Prey im Vergleich mit dem großen Vorbild Doom 3.
Quelle: PC Games Hardware
Prey ist ein guter Shooter in der Tradition von Doom 3 . An ebendieses Vorbild kommt es für mich aber nicht heran.
Auch wenn die Story von Prey etwas besser rübergebracht wird, als in Doom 3 , wo die Story (falls man bei solchen Shootern von Story reden kann) hauptsächlich durch die Sprachmemos der Leichen erzählt wurde, so ist sie nicht sonderlich ausgefallen und bietet zumindest mir keine große Motivation weiterzuspielen. Es geht mir mehr darum das Spiel endlich durchzuspielen als um meine Freundin (deren Namen ich schon nach einer Minute wieder vergessen habe ... jedes Mal, wenn er genannt wurde) retten. Da hat mir das System bei Doom 3 - so unspektakulär es auch ist - besser gefallen.
Den Vorteil des Spiels sehe ich in der Technik, mit den Portalen und Wallwalks ist den Entwicklern ein netter Einfall gekommen. Doch letzten Endes sind die Rätsel die daraus entstehen wahrscheinlich selbst für die blödesten Spieler in wenigen Sekunden gelöst. Spielerisch schon interessanter ist die Geist-Geschichte, die vor allem das ewige Quicksave und -load beendet, aber auch ganz nette Rätsel erlaubt. Die Waffen sind kreativ und interessant, reizen mich aber überhaupt nicht. Da kann ich mit klassicher Shot- und Minigun bei Doom 3 mehr anfangen, wobei dort noch der Nervenkitzel durch die Dunkelheit und den Pistolenzwang, bei eingeschalterer Taschenlampe kommt.
Die Level sind bei beiden Spielen wohl gehobene Standard-Shooter-Kost nämlich ein langer durchgezogener Gang, der nicht viel Auswahl lässt (natürlich sind alle Türen verschlossen außer der, die uns zum Endgegner führt, seltsam...).
Alles in allem rangiert Prey kurz hinter Doom 3 im oberen 80er Segment. Doom 3 erreicht bei mir nicht ganz die 90.