Red Solstice 2: Survivors - Interessanter Echtzeit-Taktik-Mix mit technischen Mängeln
Special 13,49 €
Gut einen Monat vor der Veröffentlichung von Red Solstice 2: Survivors haben uns die Entwickler von Ironward einen Einblick in das Spiel gewährt. Wie schon beim Vorgänger geht es hauptsächlich um packende Echtzeit-Taktik mit Survival-Elementen. Was das Spiel noch so kann und welche Probleme es noch hat, erfahrt ihr in der Vorschau.
In einer düsteren fernen Zukunft wurde die Erde von Monstern überrannt und die überlebenden Menschen haben sich auf den Mars zurückgezogen. Aber auch hier geht der Überlebenskampf weiter. Aus dieser Prämisse haben die kroatischen Entwickler von Ironward im Jahre 2014 packendes teambasiertes Actionspiel mit dem Namen The Red Solstice gestrickt. Sieben Jahre später schicken sich die Macher nun an, dem ganzen einen Nachfolger zu spendieren. Red Solstice 2: Survivors erscheint schon am 17. Juni 2021 und soll erneut Echtzeittaktik mit Survival-Elementen und eingängigem Koop-Gameplay verbinden. Im Rahmen eines virtuellen Vorschauevents und einer spielbaren Alpha-Version konnten wir uns kürzlich einen ersten eigenen Eindruck vom Spiel verschaffen.
Kampf um den Mars
Quelle: 505 Games
Red Solstice 2 in der Vorschau. (4)
Es sind inzwischen 117 Jahre seit dem Verlassen der Erde vergangen. Die Ereignisse des Vorgängers liegen noch nicht lange zurück. Da wird der kybernetisch verbesserte Soldat Executor von einer mysteriösen Gesellschaft, die sich die Gründer nennt, zum Leben erweckt. Der Supersoldat soll eine geheime Taskforce anführen, die von einem mobilen Landungsschiff aus operiert.
In der Einzelspieler-Kampagne schlüpft ihr als Spieler entsprechend in die Rolle von Executor und müsst all die strategischen Entscheidungen treffen, um euren Trupp zum Sieg zu führen und das Überleben der Menschheit auf dem Mars zu sichern. Hier kämpfen nämlich verschiedene Unternehmen um die Überreste. Neben dem Kampf gegen diese Mächte müsst euch aber auch gegen die anhaltende Invasion der sogenannten STROL-Mutanten erwehren und ganz nebenbei noch ein Heilmittel für das Virus finden, das droht die Menschheit auszulöschen.
Quelle: 505 Games
Red Solstice 2 in der Vorschau. (9)
Fliegende Festung
Der Aufbau der Kampagne erinnert ein wenig an XCOM. Auf einer strategischen Karte des Mars scannen wir mit unserer fliegenden Basis nach Gefahren und steuern die verschiedenen Einsätze an. Außerdem lassen sich Außenposten errichten, die Ausstattung unserer Truppe verändern und neue Technologien erforschen. Stück für Stück bauen wir unseren Einfluss in einer Region aus, um diese schließlich völlig unter unsere Kontrolle zu bringen.
Sobald wir neue Technologien erforscht haben, lassen wir von den Ingenieuren die entsprechende Ausrüstung herstellen, um unsere Soldaten damit auszurüsten. All diese Elemente sind zweckdienlich und passen zum Kontext des Spiels, aber sie sind längst nicht so umfangreich wie im genannten Vorbild. Einen Basisausbau, der neue Möglichkeiten eröffnet, gibt es zum Beispiel nicht.
Überleben in Echtzeit
Quelle: 505 Games
Red Solstice 2 in der Vorschau. (3)
Sobald es in eine Mission geht, stellen wir unser Team zusammen. Die Kampagne kann komplett allein gespielt werden, indem man seinen Trupp mit NPC-Kämpfern auffüllt. Allerdings ist das Spiel auch sehr stark auf Koop ausgelegt. Bis zu acht Spieler können sich zusammenschließen und je einen Soldaten auf dem Schlachtfeld befehligen. Für Abwechslung und die Kombination verschiedenster Fähigkeiten, stehen sechs Klassen für die Kämpfer zur Auswahl. Dabei reicht das Angebot vom typischen Assault-Frontsoldaten, über einen schweren Unterstützer, bis hin zum Demolition, der eine Vorliebe für alles hat, was explodiert.
Anders als bei XCOM läuft das Geschehen auf dem Schlachtfeld in Echtzeit ab. Entsprechend steuern wir unseren Kämpfer mit Klicks auf die rechte Maustaste über die Karte und wählen mit Links Ziele aus. Die meiste Zeit versetzen wir unseren Helden aber eher in einen Überwachungsmodus, in dem dieser selbstständig Ziele angreift. Wir können uns dann auf die Bewegung und den Einsatz von Fertigkeiten wie Granaten, Heilpacks und sonstigen Gimmicks konzentrieren. Denn Action ist auf dem Bildschirm nahezu permanent. Immer wieder strömen Gegner auf uns ein. Erstmal stehen bleiben und alle Feinde vernichten, bringt daher nicht viel. Da die Gegner mit der Zeit auch stärker werden können, geht es in erster Linie ums Überleben und die Konzentration auf die Missionsziele.
Quelle: 505 Games
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Noch einiges zu tun
Für kurzweiligen Actionspaß innerhalb der drei spielbaren Missionen unserer Anspielversion reichte Red Solstice 2 (jetzt kaufen 13,49 € ) schon aus. Um darüber hinaus zu überzeugen, haben die Entwickler aber bis Juni noch einiges zu tun. So fehlen derzeit noch Zwischensequenzen, was es etwas erschwert der Story zu folgen. Animationen und Partikeleffekte sind nachweislich noch nicht fertig. Diese und noch einige andere Probleme haben die Entwickler aber auch schon anerkannt und uns direkt darauf hingewiesen.
Darüber hinaus hatten wir aber auch so ein paar Probleme bei der Bedienung im Hauptmenü und mit Abstürzen des Programms mussten wir ebenfalls leben. Bei nur noch zwei Monaten bis zum Release auf jeden Fall noch eine umfangreiche Todo-Liste für das kroatische Team. Die interessante Verzahnung aus Echtzeit-Taktik-Kämpfen und einem strategischen Oberbau, der uns motiviert den Mars Stück für Stück zu befrieden, könnte für ein spannendes Spiel-Erlebnis sorgen. Da wären technische Unzulänglichkeiten sehr schade.
