PES 2014: World Challenge-DLC im Test - Welt- oder nur Verbandsmeisterschaft?

Special Sascha Lohmüller
PES 2014: World Challenge-DLC im Test: Lohnt der Download des Zusatzinhaltes? (1)
Quelle: Konami

Die Weltmeisterschaft steht vor der Tür - und von diesem Kuchen will neben EA auch Konami für PES 2014 etwas abhaben. In Ermangelung einer offiziellen Lizenz heißt die PES-Weltmeisterschaft allerdings World Challenge und auch sonst müsst ihr Abstriche hinnehmen. In unserem Test erfahrt ihr, ob sich der Download dennoch lohnt.

Die zwei Modi, in denen ihr euer Team in PES 2014 zum Weltpokal führt, sind lediglich Abwandlungen bekannter Spielarten. Mit neuen Menügrafiken und ein paar Mini-Cutscenes. Im Spielermodus lenkt ihr einen einzelnen (realen oder erstellten) Kicker und behauptet euren Platz im Kader der Nationalmannschaft – ein bisschen wie bei Be A Legend. Großer Unterschied: Diverse Features des Legenden-Modus fehlen.

So legt das Spiel weder groß Wert darauf, dass ihr eure Position haltet, noch ermüdet ihr in irgendeiner Weise beim Sprinten - Dauervollgas heißt da die Devise. Zumindest in der PS3-Version, die wir für den Test unter die Lupe nahmen. Insofern ist es deutlich einfacher auf einen guten Notenschnitt zu kommen und dementsprechend auch nicht aus dem Kader zu fliegen. Immerhin ändern die virtuellen Trainer aber auch abseits von euch die Mannschaft, sodass eine gewisse Mitspielerfluktuation auftritt, während ihr euch durch die Qualifikation schlagt.

Im Teammodus hingegen führt ihr eine ganze Mannschaft zum Titel. Schön: Auch hier könnt ihr die Quali spielen. Weniger schön: Aufgrund der Lizenzen sind nicht alle Teams im Original dabei und auch die Quantität ist überschaubar. In Nordamerika etwa balgen sich mickrige sechs Teams um vier WM-Tickets, in Europa gibt's acht Vierer-Gruppen. Neu im Original dabei ist übrigens Brasilien, was mit der brasilianischen Liga im Rücken durchaus Sinn macht: Den Kader eurer gewählten Nation könnt ihr frei aus allen in PES enthaltenen Spielern zusammenstellen. Und das sind bei Brasilien beispielsweise jede Menge. Etwas ärgerlich ist dabei aber nach wie vor die – nett formuliert – etwas seltsame Stärkeeinschätzung der virtuellen Kicker. Beste offensive Mittelfeldspieler bei Brasilien? Diego und Ronaldinho. Bester Verteidiger neben Thiago Silva? Lucio. Bester Sechser? Ze Roberto mit 39 Lenzen. Das ist alles nicht mehr zeitgemäß und bringt nur unnötige Editier-Arbeit mit sich, die sich zudem nicht unbedingt jeder Käufer machen will oder kann.

Von irgendwelchen Gameplay-Verbesserungen haben wir im Test übrigens auch nichts gemerkt. Gerade Laufwege, Stellungsspiel, Torwart-KI und Ballbehandlung wirken nach wie vor teilweise wirklich bescheiden. Am Gesamteindruck zu PES 2014 rettet daher auch der rund 10 Euro teure DLC nichts: Konamis Fußball-Simulation ist in diesem Jahr leider ein unrundes Produkt. Hoffen wir das Beste für PES 2015.

Fazit: Recht durchschnittlicher, teurer DLC für das ebenso überschaubare PES 2014.

DLC-Wertung: 70

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