Schlafen, schuften und prügeln -- das Leben als Knacki ist sooo lahm. Ändern Sie was! Werden Sie Knastchef!
In der Wirtschaftssimulation Prison Tycoon geht's hinter den schwedischen Gardinen zur Sache. In 14 Missionen sowie im freien Spiel zeigen Sie, wer das Sagen im Sträflingslager hat. Als neuer Knastchef dürfen Sie in den Missionen vom Staat gestellte Auflagen erfüllen. Zum Beispiel heruntergewirtschaftete Anlagen wieder aufmöbeln oder den harmlosen Knast für Schlägerjungs zum Hochsicherheitstrakt für Massenmörder umbauen. Im freien Spiel hingegen suchen Sie sich eins von drei Grundstücken aus und bauen das Gefängnis Ihrer Wünsche auf.
Rackern für den Chef
Die Knastbrüder sind in unserem schmucken Staatshotel mit den unterschiedlichsten Dingen zugange. Für die Vielfalt der Beschäftigungsmöglichkeiten sorgen wir zu Genüge: Mit dem Geld, das wir vom Staat bekommen, richten wir die Kantine ein und bauen ein Heimkino in das Freizeitzentrum.
Um wieder ein bisschen der ausgegebenen Kohle reinzuholen, bauen wir Werkstätten, in denen Häftlinge Geld für uns verdienen.
Am Ende eines jeden Tages nehmen wir Einsicht in diverse Sträflingsakten und entscheiden nach Anzahl der Schlägereien und abgesessener Haftjahre, ob wir den Knacki entlassen oder nicht. Und wir sehen, ob wir der Erfüllung unserer Mission ein Stückchen näher gekommen sind -- der Tag vergeht nämlich auch auf hoher Geschwindigkeit äußerst langsam, was auf die Dauer langweilig ist und die Erfüllung unserer Aufgaben in unerreichbare Ferne rückt.
Minimalgrafik
Die spannende Idee von der Leitung eines Gefängnisses geht vor allem in der haarsträubenden Grafik unter. Um unseren Job richtig zu machen, müssen wir Mini-Buttons absuchen, um die Statistiken für Einnahmen und Häftlingszahl zu finden. Außerdem verleidet auch die detailarme Darstellung unseres Knastes den Spaß. Ein näheres Heranzoomen an die winzigen Bewohner ist eh kaum möglich, da das Programm sehr schwerfällig auf unsere Steuerungsbewegungen reagiert.
Susanne Braun
