So würde ein PCG-Redakteur in Star Wars: Eclipse aussehen
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Wie schafft es Quantic Dream, dass die Charaktere in Spielen wie Detroit Become Human oder Beyond Two Souls immer so lebensecht aussehen? Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns während eines Studiobesuchs mal die Photogrammetrie-Techniken des französischen Entwicklers näher angeschaut. Und wo wir schon mal da waren, haben wir uns natürlich auch direkt selbst scannen lassen. Hier seht ihr die Ergebnisse!
Die Spiele von Quantic Dream sind wohl vor allem für zwei Dinge bekannt: verzweigte Geschichten, in denen alle eure Entscheidung weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen, und eine absolut atemberaubende Inszenierung mit nahezu lebensecht wirkenden Charakteren. Vor allem in Sachen Mimik setzen Titel wie Detroit Become Human immer wieder neue Maßstäbe. Hier wird jedes noch so kleine Wimpernzucken, jede noch so kleine Hautunreinheit euer Hauptcharaktere detailgetreu ins Spiel übernommen.
Möglich macht das modernste Photogrammetrie-Technik. Mithilfe eines eigenen Kamera-Käfigs, bestehend aus 149 Fotoapparaten und 149 LED-Lichtern, werden alle Darsteller, die eine Figur im Spiel verkörpern, aus verschiedensten Winkeln abfotografiert. Diese Fotos werden dann in eine Software eingespeist, die sie anhand von Überlappungspunkten zusammenfügt, sie dann in ein Polygonnetz und schließlich in ein 3D-Modell mit hochauflösenden Texturen umwandelt.
So läuft ein Photogrammetrie-Shooting bei Quantic Dream
Ein solches Shooting kann dabei zwischen ein und zwei Stunden dauern. Die Schauspieler werden nämlich nicht nur einmal aufgenommen, sondern mit bis zu 80 verschiedenen Gesichtsausdrücken, um ihren virtuellen Alter Egos für jede Spielsituation und jede Stimmung einen passenden Look zu verleihen.
Auch wir durften uns während eines Studiobesuchs bei Quantic Dream mal scannen und in ein virtuelles 3D-Modell umwandeln lassen. Das Ergebnis sieht so aus:
Quelle: Quantic Dream, PC Games
Willkommen im Uncanny Valley: So sehen die 3D-Photogrammetrie-Scans von PC-Games-Redakteur David Benke aus.
Ist PCGames wirklich in Star Wars: Eclipse?
Jetzt wird dem aufmerksamen Zuschauer natürlich aufgefallen sein, dass das nicht ganz so ausschaut, wie man es aus den Spielen kennt. Dafür gibt es allerdings auch einen guten Grund: Unsere Aufnahmen sind nicht unter optimalen Bedingungen entstanden. Normalerweise gibt es klare Regeln in der Photogrammetrie-Abteilunng von Quantic Dream. Darsteller wie Bryan Dechart oder Clancy Brown müssen sich für ein Shooting komplett rasieren, außerdem tragen sie währenddessen so eine Art Badekappe, unter der sie ihre Frisur verstecken. Jegliche Gesichtsdetails, seien es Bart, Haare oder Schweißtropfen, werden erst nachträglich in der Engine eingefügt.
Auch beim Outfit herrscht eine strikte Ordnung: kein Make-up, kein Schmuck, keine Brillen. Selbst reflektierende Kleidungsstücke (wie in unserem Fall ein weißes Sweatshirt) sind eigentlich verboten. Stattdessen tragen die Beteiligten ein schlichtes, graues Tanktop. Zumindest bis jetzt. Für die Zukunft wollen die Entwickler auch die Klamotten der Schauspieler scannen, um sie mit all ihren Texturen und Faltenwürfen lebensecht ins Spiel zu übertragen.
Ihr seht also: Unsere Chancen, es tatsächlich ins nächste Spiel von Quantic Dream zu schaffen, sind wohl leider verschwindend gering. Aber sie sind nicht gleich null! Die Entwickler haben uns versprochen, unsere Aufnahmen in der hauseigenen Datenbank zu speichern und bei Bedarf noch einmal auf uns zurückzukommen. Also wer weiß, vielleicht könnt ihr in ein paar Jahren ja tatsächlich einen bärtigen, sehr skeptisch dreinschauenden Jedi in der virtuellen Welt von Star Wars: Eclipse entdecken!
