Red Dead Redemption im Test: Seite 2

Test Dominic Eskofier

Red Dead Redemption im Test! Setzt Rockstar nach GTA 4 den nächsten Meilenstein? Unser Test liefert die Antwort und verrät: PS3-Version technisch schwächer.

Red Dead Redemption - Test: Wildwest-Vielfalt
Um für Abwechslung vom Wüstenalltag zu sorgen, schickt euch Red Dead Redemption im letzten Drittel noch ins nördliche "New Elizabeth", das mit deutlich milderem Klima gesegnet ist. Hier dominieren Tannenwälder und verschneite Gebirgspfade das Landschaftsbild und die Städte können bereits einen Hauch von Zivilisation vorweisen. Von der blutigen Revolution in Mexiko (bei der ihr natürlich kräftig mitmischt) oder dem schwelenden Konflikt zwischen Banditen und Farmern in New Austin ist hier nur wenig zu spüren.

Die glaubwürdige Spielwelt, die wir bereits in unserem Vorabtest von Red Dead Redemption beschrieben hatten, zieht sich durch das gesamte Spiel und auch die Story lässt keine Fragen offen: Mehrere Male konnte uns der Titel während des rund 15-stündigen Haupterzählstrangs mit überraschenden Wendungen begeistern.

Red Dead Redemption (Test-Version) (10) Quelle: Rockstar Games Red Dead Redemption (Test-Version) (10) Vor allem das Ende steht selbst Hollywood-Filmen dramaturgisch in nichts nach, gerade weil das Spiel eigentlich schon Stunden vor der eigentlichen Schlussszene vorbei sein könnte. Die Entwickler bringen am Ende aber noch mal einen besonderen Twist - lasst euch überraschen! Unterstützt wird die Handlung durch die hervorragenden Dialoge, die Gänsehaut erzeugen und dazu beitragen, dass John Marston so enorm viel mehr Charaktertiefe besitzt.

Ebenfalls vorbildlich ist die Abwechslung innerhalb der Missionen: Ob es nun der obligatorische Zug­raub, bleihaltige High-Noon-Duelle, gemächliches Viehtreiben oder der Gatling-Gun-unterstützte Ansturm auf ein schwer befestigtes Armeelager ist - laufend bekommt ihr etwas anderes zu sehen, auch wenn die Missionsvariante "Auf dem Rücken eines Pferdes auf Verfolger ballern" für unseren Geschmack etwas zu häufig vorkommt.

Die Schießereien laufen dabei ein wenig flotter ab als in Grand Theft Auto IV, denn euer Fadenkreuz verfolgt die Gegner immer nur rund zwei Sekunden lang. Verpasst ihr dieses Zeitfenster, dann müsst ihr entweder manuell nachjustieren oder neu zielen. Das irritiert anfangs zwar ein wenig, doch schnell fühlt ihr euch durch den flotten Wechsel der Gegner wie ein wahrer Pistolero.

Red Dead Redemption (Test-Version) (7) Quelle: Take-Two Red Dead Redemption (Test-Version) (7) Wahlweise könnt ihr auch auf dauerhaften Fokus oder komplett freies Zielen umstellen, einen Schwierigkeitsgrad gibt es im eigentlichen Sinne nicht. Wenn der Kampf mal zu knackig wird, knipst ihr mit dem aus dem Vorgänger bekannten Dead-Eye-Modus - eine Art Bullet-Time - mehrere Gegner auf einmal aus oder werft euch eine Buddel Medizin ein.

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Screenshots aus der finalen Version von Red Dead Redemption:

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