Auf dem E3 2011-Showfloor in Los Angeles konnten wir uns Prototype 2 ausführlich anschauen. Warum uns Prototype 2 schon jetzt besser gefällt als der Vorgänger, lest ihr hier in diesem Artikel! Außerdem erklären wir, warum Prototype 2 in dieser Form niemals in Deutschland erscheinen wird.
Wir hatten auf der E3 2011 die Möglichkeit, uns Prototype 2 genau anzuschauen - hier kommt unser Bericht über die Präsentation! Activision hat uns das Spiel ausführlich gezeigt, selbst Hand anlegen durften wir jedoch nicht. Zu sehen bekamen wir diverse Gameplay-Szenen, anhand derer wir uns einen guten Eindruck verschaffen konnten, was uns in Prototype 2 erwartet. Und das sind nicht nur sehr blutige Szenen, die uns so in Deutschland nicht begegnen werden, sondern auch die Einsicht, dass Prototype 2 ein deutlich besseres Spiel werden dürfte als der Vorgänger. Während es im ersten Teil noch ziemlich chaotisch zuging, werden wir in unserer E3 2011-Präsentation von Prototype 2 nämlich besser durch das Geschehen auf dem Bildschirm gelenkt. Auch die Grafik hat einen Fortschritt erlebt, auf der uns präsentierten Xbox 360-Version sehen etwa Explosionen richtig gut aus.
Quelle: Activision
Screenshots zu Prototype von der E3 2011. (1)
Aber auch das Gameplay macht einen Schritt in die richtige Richtung. Gegner, Level-System und Kämpfe sind sehr gelungen und machen Lust auf mehr. Neu sind die aus Fallout 3 bekannten Perks, die man dadurch erhält, dass man BlackWatch-Offiziere ausschaltet, die in bestimmten Bereichen der Karte zu finden sind. Denn New York Zero, die virusverseuchte Stadt in Prototype 2 ist in drei Bereiche aufgeteilt: Im roten Bereich wimmelt es von Monstern, der gelbe Bereich steht unter Quarantäne und im grünen tummeln sich die BlackWatch-Soldaten. Außerdem wird es unterirdische "Lairs" geben, in denen Monster ihren Nachwuchs brüten. Sind die Gegner beseitigt, so erhält man neue Fähigkeiten-Upgrades. Darüber hinaus gibt es neue Missionstypen wie etwa die Möglichkeit, Söldner-Trupps zu erledigen, anschließend wird uns verraten, wo die Perk-bringenden Blackwatch-Soldaten genau unterwegs sind. Um unsere Gegner effektiv zu bekämpfen geben uns die Entwickler neue Ausweichmoves an die Hand, die das Spielgeschehen noch dynamischer machen.
Quelle: Activision
Screenshots zu Prototype von der E3 2011. (4)
Ebenfalls überzeugt hat uns der neue Held in Prototype 2: Mercer, der Protagonist aus dem ersten Teil war eher ein Schwächling, der durch Zufall an Superkräfte kam, jetzt steuern wir einen wütenden, knallharten Army-Veteran. Sgt. James Heller hat seine Familie verloren, der Grund dafür war Mercer. Die Trauer verarbeitet Heller auf eine Art und Weise, wie sie jeder von uns kennen dürfte: Mit Elbow-Dropkicks auf tonnenschwere Panzer natürlich! Ironie beiseite, solche Aktionen sind das Herzstück von Prototype 2, denn das Spiel ist ein einziger Allmachts-Porno: Wir rennen an Hauswänden entlang, reißen Geschütztürme von Panzern ab, um anschließend damit rumzuballern und entledigen uns mit unserer neuen Biobomb-Fähigkeit unserer Widersacher. Und die funktioniert so: Die Opfer mutieren und stoßen Tentakel in alle Richtungen aus, die anschließend alles in ihrer Reichweite "einsaugen" und in einer roten Gischt zum Explodieren bringen. Splatter-Filme sind im Vergleich richtig blutleer!
Doch nicht nur wegen solcher Blutfontänen wird Prototype 2 sicher nicht ungeschnitten in Deutschland erscheinen. Denn auch die Möglichkeit, Gliedmaßen aus strategischen Gründen abzutrennen, wird den deutschen Jugendschützern sauer aufstoßen. Auch eine andere neue Fähigkeit dürfte dazu führen, dass Activision entweder auf einen Release hierzulande verzichtet oder ordentlich die Schere ansetzt: Mit Schleim-Tentakeln zurren wir Gegner an Hauswänden fest, anschließend werden diese einfach auseinandergerissen. Wir sind gespannt auf die Entscheidung von Activision in Sachen Schnitte in Prototype 2 - Erwachsene dürfen sich auf ein actionreiches, wenn auch blutiges Spiel freuen.
