RTL Skispringen 2007

Test Georg Valtin

Keine Ideen? Innovationsangst? Wir wissen es nicht, aber dieses Spiel ist ein lustlos wirkender Aufguss.

Nachtspringen bei Schneefall sind zwar etwas fürs Auge, aber bei starken Seitenwind selbst für Steuerkünstler der viel zitierte Balanceakt. Nachtspringen bei Schneefall sind zwar etwas fürs Auge, aber bei starken Seitenwind selbst für Steuerkünstler der viel zitierte Balanceakt. In den vergangenen Jahren etablierte sich die RTL Skispringen-Reihe dank merklicher Qualitätssprünge zu einer festen Größe im Sportgenre. Doch bereits bei der Version des letzten Jahres war eine gewisse Stagnation zu erkennen, wenn auch auf hohem Niveau. Das setzt sich bei RTL Skispringen 2007 fort, in der die Entwickler hauptsächlich grafische Kosmetik betrieben, etwa in Form von geschmeidigeren Bewegungsoptionen und hübscher Beleuchtungs- und Wettereffekte.

Die einzige spielerische Neuerung: Sie müssen Ihren Athleten auch nach der Landung im Gleichgewicht halten. Das erhöht aber weder den Spielspaß, noch ist es eine zusätzliche Herausforderung. In Sachen Spielmechanik war der Vorgänger allerdings auch schon so ausgereift, dass die Simulation des eigentlichen Sprungablaufs kaum noch optimierbar ist. Naheliegend wäre also gewesen, das ganze Drumherum aufzupäppeln, doch da hat sich wenig getan.

Ein Balanceakt

Das Menü des Karrieremodus ist quasi unverändert, auch der gesamte Spielablauf. Wer den Vorgänger hat, kann sich den Kauf sparen. Das Menü des Karrieremodus ist quasi unverändert, auch der gesamte Spielablauf. Wer den Vorgänger hat, kann sich den Kauf sparen. Erfolgreiche Sprünge erfordern gutes Timing bei Absprung und Landung. In der Anlaufspur, im Flug und nach dem Aufsetzen halten Sie Ihren Springer mit dosierten Ausgleichsbewegungen per Maus möglichst in der Idealposition -- was bei starkem Seitenwind recht schwierig ist.

Verpackt sind die Wettkämpfe in einen Karrieremodus nach bekanntem Muster. Als Nachwuchstalent beginnend qualifizieren Sie sich mit guten Leistungen für die Amateurspringen und schließlich für den Weltcup mit Originalschanzen und -veranstaltungen wie der Vier-Schanzen-Tournee. Lizenzierte Springer fehlen allerdings auch diesmal.

Formschwankungen

Etwas überrascht haben uns die extremen Formschwankungen der KI-Gegner. Die nehmen uns bei manchen Wettkämpfen 20 Meter ab, obwohl wir einen perfekten Sprung ins Tal zaubern. Andererseits haben wir auch gewonnen, wenn wir nur mittelmäßige Leistungen abgeliefert haben.

Als größten Störfaktor empfanden wir aber die langen Ladezeiten beim Übergang vom Karrieremenü zu den Springen. Auch das Wachsen und Trainieren vor jedem Wettkampf halten auf -- da fehlt eine Automatik-Option.

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