Red Faction: Armageddon im Test: Abriss-Simulator mit kreativen Waffen - Jetzt im Handel

Test Ali Wenzel

Red Faction: Armageddon im Test: MIt dem Zerstörungs-Simulator aus dem Hause Volition zerlegt ihr abermals den halben Mars. In unserem Test von Red Faction: Armageddon klären wir, wie viel Spaß die ausgelebte Zerstörungswut macht.

Bereits zu Beginn unseres Tests von Red Faction: Armageddon ist klar: Auch im neuen Teil der Action-Reihe von Volition geht's um Zerstörung. Physikalisch korrekt reißt ihr auf dem Mars verschiedene Gebäude ein - möglich ist das dank der Geo Mod 2.5-Engine. Die Handlung von Red Faction: Armageddon setzt fünfzig Jahre nach dem Vorgänger Red Faction: Guerilla ein. Ihr schlüpft in die Haut von Darius Mason, dem Enkel von Protagonist Alan aus dem Vorgänger. Eure Aufgabe ist es, den übergeschnappten Terroristen Adam Hale aufzuhalten, der den lebenswichtigen Terraform-Generator auf dem Mars zerstört hat. Seither muss die Bevölkerung im Untergrund des Himmelskörpers vor sich hin vegetieren. Als Darius für Hale einen Söldner-Job erfüllen soll, legt der Darius aufs Kreuz, welcher versehentlich eine außerirdische Rasse aufweckt, die mit einem gesegneten Appetit auf Menschenfleisch auf den Plan tritt.

Vor allem die erste Hälfte der Kampagne ist sehr atmosphärisch umgesetzt. Die Höhlenlevels sind abwechslungsreich dargestellt und setzen damit auch häufig optisch Höhepunkte. Am Ende der rund acht Stunden langen Kampagne gelangt ihr kurz an die Marsoberfläche, allerdings dauert es bis dahin rund acht Spielstunden. Sehr gut gefallen haben uns die verschiedenen Waffen, mit denen ihr Gegner und Gebäude an die Substanz gehen könnt. Highlight ist hier etwa der Strahler, mit ihr Gegner verdampfen könnt, sowie das Magnet-Gewehr, das einen unendlichen Vorrat an Magnet-Paaren ablässt. Ein Magnet hier abgesetzt, den anderen dort und zack, klatschen die beiden Gegenstände aneinander. Ob es sich dabei um eine Hauswand oder etwas anderes handelt, ist dem Magneten vollkommen egal.

Eure Fähigkeiten levelt Ihr auf, indem Ihr den Schrott von zerstörten Häusern einsammelt und verkauft. Zudem fliegen nützliche Container herum, die Euer Schrott-Konto ebenfalls auffüllen. Neben der Kampagne gibt es auch etwas für Mehrspieler-Freunde: Im Heimsuchungsmodus wehrt ihr mit bis zu drei Freunden Alien-Wellen ab und schützt dabei Häuser. Im Zerstörungsmodus knackt ihr Highscores, indem ihr in einer Minute so viel Zerstörung wie möglich anrichtet. Insgesamt fünf Karten stehen für die Mehrspieler-Modi zur Auswahl - etwas wenig, wie wir finden.

Bildergalerie

Wertung zu Red Faction: Armageddon (X360)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Fantastische GeoMod 2.5-EngineToller Heimsuchungs-, ZerstörungsmodusKreative Waffen
Frustige Alien-Kämpfe am EndeZerstörungsmodus mit nur 5 KartenSeltene Physik-Aussetzer
Fazit

Ist Red Faction: Armageddon ein verkappter Abriss-Simulator? Sicher, absolut. Volition setzt zu hundertzehn Prozent auf die GeoMod 2.5-Engine, lässt dabei aber sinnvolle Neuerungen nicht aus den Augen. Allein die Reparatur-Funktion der Nano-Schmiede hätte den mittelprächtigen Vorgänger Guerrilla aufgewertet. Und die Modi Heimsuchung und Zerstörung sind ebenfalls nette Dreingaben - fünf Karten für den letzteren aber zu wenig! Über die fast schon frustig-langen Alien-Armeen gegen Ende werde ich aber noch im Halbschlaf schimpfen.

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