Red Dead Redemption im Switch-Test: Auch auf der Nintendo-Konsole ein grandioses Erlebnis
Test
Red Dead Redemption erscheint am 17. August für Nintendo Switch und PS4. Wir klären im Test, wie gut das Western-Abenteuer gealtert ist.
Etwas überfordert mit der Situation, machen wir uns auf die Suche nach Hilfe, um das Geheimnis der Zombies aufzudecken. Mit dabei sind etliche Figuren, die in der normalen Geschichte von Red Dead Redemption ebenfalls eine Rolle spielen. Die Undead-Nightmare-Erweiterung ist direkt im Port enthalten und kann jederzeit vom Menü aus gestartet werden - sogar noch vorm Hauptspiel, was wir allerdings nicht unbedingt empfehlen, da sie einige Elemente der Story spoilert.
Kein neues Debakel
Doch kommen wir einmal zu den wirklich wichtigen Punkten. Nachdem Rockstar zuletzt bei GTA: The Trilogy - Definitive Edition etliche Bugs und grausame Designentscheidungen getroffen hat, können wir bei der Portierung von Red Dead Redemption beruhigen. Das Spiel sieht auf der Nintendo Switch sehr gut aus - auf dem kleinen Display sogar noch besser als auf dem Fernsehbildschirm. Das hängt mit der Auflösung zusammen, die beim mobilen Spielen weniger gezerrt erscheint und von der ersten Sekunde an überzeugt. Mimik und Gestik der Charaktere sorgen ebenso für keinerlei Probleme. Aufgefallen ist uns allerdings, dass das Spiel ein wenig heller als im Original daherkommt. Einen Minuspunkt gibt's dafür nicht, schließlich entpuppt sich die Veränderung gerade auf dem kleinen Display als sehr angenehm.
Quelle: Rockstar Games
Wie bereits im Titel von 2010 ploppen hin und wieder Objekte im Hintergrund auf. Manche Texturen sind außerdem unscharf. Und auch mit Kantenflimmern müssen wir an der ein oder anderen Stelle leben. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau.
Keine falsche Bewegung!
Die Steuerung funktioniert ebenfalls einwandfrei. Und das, obwohl Rockstar in diesem Punkt oftmals schwächelt. John Marston lässt sich jedoch ohne Probleme zu Fuß und auch auf dem Pferd steuern. Die Eingaben sind sehr direkt und sogar durch Engstellen manövrieren wir mit unserem treuen Ross kinderleicht.
Für Spieler, die die Tastenbelegung der Playstation- oder Xbox-Controller gewöhnt sind, ist die Umgewöhnung der "vertauschten" Knöpfe auf der Switch das größte Übel. Nintendo-Fans lachen darüber natürlich. Im Notfall kann man die Belegung wie üblich aber auch in den Einstellungen der Konsole ändern.
Die restlichen Funktionen wie das Auswählen der Knarren aus dem Waffenrad oder das Zielen mit den Joy-Cons sowie dem Pro-Controller stellen uns vor keine größere Herausforderung. Selbst ohne standardmäßig aktivierte Zielhilfe machen Schießereien ordentlich Laune.
Die einzigen gröberen Bugs, die uns ziemlich deutlich aufgefallen sind, passieren bei Finisher-Moves im Nahkampf. Sobald wir dicht an einem Gegner stehen und eine Kugel abfeuern, bekommen wir eine Kopfschussanimation zu sehen. Bei der hat die Kamera hin und wieder Probleme, dem Geschehen zu folgen und flutscht auch schon mal unter die Spielwelt.
Westernklänge und der Preis ist heiß
Sound und Musik überzeugen dagegen wie auch im Original. Die englische Vertonung ist absolut gelungen und die Musikuntermalung passt perfekt zum Wilder-Westen-Setting. Daher bleibt auch die Stimmung in Red Dead Redemption im Switch-Port einzigartig.
Die Umsetzung lässt insgesamt nicht zu wünschen übrig. Mit zum Launch 50 Euro ist der Preis für ein 13 Jahre altes Spiel jedoch gesalzen. Wir bekommen zwar, wie bereits angesprochen, neben der Hauptstory noch Johns Abenteuer in der Erweiterung Undead Nightmare dazu, dafür fehlt der Multiplayer komplett.
Wer noch nie das Western-Epos gespielt hat, kann definitiv zugreifen, denn Red Dead fasziniert auch auf der Switch. Kenner des Originals müssen selbst entscheiden, ob das Paket ihnen den hohen Preis wert ist. Sobald wir uns auch die PS4-Version anschauen konnten, liefern wir euch ein Test-Update, vor allem, falls sich nennenswerte Unterschiede zeigen sollten.
