Der Kampf um die diesjährige Meisterschaft ist eröffnet: Ist PES 6 genauso gut wie sein Vorgänger? Besser als FIFA 07?
Der Ball ist rund
Frecher Franzose: Trezeguet schaut unschuldig, ist aber mit allen Wassern gewaschen. (PES 6)
Vor allem bei der Ballphysik hat FIFA 07 einen deutlichen Schritt in Richtung Realismus getan. Gleich zu Beginn wird der Unterschied zu den Vorgängern deutlich: Der „Magnet-Effekt“ – das Kleben der Kugel am Fuß des Spielers – tritt seltener auf. Obendrein kann man dem Spielgerät bei Freistößen nun mit dem linken Analog-Stick auch Top- und Backspin verleihen.
Die Veränderungen bei PES 6 sind eher dezent. Die Passgeschwindigkeit ist gegenüber jener in PES 5 geringer, wodurch arcade-typische Direktpass-Stafetten eingebremst werden. Ärgerlich: Bei FIFA 07 sind mitunter ungenaue Pässe zu beobachten, bei PES 6 werden manchmal die falschen Teamkollegen angespielt.
Der kleine Italiener Gennaro Gattuso ist bei den Gegenspielern wegen seiner robusten Spielweise gefürchtet. (PES 6)
Die KI hat man bei EA und Konami gehörig aufgebohrt. Verteidiger lassen sich in Eins-gegen-eins-Situationen bei FIFA 07 jetzt merklich schwerer ausspielen. Während die Abwehrspieler bei PES 5 den Angreifer oft zu früh attackierten und so Tore verschuldeten, halten sie bei PES 6 länger ihre Position – perfekt! Allerdings zeigen die Keeper in beiden Spielen Schwächen. Die FIFA-Schlussmänner lenken hin und wieder Schüsse ins eigene Netz anstatt ins Aus und manche PES 6-Torhüter lassen zu viele Schüsse nach vorne abprallen.
