SLI, Dual-Core, S-ATA2: Der Fortschritt in der PC-Welt hält auch für Spieler immer wieder Innovationen bereit. Welche sind nützlich, welche überflüssig? Wir klären auf.
Quelle: PC Games Hardware
Kaum ein Vorgang kann sich mehr in die Länge ziehen als das Bestellen und Kaufen eines neuen PCs. Schließlich stellt sich bei fast jeder Komponente die Frage, ob es denn normale Mittelklasse-Ware oder das Highend-Teil mit der neuesten Super-Duper-Technik sein soll.
Des einen Freud...
Die Krux an der ganzen Sache: Die für Sie (zumindest finanziell) beste Antwort auf all die Fragen ist für die Hardware-Industrie die unbefriedigendste: Nein, Sie brauchen all die schönen Dinge und Technologien nicht wirklich -- und sparen dadurch einen Haufen Geld. Geld, das die ganzen Hersteller natürlich liebend gerne in ihrem Säckel sehen würden. Deshalb bewerben sie neue Technologien auch entsprechend intensiv und versuchen dem potenziellen Kunden mit allerlei Marketing-Tamtam den Mund wässrig zu machen. Was oft genug auch funktioniert.
Doch was brauchen Sie nun wirklich -- und was nicht? Auf den folgenden zehn Seiten erfahren Sie aufgeteilt nach Kategorien, welche aktuellen Technologie-Trends tatsächlich (jetzt schon) etwas bringen und welche sie getrost (noch) an sich vorüberziehen lassen können.
Kernspaltung
Die Frage, die den durchschnittlichen PC-Käufer derzeit am meisten beschäftigt, ist die nach dem Prozessor. Zum einen natürlich wegen der neuen Plattformen, die von AMD vor kurzem (AM2) auf den Markt kamen beziehungsweise von Intel demnächst (Core 2 Duo) folgen werden. Ob die neuen nun besser sind als die alten, soll uns im Rahmen dieses Artikels gar nicht groß beschäftigen. Auch deshalb, weil dadurch ein anderes Problem nicht gelöst wird: Muss es unbedingt schon ein Dual-Core-Prozessor sein oder reicht noch ein normaler mit einem einzelnen CPU-Kern? Wir wollen versuchen, die Frage so weit wie möglich zu beantworten. Was auch deswegen nicht ganz einfach ist, weil wir uns ein Stück weit als Wahrsager betätigen müssen: Ein Großteil des Dual-Core-Potenzials wird erst in der Zukunft ausgeschöpft. Fragt sich eben nur, wie schnell das passieren und wie intensiv die DC-Unterstützung dann ausfallen wird.
Mit zweien sieht man besser
Auch bei den Grafikkarten geht die spannendste Frage dahin, ob es doppelt gemoppelt sein muss. SLI (Nvidia) beziehungsweise Crossfire (Ati) versprechen mit zweifachem Grafikkarteneinsatz auch bis zu zweifache Leistung -- genaue Zahlen gibt es nicht, da der SLI/Crossfire-Vorteil quasi stufenlos variieren kann. Dennoch fällt die Thematik weniger verwirrend aus als die Dual-Core-Frage: Denn beim Einsatz zweier Grafikkarten geht es schlicht und einfach um die Geschwindigkeit. Zudem kosten zwei gleiche Karten exakt doppelt so viel, dazu kommt das gegenüber einer normalen Version meist etwas teurere Mainboard mit zwei PCIe-Steckplätzen.
Das Feld der Grafikkarten hat noch einen weiteren, echten »brauche ich's wirklich?«-Klassiker zu bieten: Immer wieder kommt die Frage auf, wie wichtig denn die Größe des Videospeichers auf der Karte ist. Für viele anscheinend sehr wichtig: Selbst bei billigen Modellen schielen sie zuerst auf die plakativ angepriesenen 256 oder gar 512 MB, bevor sie den anderen technischen Daten Beachtung schenken.