Project Cars 3: Überraschend angekündigt - Erste Infos zur Racing-Simulation
Special
Die Project-Cars-Reihe war bislang nicht gerade für ihre Einsteigerfreudlichkeit berühmt. Die Rennsimulation war eher was für Motorsportfans, die eine echte Herausforderung suchen. Beim dritten Teil, der auch mit einem neuen Karrieremodus aufwartet, gehen die Entwickler nun neue Wege, um sowohl Hardcore-Simulations-Fans als auch weniger ambitionierte Hobby-Fahrer glücklich zu machen. Gelingt dieser Spagat? Wir haben erste Infos zu Project Cars 3 für euch.
Die Ankündigung eines derartigen Top-Spiels hätte eigentlich einen anderen Rahmen verdient gehabt. Aber anstatt uns auf eine Rennstrecke mit vielen tollen und schnellen Autos einzuladen, um erstmals Project Cars 3 vorzuführen, gab es lediglich einen gerade mal 17 Minuten langen Videostream, in welchem Joe Barron (Marketing & E-Sports Manager) und Matt York (Game Designer) von Entwickler Slightly Mad Studios das mit Spannung erwartete Rennspiel vorstellten. Corona sei Dank! Aber auch wenn die Umstände der Spielepräsentation einem Spiel wie Project Cars 3 (jetzt kaufen ) nicht ganz gerecht wurden, haben uns die gezeigten Inhalte vollends überzeugt. Das Rennspiel, das noch in diesem Jahr für PS4, Xbox One und PC erscheinen soll, stellt eine konsequente Weiterentwicklung der Reihe vor.
Besser denn je: der Karrieremodus
Im Mittelpunkt der Neuerungen steht ein komplett neu designter Karrieremodus, bei dem ihr jetzt Erfahrungspunkte sammelt, im Level aufsteigt und so neue Fahrzeuge und Upgrades freischaltet.
Quelle: Bandai Namco
Project Cars 3: Erste Infos zur Racing-Simulation
Dabei verzichten die Entwickler bewusst auf Mikrotransaktionen, um allen Spielern die gleichen Chancen einzuräumen. Der neue Karrieremodus soll vor allem Neulingen den Einstieg in die komplexe Welt des Motorsports erleichtern und dafür sorgen, dass ihr euch und eure Fahrfähigkeiten stetig weiterentwickeln könnt. Euch erwarten zig Rennsportserien und Herausforderungen, für die ihr mit Erfahrungspunkten belohnt werdet. Der Karrieremodus ist so gestaltet, dass ihr nach und nach alles erlebt, was Projekt Cars 3 bieten hat, seien es die vielen liebevoll designten Strecken oder die zehn Fahrzeugklassen, in denen euch für alle Gefährte massig Upgrades zur Verfügung stehen. Wie viele Erfahrungspunkte ihr in Rennen und durch die Progression durch die verschiedenen Rennserien erhaltet, hängt von der Qualität der Gegner-KI und den gewählten Fahrhilfen ab.
So könnt ihr den Schwierigkeitsgrad perfekt auf eure Fähigkeiten abstimmen und werdet dennoch animiert, auszuprobieren, ob ihr Features wie Traktionskontrolle oder Bremsassistent wirklich braucht. Darüber hinaus haben die Entwickler die Gamepad-Steuerung verbessert, um den Einstieg für Neulinge (die noch kein Racing Wheel zuhause stehen haben) einfacher zu gestalten. Und auch die Position diverser verwendeter Kameraperspektiven, vor allem die der Verfolgerkamera in Rennen wurde etwas angepasst, um es Anfängern leichter zu machen, sich in der Renn-Action zurechtfinden. Zudem sollen sich KI-Fahrer jetzt noch realistischer verhalten und dem Spieler in den Solomodi abhängig vom Schwierigkeitsgrad eine echte Herausforderung bieten.
Quelle: Bandai Namco
Project Cars 3: Erste Infos zur Racing-Simulation
Herausforderungen soweit das Auge reicht
Dank diverser Zusatz-Challenges in Rennen kommt es in Project Cars 3 nicht nur darauf an, möglichst als Erster durchs Ziel zu kommen. Hunderte von langfristigen Zielen sorgen zudem dafür, dass wirklich keine Langeweile im Karrieremodus aufkommt und ihr stets Ingame-Credits und XP bekommt, die ihr in den Ausbau eures Fuhrpark und die Aufwertung der Fahrzeuge investieren dürft. Upgrades sorgen dafür, dass sich die Charakteristika der Wagen und ihr Fahrverhalten verändern. Auf diese Weise aufgemotzte Autos steigen dann auch in höhere Fahrzeugklassen auf. So könnt ihr euer Lieblingsauto nicht nur eine kurze Zeitlang fahren, sondern das komplette Spiel damit erleben. Die Karriere ist aber keineswegs der einzige Solospielmodus in Project Cars 3. In sogenannten Custom Events, die es auch schon im Vorgänger gab, könnt ihr in einer Art Sandbox-Modus ein beliebiges Rennszenario selbst erstellen, wofür euch alle im Spiel enthaltenen Strecken, Fahrzeuge und Wetterkonditionen zur Verfügung stehen.
Quelle: Bandai Namco
Project Cars 3: Erste Infos zur Racing-Simulation
Ein Mehrspielermodus zum Verlieben
Wie schon erwähnt, ist es ein zentrales Element in Project Cars 3, dass ihr Erfahrungspunkte und Credits in allen Spielmodi sammeln könnt. So werden Multiplayerfans, die nicht den kompletten Karrieremodus spielen wollen, nicht benachteiligt. Gleichermaßen will Slightly Mad Studios Solospielern den Einstieg in den Mehrspielerpart erleichtern. In die gleiche Kerbe schlagen diverse Änderungen am Multiplayermodus, die diesen insgesamt zugänglicher machen sollen.
Es gibt es drei Hauptspielmodi in denen ihr euch mit anderen Fahrern weltweit messen könnt: Schnelles Spiel (für das es erstmals ein Matchmaking auf Basis der Spielerfähigkeiten gibt), Geplante Events und benutzerdefinierte Rennen. Geplante Events werden von Slightly Mad gesteuert und finden zu vorher festgesetzten Zeiten statt. Sie sind deutlich umfangreicher als Rennen im Schnellen Spiel. Bei diesen Events müsst ihr eine Qualifikation absolvieren, bevor ihr unterteilt in Fahrergruppen mit ähnlichen Fertigkeiten, gegeneinander antretet. Benutzerdefinierte Rennen geben euch - wie der Name schon sagt, die Möglichkeit sämtliche Details für eine Multiplayer-Session mit Freunden selbst zu definieren. In allen drei Modi könnt Autos aus eurem Fuhrpark nutzen oder euch ein entsprechendes Fahrzeug leihen, wenn es nötig ist.
Im Vorgänger waren monatliche Community-Events eine weitere Facette der Mehrspielerfahrung von Project Cars. Diese gibt es in Teil 3 nicht mehr. An ihre Stelle tritt der neue asynchrone Rivals-Modus, für den die Entwickler in regelmäßigen Abständen neue Inhalte zur Verfügung stellen, die abwechslungsreich ausfallen sollen. In den Rennen des Rivals-Modus tretet ihr gegen die Ghosts (also die besten Rundenzeiten) anderer Spieler an. Auch hier sammelt ihr Punkte (sogenannte Rivals Points), mit denen euer Ranglistenplatz in der Liga bestimmt wird. Die besten Spieler eines Monats steigen in die nächsthöhere Liga auf, um sich mit besseren Gegnern zu messen, während die Schlechtesten nach unten gestuft werden.
Quelle: Bandai Namco
Project Cars 3: Erste Infos zur Racing-Simulation
Design your own car!
Eine weitere Neuerung in Project Cars 3 ist die Möglichkeit, eure Fahrzeuge auch optisch euren Wünschen anzupassen und diese neuen Designs in allen Spielmodi zu verwenden. Dafür stehen euch jede Menge Farbvarianten, Logos und andere Design-Elemente zur Verfügung, mit denen ihr eure Autos wirklich unverwechselbar machen könnt.
Im letzten Teil der Präsentation gewährten uns die Entwickler dann noch einen kurzen Blick auf das Gameplay von Project Cars 3 und auch zwei der neuen Kurse: die Straßen von Shanghai und die Motorsportrennstrecke von Interlagos in Brasilien. Insgesamt wirken die Rennen durch Verwendung von verbesserten Motion-Blur- und Post-Processing-Effekten und anderen grafischen Goodies noch dynamischer und sehen auch viel besser aus als noch im Vorgänger. Und was man auch schon sehen konnte: wenn es mal kracht, dann kracht es dank einer neuen Mechanik mit verbesserten Einschlagseffekten so richtig. Über die endgültige Qualität der Grafik lässt sich anhand der wenigen, gezeigten Szenen und der Auflösung des Videostreams noch keine definitive Aussage treffen. Der Ersteindruck war aber - und das gilt für alle Elemente des Spiels - äußerst vielversprechend.
