt sich also offensichtlich wieder sehr, die Spielwelt nach Goodies zu durchstreifen.

Damit ihr euch auch selbst einen Eindruck vom Spiel machen könnt, liefert euch Capcom dafür die Möglichkeit. Im Rahmen eines Demo-Events könnt ihr am 02. Mai eine Probierversion herunterladen und dort gewisse Areale im Dorf und im Schloss erkunden. Die Demo ist auf 60 Minuten begrenzt, steht aber für alle Releaseplattformen zur Verfügung. Resident Evil Village erscheint dann eine Woche später am 07. Mai 2021 für PC, Xbox One, Xbox Series X/S, PlayStation 4, PlayStation 5 und Google Stadia.

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