DVD-Test: Relative Strangers

Test Simone Neus

Dieser Film könnte auch "Meine Braut, meine leiblichen Eltern und ich" heißen. Greg Glienna kopierte seine eigene Idee

Wussten Sie, dass "Meine Braut, ihr Vater und ich" (2000) mit Ben Stiller und Robert De Niro ein Remake ist? Das deutlich weniger prominente Original mit dem Titel "Meet the Parents" stammt aus dem Jahre 1992 und aus der Feder von Greg Glienna, der damals auch Regie führte. Ganze 14 Jahre später kramte Glienna das Konzept der Komödie mit den unliebsamen (Schwieger-)Eltern wieder hervor, um daraus eine neue Geschichte zu stricken. Für diese orientierte er sich beim "Meine Braut, ..."-Sequel "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" (2004).

Eine bezaubernde Verlobte (Neve Campbell, "Scream"), steinreiche Eltern und eine verheißungsvolle Laufbahn als Psychiater mit Doktortitel -- Richard Clayton (Ron Livingston, "Band of Brothers") ist voll auf der Überholspur. Doch als der Tag seiner Hochzeit immer näher rückt und sein erstes Buch ein Bestseller zu werden verspricht, wird er mit einer unfassbaren Tatsache konfrontiert: Er ist adoptiert. Richard beauftragt einen Privatdetektiv, seine Erzeuger ausfindig zu machen -- mit überraschend schnellem Erfolg.

Triff die Eltern

Frank (Danny DeVito) und Agnes Manure (Kathy Bates) sind jedoch nicht das erhoffte wohlhabende, intelligente und sozial engagierte Ehepaar, sondern das unkultivierte, rücksichtslose, ständig fluchende und zankende, personifizierte Grauen. Er ist Alkoholiker und Vertreter für Schädlingsbekämpfungsmittel, sie mit Haaren auf den Zähnen und zahlreichen psychischen Erbkrankheiten belastet.

Während Richard die neuen Eltern am liebsten gleich wieder loswerden würde, haben diese sich natürlich fest vorgenommen, die verpassten Jahre mit ihrem verlorenen Sohn wieder aufzuholen. Dabei stürzen sie nicht nur Richards Karriere, sondern auch seine Beziehung ins totale Chaos ... TO n

Fazit

Film-Check: Obwohl sich Danny DeVito und Kathy Bates als wenig originelle Trailerpark-Variante der Fockers redlich Mühe geben, kommt der vorhersehbare und nur selten richtig witzige Klamauk längst nicht an die beiden filmischen Vorbilder mit Ben Stiller heran. Während Neve Campbell noch die sympathischste Rolle zuteil wurde, bietet sich bei der von Ron Livingston verkörperten heuchlerischen Gutmensch-Figur kaum Identifikationspotenzial. Am Schluss werden dem Zuschauer dann die Bedeutung von Toleranz und die Wichtigkeit der Familie wieder einmal mit der Holzhammermethode eingebläut. Das tut zwar nicht weh, hätte aber dennoch nicht sein müssen.
DVD-Fazit: Die technische Umsetzung der Scheibe ist ordentlich, aber unspektakulär. Für das knappe Bonusmaterial gilt das Gleiche. Immerhin kann man den beiden Featurettes einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen.

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