Race getestet

Test Sascha Gliss

Fixe Schweden: Schneller als erwartet schicken uns die Rennspiel-Profis von Simbin erneut auf die Strecke. Diesmal mit den relativ bescheiden motorisierten Rennern der WTCC.

Regenrennen gehören zu den größten Herausforderungen im Motorsport. Auch in Race kommt es bei nasser Piste häufig zu Blechlawinen. Regenrennen gehören zu den größten Herausforderungen im Motorsport. Auch in Race kommt es bei nasser Piste häufig zu Blechlawinen. Wer hat behauptet, das Genre der Simulationen sei tot? GTR 2 steht gerade mal drei Monate im Laden, und schon legen die Jungs von Simbin mit Race nach. Natürlich verwundert es angesichts dieses Tempos kaum, dass sich das WTCC-Spiel nicht grundlegend von GTR 2 unterscheidet. Schließlich nutzen die Entwickler eine feingetunte Version der Technik, die schon in der Simulation zur FIA GT zum Einsatz kam.

Modellgepflegt

Spätestens auf der Strecke wird klar, dass hier erneut die GMotor-2-Engine werkelt. Der Asphalt, die Curbs, die Streckenposten und die Gebäude am Straßenrand: Alles erinnert an den preisgekrönten Quasi-Vorgänger. Erst auf den zweiten Blick fallen die Feinheiten ins Auge, auf die die Entwickler besonders stolz sind. So sind die Räder der Autos diesmal echte 3D-Objekte, durch die wir hindurch die Bremsanlage und den Asphalt unter dem Wagen sehen können. Oder der Regen: Der sieht jetzt weniger generisch aus. Die Tropfen klatschen in Race nämlich nicht nur auf unsere Scheibe, sie bewegen sich dort auch im Fahrtwind. Ein weiteres Feature-chen, auf das die Macher unermüdlich hinweisen: Steinschlag! Jawohl, in Race schleudern andere Fahrzeuge Steine auf unsere Scheibe, die dort knallend einschlagen und ab und an eine Katsche hinterlassen.

Bonus-Serien

Regenrennen gehören zu den größten Herausforderungen im Motorsport. Auch in Race kommt es bei nasser Piste häufig zu Blechlawinen. Regenrennen gehören zu den größten Herausforderungen im Motorsport. Auch in Race kommt es bei nasser Piste häufig zu Blechlawinen. Der Star des Spiels ist natürlich die World Touring Car Championship (WTCC); als Nebendarsteller mit dabei: die Mini-Challenge und die Ur-WTCC von 1987 (siehe Kasten). Alle drei Serien finden auf den Strecken der aktuellen WTCC-Saison statt. Neben Klassikern wie Monza oder Brands Hatch nehmen wir also auch brandneue Kurse wie Istanbul oder den unglaublich engen und verwinkelten Stadtkurs von Macao unter die Räder, gegen den der Grand-Prix-Kurs von Monaco beinahe weitläufig wirkt. Wie üblich bietet das Spiel mehere Modi. Vom schnellen Sofort-Rennen bis zu einer kompletten Meisterschaft ist alles dabei. Als zusätzliches Schmankerl gibt’s außerdem zwei Zeitfahrmodi, in denen wir unsere eigenen oder die Bestzeiten realer WTCC-Piloten unterbieten müssen.

Doppelt gemoppelt

Da die Entwickler natürlich die offiziellen Regeln der WTCC übernehmen, erwartet uns am Rennwochenende ein anderer Ablauf als etwa in GTR 2. Nach freiem Training und Qualifying müssen wir in Race nicht ein, sondern zwei Rennen hintereinander absolvieren. Dabei dient der Zieleinlauf des ersten als Startaufstellung für den zweiten Lauf. Die ersten acht Piloten starten in umgekehrter Reihenfolge. Beide Rennen haben Sprintcharakter, und enden nach jeweils rund 50 Kilometern. Boxenstopps gibt es aus diesem Grund nicht, aber immerhin sind zwischen den beiden Läufen 30 Minuten für Reparaturen vorgesehen.

Sowohl Reparaturen als auch das knappe Zeitlimit simuliert das Spiel natürlich. Wer also in Rennen eins etwa seine Bremsen zu sehr fordert, muss unter Umständen den zweiten Lauf mit defekten oder angeschlagenen Stoppern absolvieren, da die in 30 Minuten nicht ausgetauscht werden können.

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