Der Sand der Zeit verrinnt unaufhörlich und die Abenteuer des persischen Prinzen neigen sich dem Ende zu. Hier lest ihr alles über den finalen Teil.
D er persische Prinz kehrt mit Kaileena von der Insel der Zeit zurück, um sie nach Babylon zu bringen. Der Königsspross traut seinen Augen nicht: Die Stadt wird belagert! Gleich zu Beginn wird eure Begleiterin verschleppt und der Prinz muss sich aufmachen, die Schöne zu retten... Das Abenteuer wird wie ein Märchen aus 1001 Nacht von Kaileena rückblickend erzählt.
Dabei gefällt die deutsche, sehr professionelle Synchronisation der Sprecher. Ihr seid mit eurem Helden mal tags, mal nachts unterwegs. In den vielfältigen Arealen trefft ihr auf die verschiedensten Kreaturen, die vom Zeitsand befallen wurden und aggressiv auf euch reagieren.
MITWaffengewalt
Die Fights sind actionreich und das Free-Form-Kampfsystem mit verschiedensten Kombos geht leicht von der Hand. Blocken könnt ihr übrigens auch, ganz untaktisch müsst ihr also nicht zu Werke gehen. Zudem gibt es die Möglichkeit, eure Waffe zu werfen, um den Gegner für eine gewisse Zeit zu lähmen.
Wirklich stressig wird's im neuen Prinzen-Abenteuer nur selten -- dem neuen Speed-Kill sei Dank. Ihr schleicht euch an euren Feind an, bis sich der Bildschirm verfärbt und ihr den Stealth-Kill auslösen könnt: Drückt ihr verschiedene Buttons zum richtigen Zeitpunkt, entledigt ihr euch eines Gegners, ohne Gegenwehr fürchten zu müssen. Die Animationen beim Speed-Killing sind zudem sehr gelungen und nett anzusehen.
Die große Neuerung: Da ihr im Spielverlauf schon bald vom Zeitsand infiziert werdet, entsteht der finstere Dark Prince in euch. Dieses dunkle Alter Ego verwickelt euch immer wieder in innere Dialoge und übernimmt bei Kontakt mit Feuer sogar die Kontrolle über die Persönlichkeit des Prinzen. Dann verwandelt sich der Held in den Dark Prince: schwarzhäutig, übellaunig und mit einer Klingenkette bewaffnet.
Kletterkünste
Noch wichtiger als die Action sind bei "Prince of Persia" die Akrobatikeinlagen. Es gibt unzählige tolle Möglichkeiten, die gelungene Levelarchitektur zu meistern. Leider gibt es oft lange Sequenzen mit vielen Sprüngen ohne Speicherpunkte, bei denen Neulinge häufig den plötzlichen Falltod sterben werden -- hier ist Übung Trumpf.
Das grafische Design ist klasse, in Fights ist die Kamera aber nicht immer optimal positioniert. Dafür kann man stimmungsvolle Areale mit toller Weitsicht genießen. Für erprobte Action-Adventure-Fans kommt hier die Granate des Winters, Neulinge könnten den Schwierigkeitsgrad aber als einen Tick zu hoch empfinden. ?ab
