Project Gotham Racing 3

Test Carsten Grauel

Auf vollen Touren: Fetzen Sie mit den schönsten Sportwagen der Welt durch New York, London, Tokio und Las Vegas.

Rennspiele sind nicht selten am Erfolg einer Konsole beteiligt, das hat man besonders gut bei der PSone und der PlayStation2 beobachten können. Vor allem die beiden Marken "Ridge Racer" und "Gran Turismo" haben viele begeisterte Hobby-Raser zum Konsolenkauf animiert. Hat auch "Project Gotham Racing 3" das Zeug zum Systemseller für die Xbox360?

UMFANG: Im Karriere-Modus kaufen Sie sich zunächst ein Auto. Anders als bei den meisten Rennspielen ist das Angebot nicht auf lahme Kleinwagen beschränkt. Im Gegenteil, bei "PGR 3" gibt es solche Kisten gar nicht. Sie suchen sich sofort eine Kutsche aus dem Luxussegment aus. Kaum einer der über 80 Sportwagen fährt weniger als 250 Sachen.

Mit Ihrem Flitzer sind Sie dann bei zahlreichen Meisterschaften mit unterschiedlichen Disziplinen dabei. Sie fahren Rennen über drei Runden, beweisen Präzision beim Slalom, heizen mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit durch eine Radarfalle, brechen Rekorde beim Zeitfahren oder zeigen elegante Drifts. Vor jedem Event wählen Sie eine Schwierigkeitsstufe. Davon hängen nicht nur Ihre Siegbedingungen ab, sondern vor allem auch die Höhe der Siegprämie. Mit der eingefahrenen Kohle kaufen Sie ausschließlich neue Autos. Optische oder leistungssteigernde Tuningoptionen suchen Sie vergeblich -- was unserer Meinung nach kein Manko ist, Tuning-Raser gibt's schon genug.

Neben dem Karriere-Modus hat "PGR 3" noch einiges mehr zu bieten. Im Spaß-Modus können Sie Fahrzeug, Strecke und Wettbewerb frei wählen. Mit dem integrierten Foto-Modus schießen Sie während der Fahrt oder bei einer Wiederholung aufregende Digitalfotos von Ihren Nobelschlitten. Tüftler toben sich im Routen-Ersteller aus: Hier definieren Sie mithilfe von Wegpunkten ein eigenes Rennen durch das Straßennetz der vier Städte New York, London, Tokio und Las Vegas. Unter dem Menüpunkt GothamTV können Sie sich entspannt zurücklehnen: Sie kucken sich Wiederholungen an, betrachten Fotos oder schauen live bei Online-Rennen zu.

SPIEL: Zunächst wirkt die Fahrphysik von "PGR 3" recht realistisch. Die Autos verlieren bei zu heftigem Druck aufs Gaspedal gerne mal die Traktion, heben beim Überfahren von Randsteinen in der Kurve ab oder fangen an zu springen und zu hoppeln, wenn Sie über Bodenwellen brettern. Ein tragendes Element der Serie sind schon seit jeher gewagte Fahrmanöver, in erster Linie stilvolle Drifts. Damit der Spieler noch relativ einfach um die Kurve driften kann, hat sich Entwickler Bizarre Creations die Realität ein wenig zurechtgebogen. Sie müssen nur mit etwas Schwung in eine Kurve hineinfahren, dann leicht anbremsen oder voll aufs Gas steigen, schon stellt sich der Wagen quer.

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