Feine, aber kleine Erweiterung zu SimBins Tourenwagen-Renner.
Das 320-PS-Monster erfordert eine ruhige Hand. Knifflige Kurven wie die Rivazza-Doppellinks in Imola werden da zu einer echten Herausforderung.
In der Simracing-Gemeinde gelten die Schweden nicht nur als sehr gute Entwickler, sondern auch als exzellente Geschäftemacher. Vier Vollpreisprodukte in gut zweieinhalb Jahren sind ein üppiger Ausstoß – mit Caterham folgt nun die erste kostenpflichtige Erweiterung zum aktuellen Titel Race. Darin wird der knorrige CSR-Roadster der englischen Sportwagenschmiede Caterham simuliert. Und zwar in den gleichzeitig die PS angebenden Modellversionen 200 (halbwegs gemütlich), 260 (giftig) und 320 (nur für Profis genießbar). Dazu kommen die beiden Strecken Imola und Estoril.
Da die CSRs keine klassischen Tourenwagen sind, müssen Sie nicht mehr zwingend zwei Rennen pro Wochenende fahren. Der Tank- und Reparaturstopp funktioniert besonders online aber (noch) nicht so richtig. Insgesamt hat die Erweiterung mit Race wenig zu tun. Sie hätte eigentlich besser in GTR2 gepasst.
Kostenlos! Billig! Oder doch zu teuer?
Sieht ein wenig aus wie eine Ameisenkolonie beim Essenholen: Ein gutes Dutzend im Nahkampf sehr empfindlicher Caterhams rauscht durch die Schikane.
Das SimBin’sche Vertriebskonzept ist ein arger Krampf. Ein paar Tage gab es die Erweiterung auf Steam umsonst. Nun kostet sie 4,95 Dollar; wer Valves Online-Plattform leidenschaftlich meidet, findet es mitsamt dem Hauptprogramm auch in herkömmlicher DVD-Form. 30 Euro dafür muten zunächst fair an. Allerdings kostet Race alleine keine 20 Euro mehr – und 10 Euro Aufpreis sind dann doch (zu) heftig.
